Landesverband Berlin im
Deutschen Freidenker-Verband e.V.

„Lateinamerika im Lichte der Donroe-Doktrin unter spezieller Beachtung von Venezuela und Kuba“.

Gerhard Mertschnek

Wir freuen uns au die Klänge des Trío Palmera, die Gruppe wird wieder bei uns auftreten als feierlicher Auftakt für unser monatliches Treffen im Kieztreff Wedding (Stralsunder Str. 6, U 8 Voltastr./Bernauer Str.) am

Dienstag, 14. Juli um 18 Uhr mit Gerhard Mertschenk:

„Lateinamerika im Lichte der Donroe-Doktrin unter spezieller Beachtung von Venezuela und Kuba“.

Mittlerweile sind die letzten Ölreserven aufgebraucht, selbst jene des russischen Tankschiffs „Anatoly Kolodkin“, welches trotz verschärfter US-Blockade die kubanische Küste erreicht hatte. Zuletzt haben wir eine Verleumdungskampagne gegen Raúl Castro erlebt, während CIA-Direktor John Ratcliffe nach Havanna reiste (wo er mit dem Innenminister sowie hohen Führungskräften aus dem Sicherheitsapparat zusammentraf), um den Druck auf die souveräne, sozialistische Nation ins Unermessliche zu steigern. Schließlich kristallisierte sich heraus, dass die USA den ehemaligen Staatspräsidenten Raúl Castro mittels fadenscheiniger Vorwände anklagen, u.a. wegen angeblicher Verwicklung in Drogengeschäfte (ein fabriziertes Argument, das bereits zur Entführung Maduros bemüht wurde). Die revolutionäre Regierung in Havanna ging im Gegenzug dazu über, den Kubanern Evakuierungs- und Mobilisierungspläne für den Widerstand des Volks gegen die möglicherweise bevorstehende Militärinvasion zu verteilen. Die Behörden rufen entsprechend zur kollektiven Verteidigung der nationalen Souveränität auf. Aus diesem am 3. Januar gegen Caracas gestarteten und nun gegen den Tropensozialismus ausgeweiteten Recht des Stärkeren ist zu schließen, dass gut einhundert Jahre Völkerrecht erneut – wie zuletzt 1938 mit der Zerschlagung der Tschechoslowakei – vor dem Aus stehen.

In Folge der Idee von Léon Bourgeois entstand parallel zum ersten kalten Krieg 1920 der Völkerbund, dessen Strukturen wiederum nach dem Zweiten Weltkrieg in die UNO mündeten. Ein wesentlicher Vordenker war wiederum lange zuvor Christian Wolff aus Breslau, der einst aus Preußen vertrieben wurde, weil er das Ende der Missionierung in China gefordert hatte – schließlich hatte er als Professor an der Universität Wittenberg wissenschaftlich dargetan, dass die konfuzianische und die westliche Kultur auf gleichem zivilisatorischem Entwicklungsniveau angekommen waren. Diese Wurzeln der Vereinten Nationen aus dem frühen 18. Jahrhundert gilt es heute mehr denn je in Erinnerung zu rufen, denn die SCO wird hoffentlich ein Projekt für eine gänzlich neue Völkerrechtsunion mit Hauptsitz in Asien präsentieren, die auf diesen deutsch-französischen Wurzeln aus dem 18. und frühen 20. Jahrhundert aufbauen könnte.

Die imperialistische Führungsmacht fällt seit Januar dieses Jahres vom Neo- in den traditionellen Kolonialismus zurück; eine Regression, welche im NATO-Raum mit der vom Kapitalmedienkomplex forcierten kollektiven Kriegspsychose zusammenfällt.

Herzliche Grüße

Euer Landesvorstand Berlin

Ein Vortrag von Gerhard Mertschenk von 2024 auf rumble von „antikriegtv“:
>>https://odysee.com/@anti-kriegTV:a/rede-gerhard-mertschenk-%28gefis%29:d<<

Gerhard Mertschenk Vortrag 2024

 

Dieser Beitrag wurde am Montag, 13. Juli 2026 um 13:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, DFV Berlin, Multipolare Welt, Termine & Veranstaltungen abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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