{"id":144,"date":"2009-06-10T18:40:38","date_gmt":"2009-06-10T16:40:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?page_id=144"},"modified":"2009-06-10T18:40:38","modified_gmt":"2009-06-10T16:40:38","slug":"daumig-ernst-friedrich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?page_id=144","title":{"rendered":"D\u00e4umig, Ernst Friedrich"},"content":{"rendered":"<p><strong>D\u00e4umig, Ernst Friedrich <\/strong><\/p>\n<p>(geb. 25.11.1866 Merseburg; gest. 04.07.1922 Berlin)<\/p>\n<p>Der Freireligi\u00f6se, Journalist und sozialistische Politiker <strong>ERNST D\u00c4UMIG <\/strong>wurde in der Familie eines K\u00fcsters geboren. Es ist daher anzunehmen, dass er im Elternhaus eine kleinb\u00fcrgerlich-religi\u00f6se Erziehung erhielt. Seine Kindheit und Jugend verlebte er gr\u00f6\u00dftenteils in Halle. Hier besuchte er die B\u00fcrgerschule und das Gymnasium der Franckeschen Stiftungen; begann danach ein Studium der Theologie, das er aber abbrach.<\/p>\n<p>1887 tat er einen sehr ungew\u00f6hnlichen Schritt: Er ging f\u00fcr mehr als f\u00fcnf Jahre in die franz\u00f6sische Fremdenlegion und tat Dienst in Nordafrika und Indochina. Da E. D. nach seiner R\u00fcckkehr nach Deutschland keine Arbeit fand, trat er als Offizier von 1893 bis 1898 in die kaiserliche Armee ein und war zuletzt bei einer Artillerieeinheit in der N\u00e4he des lothringischen Metz &#8211; 1871 bis 1918 Teil des Deutschen Reiches &#8211; stationiert.<\/p>\n<p>Die r\u00fccksichtslose imperialistische Kolonialpolitik und die Erziehung der Soldaten in der deutschen Armee zu Kadavergehorsam und Menschenverachtung lie\u00dfen E. D. nach und nach zu einem entschiedenen Gegner von Militarismus, Kolonialpolitik und Krieg werden. Um 1897\/98, inmitten der Auseinandersetzung der Sozialdemokratie mit den Revisionisten, vor allem mit E<strong>DUARD BERNSTEIN (1850-1932),<\/strong> kam er in Kontakt mit <strong>KARL KAUTSKY (1854-1938), <\/strong>damals noch konsequenter Marxist und Chefredakteur des theoretischen Organs der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).<\/p>\n<p>Er las erste Schriften von <strong>KARL MARX, FRIEDRICH ENGELS, AUGUST BEBEL, WILHELM LIEBKNECHT<\/strong> u. a., trat der Partei und wahrscheinlich auch bald den <strong>Freireligi\u00f6sen<\/strong> bei, schrieb selbst verschiedene Artikel.<\/p>\n<p>Ab 1900 setzte er sich vor allem in der <strong>&#8222;Neuen Zeit&#8220;<\/strong> mit der Fremdenlegion und der Kolonialpolitik der Gro\u00dfm\u00e4chte auseinander.<br \/>\n1901 begann E. D. seine Arbeit als Redakteur sozialdemokratischer Bezirkszeitungen. Er war zun\u00e4chst f\u00fcr einige Monate an der <strong>&#8222;Reu\u00dfischen Trib\u00fcne&#8220; <\/strong>in Gera, noch im gleichen Jahr bis 1908 am &#8222;Volksblatt&#8220; Halle und 1909 bis 1911 an der&#8220; Trib\u00fcne&#8220; in Erfurt t\u00e4tig. In den beiden letzten Orten war er zugleich Vorsitzender des jeweiligen Bildungsausschusses der Partei.<br \/>\nWie viele freigeistige Aktivisten bet\u00e4tigte sich E.D. auch als Dichter. 1901 erschien von ihm das Schauspiel &#8222;Maifeier&#8220;. Von Anbeginn zum linken Parteifl\u00fcgel geh\u00f6rend, publizierte er 1904 im Verlag der Hallenser Volksbuchhandlung die Schrift &#8222;Moderne Landsknechte&#8220;. In ihr stellte er nochmals aus eigenem Erleben vor allem die Leiden der Fremdenlegion\u00e4re dar und gei\u00dfelte die kolonialen Praktiken. Er kam zu dem Ergebnis, dass kaum Unterschiede best\u00fcnden zwischen deutschem, franz\u00f6sischem, englischem und sonstigem Kolonialismus, \u00fcberall stehe er unter &#8222;dem Zeichen des S\u00e4bels und der Flinte&#8220;.<\/p>\n<p>Speziell an die Jugend gewandt f\u00fchrte er aus: &#8222;Verkaufe deine Haut nicht an ein fremdes Land, gib dich aber auch in der Heimat nicht dazu her, der Verfechter einer kulturfeindlichen, nur selbsts\u00fcchtigen Interessen dienenden Kolonialpolitik zu werden! Stelle vielmehr Deine Kr\u00e4fte in den Dienst jener gro\u00dfen Kulturbewegung, die aller Ausbeutung, aller Unterdr\u00fcckung und aller Vergewaltigung ein Ende machen will.&#8220;<\/p>\n<p>1911 berief die Parteif\u00fchrung E.D. nach Berlin und am 1. Mai begann er seine Arbeit beim <strong>&#8222;Vorw\u00e4rts&#8220; <\/strong>&#8211; Auflage etwa 150.000 Exemplare. Er war als einer der drei politischen Redakteure in erster Linie f\u00fcr Milit\u00e4r- und Bildungsfragen zust\u00e4ndig. Von 1912 bis 1918 agierte er zugleich als Vorsitzender des Gro\u00dfberliner sozialdemokratischen Bildungsausschusses.<\/p>\n<p>Als Lehrer an der Arbeiterbildungsschule bem\u00fchte er sich, den H\u00f6rern Grundgedanken der marxistischen Theorie, besonders die Lehre vom Klassenkampf, nahe zu bringen. In Konsequenz seiner Haltung zum Imperialismus stand E. D. nach Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 oppositionell zur &#8222;Burgfriedenspolitik&#8220; der SPD-F\u00fchrung. Er geh\u00f6rte zu den neun Redakteuren des &#8222;Vorw\u00e4rts&#8220;, die sich noch am 4. August in einer Erkl\u00e4rung gegen die Bewilligung der Kriegskredite durch die sozialdemokratische Reichstagsfraktion wandten.<\/p>\n<p>1915 unterschrieb er das von <strong>KARL LIEBKNECHT <\/strong>initiierte &#8222;Offene Protestschreiben oppositioneller sozialdemokratischer Funktion\u00e4re&#8220;, in dem scharfe Kritik an der Parteif\u00fchrung ge\u00fcbt wurde. Nach dem Ausscheiden der Burgfriedenspolitiker aus der Leitung der Berliner Parteiorganisation w\u00e4hlte die Generalversammlung E.D. im Juni 1916 in den von <strong>ADOLPH HOFFMANN (1858-1930) <\/strong>geleiteten Vorstand (Aktionsausschuss) des Verbandes sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und Umgegend. Als sich die rechten Kr\u00e4fte der Partei des &#8222;Vorw\u00e4rts&#8220; bem\u00e4chtigten, schied D\u00c4UMIG notgedrungen aus der Redaktion aus. Er wurde verantwortlicher Redakteur vom &#8222;Mitteilungsblatt des Verbandes sozialdemokratischer Wahlvereine&#8220;, das legal im Hoffmann-Verlag erschien, und gestaltete es zum &#8222;Zentralorgan&#8220; der Opposition um.<\/p>\n<p>Als die Parteif\u00fchrung um <strong>FRIEDRICH EBERT (1871-1925) <\/strong>im Januar 1917 die gesamte Parteiopposition ausgeschlossen hatte, kam es zur Gr\u00fcndung der Unabh\u00e4ngigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD). ERNST D\u00c4UMIG nahm am Gr\u00fcndungsparteitag in Gotha teil und baute danach das &#8222;Mitteilungsblatt&#8220; zum Berliner USPD-Organ aus.<\/p>\n<p>Etwa in dieser Zeit stellte E. D. als aktives Mitglied der <strong>Berliner Freireligi\u00f6sen Gemeinde<\/strong>, als ihr theoretischer Kopf, verst\u00e4rkt religionstheoretische und -historische Forschungen an; und er ver\u00f6ffentlichte die von mehreren Autoren verfasste Schrift &#8222;Wanderungen durch die Kirchengeschichte&#8220;. Diese ist in mehrere Kapitel gegliedert, u. a. &#8222;Voraussetzungen und Ursprung des Christentums&#8220;; &#8222;Wie der Klerus entstand&#8220;; &#8222;Ketzerbewegungen&#8220;; &#8222;Der Papstkirche Macht und Verfall&#8220;. Von E. D. selbst verfasst waren &#8222;Voraussetzung und Ursprung des Christentums&#8220; und &#8222;Entstehung des Christentums&#8220;. 1918 erregte der &#8222;Freie Volkskatechismus&#8220; gro\u00dfe Aufmerksamkeit. In dieser Schrift wandte sich E. D. wieder an die Jugend, aber auch an die Elterngeneration.<\/p>\n<p>In Frage- und Antwortform behandelte er Probleme, mit denen sich die Heranwachsenden seiner Meinung nach besch\u00e4ftigen sollten, auf die sie aber keine oder nur ungen\u00fcgende Antworten erhielten. Es waren solche wie: Was bedeuten Menschsein, Glauben und Wissen, Treue, Leben und Sterben sowie Krieg und Frieden? Er forderte von seinen Lesern, alles zu f\u00f6rdern, &#8222;was sie freier, gl\u00fccklicher und edler machen k\u00f6nne&#8220;, ja, sich mit der &#8222;ganzen Pers\u00f6nlichkeit f\u00fcr ihr Ideal einzusetzen&#8220;. Jeder Freireligi\u00f6se und Sozialist m\u00fcsse Vorbild sein &#8222;bei der Schaffung einer Gesellschaft, in der jeder Arbeiter und jede Arbeiterin mitregieren sollte, die ihn zu einem Revolution\u00e4r werden lie\u00dfen, der unbeirrt f\u00fcr eine R\u00e4temacht&#8220; ficht.<\/p>\n<p>Ein Vorbild schienen ihm dabei die russischen Revolutionen von 1905 und 1917. Die mit der Oktoberrevolution errichtete Macht hielt er der b\u00fcrgerlichen Demokratie weit \u00fcberlegen, denn letztere stelle nichts anderes dar als eine verdeckte Diktatur der Bourgeoisie und des Junkertums.<br \/>\nIm Mai 1918 wurde E. D. als Sekret\u00e4r in die zentrale Leitung der USPD berufen, nahm Kontakt zu den revolution\u00e4ren Obleuten der Berliner Gro\u00dfbetriebe auf und wurde einer ihrer ma\u00dfgeblichen F\u00fchrer.<\/p>\n<p>Aktiv beteiligte er sich an der Vorbereitung der <strong>Novemberrevolution<\/strong> und trat f\u00fcr die Bewaffnung der Betriebsarbeiter ein. Am 10. November wurde E.D. Mitglied des Vollzugsrates der Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te Berlins, wandte sich entschieden gegen eine Zusammenarbeit von USPD- Vertretern mit rechten F\u00fchrern der SPD im Rat der Volksbeauftragten und Landesregierungen, trat ein f\u00fcr die Schaffung einer <strong>Roten Garde<\/strong> zur Verteidigung der Revolution.<\/p>\n<p>Als Koreferent zum Tagesordnungspunkt <strong>&#8222;Nationalversammlung oder R\u00e4tesystem&#8220;<\/strong> auf dem Reichsr\u00e4tekongress im Dezember rang er entsprechend seiner schon fr\u00fcher gefassten Meinung f\u00fcr letzteres, denn mit einer Nationalversammlung w\u00e4re kein neues, sozialistisches Deutschland aufzubauen. Es ging ihm also um die Weiterf\u00fchrung der Revolution.<\/p>\n<p>Als Vertreter der Obleute verhandelte E. D. mit <strong>KARL LIEBKNECHT (1871-1919),<\/strong> mit dem er auch im Komitee Konfessionslos zusammenwirkte, \u00fcber deren Beitritt zur Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Auf Grund von Meinungsverschiedenheiten kam dieser jedoch nicht zustande.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Januark\u00e4mpfe 1919 in Berlin blieb E.D. an der Seite der revolution\u00e4ren Arbeiter, wandte sich aber v\u00f6llig richtig gegen den von der Mehrheit der Obleute und einigen KPD-F\u00fchrern gefassten Beschluss, zum Sturz der Ebert-Scheidemann-Regierung aufzurufen. Daf\u00fcr bestanden keinerlei Voraussetzungen.<\/p>\n<p>1919\/1920 war E.D. Schriftleiter der von <strong>MAX SIEVERS (1887-1944)<\/strong> redigierten Wochenschrift &#8222;Arbeiter-Rat&#8220;. Als solcher forderte er immer wieder zum Kampf f\u00fcr die R\u00e4tedemokratie auf, trat mit anderen linken USPD-Funktion\u00e4ren und vielen Mitgliedern nach Gr\u00fcndung der Kommunistischen Internationale im M\u00e4rz 1919 f\u00fcr den sofortigen Anschluss der USPD an dieselbe ein. Im August wurde er Mitglied der Zentrale der Betriebsr\u00e4te Berlins. Auf dem Leipziger Parteitag im November\/Dezember wurde er als Linker neben <strong>ARTUR CRISPIEN (1875-1946) <\/strong>zum gleichberechtigten Parteivorsitzenden gew\u00e4hlt.\t. .<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des <strong>Kapp-Putsches<\/strong> im M\u00e4rz 1920 geh\u00f6rte E.D. der zentralen Streikleitung an, rief zum Sturz der Putschisten auf, lehnte aber den Eintritt in eine von <strong>CARL LEGIEN (1861-1920)<\/strong> ins Visier genommene Gewerkschaftsregierung ab. Wenn dieselbe nicht zur Errichtung der Diktatur des Proletariats f\u00fchre, drohte er gar mit dem Austritt aus der Partei und trug so mit seinem Radikalismus neben den rechten SPD-F\u00fchrern mit dazu bei, dass sie letztlich nicht zustande kam.<br \/>\nIm Juni 1920 wurde E.D. im Wahlkreis Potsdam 11 als Abgeordneter in den Reichstag gew\u00e4hlt. Dort sprach er vor allem in den Debatten zur Innen- und Au\u00dfenpolitik.<\/p>\n<p>Im Juli und August nahm er als Mitglied einer USPD-Delegation mit beratender Stimme am 11. <strong>Weltkongress der Komintern<\/strong> in Petrograd und Moskau teil, pl\u00e4dierte dort f\u00fcr die Annahme der 21 Bedingungen zur Aufnahme in die Internationale. Er gab gemeinsam mit <strong>CURT GEYER (1881-1967)<\/strong> und <strong>WALTER STOECKER (1891-1939)<\/strong> die im Hoffmann-Verlag publizierte &#8222;Kommunistische Rundschau&#8220; heraus. Auf dem \u201eUSPD-Spaltungsparteitag&#8220; im Oktober in Halle wurde er neben <strong>ADOLPH HOFFMANN<\/strong> als Vorsitzender der USPD (Linke) gew\u00e4hlt. Der Vereinigungsparteitag mit der KPD im Dezember w\u00e4hlte ihn, nachdem er zum Aktionsprogramm gesprochen hatte, gemeinsam mit <strong>PAUL LEVI (1883-1930)<\/strong> zum Vorsitzenden der VKPD.<\/p>\n<p>Von Anbeginn rang E.D. in der Partei um die richtige Strategie und Taktik, war energischer Verfechter einer Hinwendung zu den anderen Arbeiterparteien und -organisationen, wie sie mit dem &#8222;Offenen Brief&#8216; vom Januar 1921 eingeleitet wurde.<\/p>\n<p>Als es Ende Februar im Zentralausschuss, dem h\u00f6chsten Gremium zwischen den Parteitagen, zu einer Debatte \u00fcber die Politik der F\u00fchrungen der Komintern und der VKPD kam und die Mehrheit denselben das Vertrauen aussprach, legte E. D. mit vier weiteren Mitgliedern der Zentrale <strong>(OTTO BRASS [1875-1950], ADOLPH HOFFMANN, PAUL LEVI, CLARA ZETKIN [1857-1933])<\/strong> seine Funktion nieder. Da er LEVIS Kritik an der M\u00e4rzaktion, wie sie von den &#8222;Offensivtheoretikern&#8220; gutgehei\u00dfen wurde, unterst\u00fctzte, sprach ihm der Zentralausschuss eine Missbilligung aus, wollte ihn aber in der Partei halten. Am 26. September jedoch erkl\u00e4rte er gemeinsam mit ADOLPH HOFFMANN auf einer Sitzung der kommunistischen Reichstagsfraktion seinen Austritt aus Fraktion und KPD. Mit PAUL LEVI, AOOLPH HOFFMANN und anderen ausgetretenen und ausgeschlossenen KPD-Mitgliedern gr\u00fcndete er die <strong>Kommunistische Arbeitsgemeinschaft (KAG)<\/strong>, die sich, da sie keinen gro\u00dfen Einfluss bekam, im Februar 1922 der rechten Rest-USPD anschloss.<\/p>\n<p>Am 13. Juni 1922 erlitt E. D. in einer Reichstagssitzung einen Schlaganfall, an dessen Folgen er verstarb. An der Trauerfeier im Weddinger Krematorium in der Gerichtsstra\u00dfe nahmen viele ehemalige Kampfgef\u00e4hrten vor allem aus USPD und KPD teil. Die Urne wurde auf dem Friedhof der Freireligi\u00f6sen Gemeinde in der Pappelallee &#8211; heute Parkfriedhof des Stadtbezirkes Pankow von Berlin &#8211; beigesetzt.<\/p>\n<p><em><strong>Werke:<\/strong><\/em><br \/>\nMaifeier: soz. Drama in 3 Aufz. &#8211; Berlin : Vorw\u00e4rts, 1901. &#8211; 31 S. (Sozialistische Theaterst\u00fccke [7]).<br \/>\nModerne Landsknechte; Erz\u00e4hlungen aus d. Kolonial-Soldatenleben. &#8211; Halle\/Saale : Volksbuchhandlung, 1904. &#8211; 121 S.<br \/>\nDer Balkankrieg. &#8211; Berlin : Zentralbildungsausschuss, 1913. &#8211; 10 ges. BI. (Entw\u00fcrfe zu Vortr\u00e4gen in Lichtbildern)<br \/>\nKriegf\u00fchrung; Heer; Flotte: Milit\u00e4rische Fachausdr\u00fccke gemeinverst\u00e4ndl. erl. &#8211; Berlin : Buchh. Vorw\u00e4rts, 1914. &#8211; 16 S.<br \/>\nWanderungen durch die Kirchengeschichte: e. Vortragsfolge gehalten in d. freireligi\u00f6sen Gemeinde. &#8211; Berlin : A. Hoffmann, 1917. &#8211; 128 S.<br \/>\nDass.: 2. Aufl., Berlin: A. Hoffmann, 1926. &#8211; 162 S.<br \/>\nFreier Volks-Katechismus: E. Wegweiser zur echten N\u00e4chstenliebe und freien Menschenw\u00fcrde. &#8211; Berlin : A. Hoffmann, 1918. &#8211; 32 S.<br \/>\nDer erste Akt der deutschen Revolution!: Vortrag d. Genossen D\u00e4umig gehalten in der Arbeiterratsversammlung der U.S.P.D. &#8211; Arbeiterr\u00e4te am 27. Dez. 1918. &#8211; Berlin : P. Neumann, 1918. &#8211; 6 S.<br \/>\nHie Gewerkschaft! &#8211; Hie Betriebsorganisation!: Zwei Reden zum heutigen Streit um die Gewerkschaften von E. D\u00e4umig u. Richard M\u00fcller. &#8211; Berlin : Weckruf-Verl., 1919. &#8211; 32 S. &#8211; 20. &#8211; 40. Tsd.: ebenda, 1920,32 S.<br \/>\nDas R\u00e4tesystem: Reden auf dem Parteitage der u.S.P.D. am 4. und 5. M\u00e4rz 1919. &#8211; 1. &#8211; 50. Tsd. &#8211; Berlin : Verl. &#8222;Der Arbeiterrat&#8220;, 1919. &#8211; 37 S.<br \/>\nDer Aufbau Deutschlands und das R\u00e4tesystem. &#8211; Koreferat und Schlusswort auf dem 2. R\u00e4tekongr. in Berlin 8. &#8211; 14. Apr. 1919. &#8211; Berlin : Arbeiter-Rat, 1919. &#8211; 37 S.<br \/>\nF\u00fcr die Dritte Internationale\/Mit e. Vorwort v. Ernst D\u00e4umig. &#8211; Berlin : Verl. &#8222;Der Arbeiterrat&#8220;, 1920. &#8211; 77 S.<br \/>\nKommunistische Rundschau \/ Hrsg. v. Ernst D\u00e4umig ; Curl Geyer ; Waltet Stoecker. &#8211; Berlin : A. Hoffmann, 1920, 1. Jg. Nr. 1-6 (Mehr nicht erschienen).<br \/>\nDass.: Reprint. &#8211; Vaduz : Topos-Ver!., 1982.<br \/>\nDer Arbeiter-Rat: Organ der Arbeiterr\u00e4te Deutschlands. Schriftleitung: E. D\u00e4umig. &#8211; Berlin: 1. Jg. (1919)1 &#8211; 43.<br \/>\nDass.: Organ der Arbeiter- und Betriebsr\u00e4te Deutschlands. Schriftleitung: E.<br \/>\nD\u00e4umig. &#8211; Berlin: 2. Jg. (1920)1 &#8211; 52.<\/p>\n<p>Literatur (Auswahl):<br \/>\nGeschichte der deutschen Arbeiterbewegung: Biographisches Lexikon. &#8211; Ber<br \/>\n1in : Dietz, 1970.<br \/>\nSAUTER, UDO: Biographisches Lexikon zur deutschen Geschichte. &#8211; M\u00fcnchen<br \/>\n: C. H. Beck, 2002.<br \/>\nWEBER, HERMANN ; HERBST, ANDREAS: Deutsche Kommunisten: Biogr. Hand<br \/>\nbuch 1918 bis 1945. &#8211; Berlin: Kar1 Dietz, 2004.\t.<br \/>\nNAUMANN, HORST: Ernst D\u00e4umig &#8211; ein freireligi\u00f6ser Revolution\u00e4r. &#8211; In:<br \/>\n&#8222;Kein Jenseits ist kein Aufersteh&#8217;n&#8220;: Freireligi\u00f6se in der Berliner Kulturge<br \/>\nschichte. Beg1eitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Prenz1auer-Berg<br \/>\nMuseum Berlin. &#8211; Berlin, 1998. &#8211; S. 190 &#8211; 199. &#8211; Als Mskr. gedr.<br \/>\nDeutsche Biographische Enzyklop\u00e4die (DBE) \/ Hrsg. R. Vierhaus. &#8211; 2. \u00fcber<br \/>\narb. u. erw. Aufl. Bd. 2. &#8211; M\u00fcnchen: K. G SaUf, 1998. www.wikipedia.org.\/wiki\/Ernst-D\u00e4umig<\/p>\n<p><strong>GERNOT BANDUR<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D\u00e4umig, Ernst Friedrich (geb. 25.11.1866 Merseburg; gest. 04.07.1922 Berlin) Der Freireligi\u00f6se, Journalist und sozialistische Politiker ERNST D\u00c4UMIG wurde in der Familie eines K\u00fcsters geboren. Es ist daher anzunehmen, dass er im Elternhaus eine kleinb\u00fcrgerlich-religi\u00f6se Erziehung erhielt. Seine Kindheit und Jugend verlebte er gr\u00f6\u00dftenteils in Halle. 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