Der Kabarettist Gerorg Schramm hat auf seiner Website die Trauerrede seiner Figur Oberstleutnant Sanftleben veröffentlicht.
“Trauerrede”
G. Schramm alias Oberstleutnant Sanftleben zur Trauerfeier für drei getötete Soldaten in Selsingen bei Bremen am 9.4.2010
„Neues aus der Anstalt“ ZDF. Live am 13.04.2010
“So ein Pathos à la Guttenberg wie bei der Totenfeier letzte Woche, das war schon ziemlicher Trauerkitsch. Guttenberg sollte weder seiner Tochter noch den Kindern der toten Kameraden erzählen, dass sie stolz sein sollen. Die sollen nicht stolz sein, sondern traurig. Und ihr Weinen sollte nicht von Politikern übertönt werden, die vorm Sarg ihr Image polieren. Schweigen hätten sie sollen, alle beide. Merkel und Guttenberg. Zweite Reihe und Ruhe im Glied. Reden sollten sie lieber vorm Untersuchungsausschuss - zu den 140 Toten von Kundus. Eine militärstrategisches Desaster für die Truppe, und menschlich sowieso.”
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Homepage Georg Schramm
In einem offenen Brief vom 26. März 2010 an Die Linke fordern mehr als 100 israelische Aktivistinnen als Voraussetzung für die Durchsetzung einer friedlichen und solidarischen Lösung des Konflikts in Israel/Palästina eine solidarische und linke Politik. Sie äußern sich besorgt über die Entwicklung der Debatte zum Israel-Palästina-Konflikt in der Linkspartei. Sie fordern von der Partei, sich klar gegen die Besatzungspolitik zu positionieren und für Druck auf den Staat Israel zu plädieren, bis er die elementaren Menschenrechte der Palästinenserinnen respektiert. Nur so könne ein Frieden in der Region, auch für Israel, erreicht werden.
Konkrete Schritte wären die Einstellung aller deutschen Waffenexporte nach Israel, ein allgemeines Importverbot für israelische Siedlungsprodukte in die EU und die Implementierung der Empfehlungen des Goldstone-Berichts.
Zu den Unterzeichnerinnen zählen die Professoren der Universität Tel Aviv Moshe Zuckermann, Yehuda Shenhav und Gadi Elgazi, der Filmregisseur Udi Aloni, Aktivistinnen der israelischen Frauenkoalition für Frieden wie Eilat Maoz und Inna Michaeli, Kriegdienstsverweiger wie Matan Kaminer und Hagai Matar, die zwei Jahre lang inhaftiert waren, und Kämpfer für soziale Gerechtigkeit wie Reuven Aberjil und Einat Podjarni.
Der Deutsche Freidenker-Verband unterstützt die Proteste von Friedens- und
Antikriegsintitativen für ein Ende des Krieges in Afghanistan.
Die Freidenker unterstützen den Appell an die Bundestagsabgeordneten: „Stimmen Sie mit Nein!
Schicken Sie keine weiteren Truppen, sondern ziehen Sie diese ab!“ Den Forderungen des Demonstrations- Aufrufs „Waffenstillstand, Truppenabzug und zivile Hilfe“, schließen wir uns an.
Aus unserer Sicht genügt es aber nicht, an allseits Bekanntes zu erinnern, dass nämlich Soldaten „keine Entwicklungshelfer in Uniform“ sind, dass die „Bundeswehr tötet“, dass die Afghanen sich „nicht befreit, sondern besetzt“ fühlen. Spätestens nach der Feststellung: „Das nährt den bewaffneten Widerstand“ erwidern wir:
Als Friedensbewegung müssen wir sagen, was Sache ist!
Den vollständigen Wortlaut weiterlesen:
aufruf_afghanistan
Kein Soldat mehr!
Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus Afghanistan!
Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind keine Entwicklungshelfer in Uniform. Die Bundeswehr tötet am Hindukusch. Nach dem Bombenabwurf in Kunduz wissen das alle.
Heute sind über 100.000 ausländische Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan. Die Menschen in Afghanistan fühlen sich dadurch nicht befreit, sondern besetzt. Das nährt den bewaffneten Widerstand.
Jetzt sollen noch 40.000 weitere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan Krieg führen. Davon wahrscheinlich 2.000 aus Deutschland Die Bundesregierung will im Bundestag beantragen: Truppenaufstockung für Afghanistan.
Mit der Mehrheit der Bevölkerung sagen wir dazu Nein. Wir fordern die Bundestagsabgeordneten auf:
Stimmen Sie mit Nein! Schicken Sie keine weiteren Truppen, sondern ziehen Sie diese ab! Nur dann hat der Frieden eine Chance, können die humanitären Hilfsorganisationen ungefährdet arbeiten.
Wir rufen auf: Protestiert am 20. Februar gemeinsam gegen den Krieg. Macht den Abgeordneten klar:
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Ein Essay über manipulative Meinungsmacher in Deutschland
von Thomas Buchholz
Sie vertreten die Interessen einer Minderheit und wollen die Mehrheit der Deutschen von ihren radikalen Ideen überzeugen. Die meisten Menschen wissen weder von ihrer Existenz noch von ihrer manipulativen Arbeitsweise. Wie Kraken haben sie in alle möglichen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereiche ihre Fangarme ausgestreckt. Wovon ist hier die Rede? Geht es um esoterische Geheimbünde oder ist gar die heilige Inquisition zurückgekehrt? Nein, viel profaner! Der neue Star unter den Heilsbotschaften mit Absolutheitsanspruch heißt Reform nach Gusto der Wirtschaftseliten.
Heute leben weit über eine Million Kinder in Deutschland an der Armutsgrenze. Die reichsten 20% der Deutschen besitzen derweil 80% des Gesamtvermögens, Tendenz steigend.1 Gleichzeitig werden Sozialleistungen abgebaut und großzügige Entlastungen für Arbeitgeber beschlossen, während die Lohnnebenkosten noch stärker auf die Arbeitnehmer abgewälzt werden sollen. Oft entsteht der Eindruck, als ob die Forderung nach neoliberalen Reformen und der Ökonomisierung aller Gesellschaftsbereiche in erster Linie von unabhängigen Wissenschaftlern stammen würde, aber entspricht dieser Eindruck der Realität?
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Erschienen ist das Essay in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift MIZ 04/09
ein politisches Magazin für Konfessionslose und AtheistInnen
Berlin-gegen-Krieg
ist eine Initiative von Unterzeichnern der internationalen Petition
Krieg-ist-illegal.de, in der über 3000 Menschen, unter anderem zahlreiche
Persönlichkeiten, Politiker, Friedens-, Umwelt- und Bürgerrechtsorganisationen
ein sofortiges Ende der Kriegseinsätze fordern.
Der 11. September 2001, als Grund für den “Krieg gegen Terror” in Afghanistan, Folter
und Überwachung wirft ebenso wie die Kriegsbegründungen gegen den Irak Fragen auf,
die wie weltweit gefordert, Gegenstand unabhängiger Untersuchungen sein müssen.
Unter dem Titel:
“Gewissens- und Glaubensfreiheit im heutigen Russland” veröffentlichte die Zeitschrift MIZ, seit über 30 Jahren das politische Magazin für Konfessionslose und AtheistInnen, FreidenkerInnen, HumanistInnen und SkeptikerInnen sowie Ungläubige aller Art,
einen Artikel von Michail Bogoslowski.
Dieser lesenswerte und interessante Artikel beschäftigt sich mit der Rolle und Funktion der russisch-orthodoxen Kirche (ROK) im heutigen Russland.
Seit 27 Jahren bereits sitzt der afro-amerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal als politischer Gefangener im Todestrakt von Pennsylvania (USA).
In einem von Rassismus und politischer Repression gekennzeichneten Prozess wurde der völlig chancenlose ehemalige Black Panther Pressesprecher zum Tode verurteilt. Die lebensfeindlichen Haftbedingungen im Todestrakt haben Mumia jedoch weder gebrochen noch zum Schweigen gebracht.
Mumia kämpft in all den Jahren nicht nur für seine Freiheit, sondern setzt sich unermüdlich ein - für die zum Tode verurteilten Menschen in den Todestrakten der Welt. Als “Voice of The Voiceless” (Stimme der Unterdrückten), wie er schon vorher wegen seiner Arbeit als Radiojournalist genannt wurde, gibt er Gefangenen und allen, die keine Zugang zu medialer Darstellung haben, eine Stimme und ein Gesicht.
Schon zweimal haben weltweite Proteste die angeordnete Hinrichtung verhindern können (1995 und 1999) – nur eine breite internationale Protest- und Solidaritätsbewegung wird es auch diesmal fertig bringen können, dass der geplante staatliche Mord nicht durchgeführt werden kann.
Solidaritätsschreiben an Mumia Abu-Jamal bitte an:
Mumia Abu-Jamal
AM 8335
SCI Greene Prison
175 Progress Drive
Waynesburg, PA 15370
USA
Dieses Kreuz wurde in diesen Tagen durch die Bundeskanzlerin Angelika Merkel an deutsche Afghanistan – Krieger verliehen.
Dieses sog. Ehrenkreuz ist ein weiteres Beispiel dafür, dass der Krieg wieder Mittel deutscher Politik geworden ist.
Die Kanzlerin und ihr Bundesverteidigungsminister Dr. Franz Jung loben gebetsmühlenartig den humanitären Charakter des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan.
Daniela Dahn: „Von Verlierern nicht lernen heißt, verlieren lernen“
Am 29. Juni war die Inselgalerie in der Torstraße 207
bis auf den letzten Platz, einschließlich Reservestühle, besetzt.
Daniela Dahn stellte Ihr neues Buch vor: „Wehe dem Sieger ! – Ohne Osten kein Westen“, erschienen in diesem Jahr im Rowohlt Verlag.
Es war ihre 30. Lesung. Lesungen sind zur Zeit die wichtigste Form, dieses bemerkenswerte Buch den Menschen nahe zu bringen. In keinem Feuilleton der bürgerlichen Medien wurde es bisher vorgestellt, ja noch nicht einmal verrissen.
Offensichtlich wollen die Herren Redakteure die überzeugenden Argumente Daniela Dahns gegen die von der Politik vorgegebenen Geschichtsmythen zur deutschen Einheit und zur Geschichte der DDR der bundesdeutschen Öffentlichkeit vorenthalten. Und das, obwohl sich die Autorin auch kritisch mit der Gesellschaft in der DDR auseinandersetzt, klar die Grundübel benennt, die zu ihrem Untergang geführt haben.