{"id":149,"date":"2009-06-10T18:46:15","date_gmt":"2009-06-10T16:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?page_id=149"},"modified":"2011-02-01T12:26:13","modified_gmt":"2011-02-01T10:26:13","slug":"balabanoff-angelica","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?page_id=149","title":{"rendered":"Balabanoff, Angelica"},"content":{"rendered":"<p><strong>Balabanoff, Angelica <\/strong><\/p>\n<p>(eigentlich Anzelika Isaakovna Balabanova), geb. 07.06.1875 Cernigov <strong>(1)<\/strong>, gest. 25.11.1965 Rom.<br \/>\nDie Journalistin und Politikerin Angelica Balabanoff wurde am 7. Juni 1875 in einer wohlhabenden j\u00fcdischen Kaufmannsfamilie geboren. Sie wuchs auf in der ehemaligen russischen, damals rund 15 000 Einwohner z\u00e4hlenden Gouvernementshauptstadt Cernigov (heute Teil der Ukraine), in der es erst wenig Industrie und Handel gab.<\/p>\n<p>Eine organisierte Arbeiterbewegung gab es erst nach 1900. A.B. war die J\u00fcngste von zahlreichen Kindern (die meisten sind allerdings schon fr\u00fch verstorben). Fr\u00fch verlor sie auch ihren Vater, sodass ihre Erziehung vor allem der Mutter oblag. Nach mehrj\u00e4hrigem Besuch der Gymnasien in Cernigov und Charkov hatte sie dann noch Privatunterricht, erlernte mehrere Sprachen. Schlie\u00dflich beherrschte sie Deutsch, Englisch, Franz\u00f6sisch, Italienisch, Russisch und Ukrainisch in Wort und Schrift. Bald wurde sie selbst Lehrerin, unterrichtete junge M\u00e4dchen, die sich auf ein Studium im Ausland vorbereiteten.<\/p>\n<p>Immer mehr kam A.B. mit den im zaristischen Russland herrschenden Zust\u00e4nden in Konflikte, fragte sich, &#8222;warum sind einige Menschen geboren, um zu befehlen und andere [um] zu gehorchen&#8220; <strong>(2)<\/strong>. Nachdem sie sich auch noch mit ihrer Mutter, die sie &#8222;standesgem\u00e4\u00df&#8220; verheiraten wollte, \u00fcberworfen hatte, verlie\u00df sie 1897 &#8211; unter Verzicht auf ihren Erbanteil &#8211; die Heimat, ging ins Ausland, zun\u00e4chst nach Br\u00fcssel. An der Neuen Universit\u00e4t in Br\u00fcssel studierte sie Sprachwissenschaft und Philosophie, wurde zum Dr. phil. promoviert. In Belgien lernte sie erstmals auch sozialistische Ideen kennen, hatte engen Kontakt zu dem Parteif\u00fchrer <strong>Emil\u00e9 Vandervelde (1866 &#8211; 1938). <\/strong><\/p>\n<p>Um ihr Wissen weiter zu vervollst\u00e4ndigen, \u00fcbersiedelte sie nach Deutschland, besuchte als Gasth\u00f6rerin Vorlesungen und Seminare der Philosophie und Politischen \u00d6konomie an der Leipziger und Berliner Universit\u00e4t (Wintersemester 1900\/01). In Deutschland organisierte sich A.B. erstmals politisch, wurde Mitglied des Bundes russischer Sozialdemokraten, lernte <strong>August Bebel (1840 &#8211; 1913), Rosa Luxemburg (1871 &#8211; 1919), Clara Zetkin (1857 &#8211; 1933) und Karl Liebknecht (1871 &#8211; 1919) <\/strong>pers\u00f6nlich kennen, blieb mit ihnen immer in Kontakt und arbeitete auf unterschiedlichsten Ebenen in all den n\u00e4chsten Jahren eng zusammen.<\/p>\n<p>Etwa 1901 ging A.B. erstmals nach Italien, in das Land, wo sich ihre Eltern fr\u00fcher aufgehalten hatten.Sie selbst bezeichnete Italien sp\u00e4ter einmal als ihre &#8222;zweite Heimat&#8220; <strong>(3)<\/strong>, entdeckte eine Wesensverwandtschaft zwischen Russen und Italienern, lobte deren &#8222;Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, ihre Leidenschaft, Impulsivit\u00e4t, romantische Hingabe&#8220; <strong>(4).<\/strong> Dies f\u00fchrte wohl sogar oft zu Missverst\u00e4ndnissen \u00fcber ihr Geburtsland (auch ich bin dem aufgesessen, machte sie in einem Artikel \u00fcber Max Sievers zur Italienerin <strong>(5).<\/strong> In Rom besuchte A.B. einen Kurs bei dem marxistischen Historiker <strong>Antonio Labriola (1843 &#8211; 1904)<\/strong>, der ein entschiedener Gegner des Revisionismus in der internationalen Arbeiterbewegung war. Hier erfuhr sie auch vom Los der italienischen Arbeiterinnen und Arbeiter, die unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen in der Schweizer Textilindustrie schufteten.<\/p>\n<p>Als Mitglied der Italienischen Sozialistischen Partei, der sie kurz zuvor beigetreten war, \u00fcbersiedelte sie in die Schweiz, wurde als Gewerkschaftssekret\u00e4rin in St. Gallen von 1902 bis 1904 Beraterin und Besch\u00fctzerin dieser Proletarier. Vor allem nahm sie sich des Schicksals der Frauen an. Sie organisierte eine Kampagne, in der sie die Missst\u00e4nde in den kirchlichen M\u00e4dchenheimen offen legte.<\/p>\n<p>Das veranlasste die Regierung zu einer formellen Untersuchung. Um aber mehr auch in die Breite zu gelangen, begr\u00fcndete sie eine spezielle Frauenzeitschrift, sprach auf vielen Versammlungen in verschiedenen Schweizer St\u00e4dten. Auf einer dieser Versammlungen in Lausanne (Kanton Waadt) etwa 1903 lernte sie <strong>Benito Mussolini (1883 &#8211; 1945)<\/strong> kennen, einen aus der Romagna geflohenen Lehrer, der zu Hause dem Wehrdienst entkommen wollte. Diese Begegnung wurde nicht nur f\u00fcr ihre weitere politische Arbeit und das pers\u00f6nliche Leben in dem folgenden Jahrzehnt entscheidend, sondern trug ihr auch Aufenthaltsverbot f\u00fcr den ganzen Kanton ein.<\/p>\n<p>Um aber Italien n\u00e4her zu sein, \u00fcbersiedelte sie etwa 1905 nach Lugano in die italienische Schweiz, redigierte das vor allem f\u00fcr Italien bestimmte Parteiblatt &#8222;Su Compagne&#8220; (Erhebe dich Genosse). Nach Ausbruch der russischen Revolution 1905 &#8211; 1907 verst\u00e4rkte sie ihre Agitationseins\u00e4tze, versuchte, die Schweizer Arbeiter zu Solidarit\u00e4tsaktionen f\u00fcr ihre russischen Klassenbr\u00fcder zu mobilisieren. <strong>(6)<\/strong><\/p>\n<p>1910 kehrte Angelica Balabanoff nach Italien zur\u00fcck, arbeitete als Propagandistin, Journalistin, Gewerkschaftsorganisatorin, Dozentin und Herausgeberin einer Frauenzeitung und geh\u00f6rte zum linken Fl\u00fcgel der ISP, der mit 200 000 Mitgliedern drittgr\u00f6\u00dften Partei der II. Internationale. 1910 nahm sie in Kopenhagen auch erstmals an einem Internationalen Sozialistenkongress teil. Ihre Rolle in der Partei wurde gest\u00e4rkt, als sie gemeinsam mit anderen die &#8222;abwartende&#8220; Haltung der Parteif\u00fchrung w\u00e4hrend des italienischen Feldzuges in Libyen im Herbst 1911 scharf kritisierte. Und nachdem die Parteilinken 1912 die Mehrheit in der ISP errangen, wurde A.B. in den Parteivorstand gew\u00e4hlt, dem sie bis 1916 angeh\u00f6rte. Gleichzeitig wurde sie bis 1914 engste Mitarbeiterin Mussolinis in der Redaktion des Zentralorgans <strong>&#8222;Avanti&#8220;<\/strong>, geh\u00f6rte der italienischen Delegation auf dem Internationalen Sozialistenkongress in Basel an, der nochmals zur internationalen Lage Stellung nahm und die sozialistischen Parteien verpflichtete, alles zur Erhaltung des Friedens zu tun. Sollte ein Krieg dennoch ausbrechen, sollte die Arbeiterklasse alles in ihrer Macht Stehende tun, um ihn zu beenden, indem sie die kapitalistische Gesellschaft beseitigt.<\/p>\n<p>Als eine der zwei italienischen Vertreter wurde A.B. in das Internationale Sozialistische B\u00fcro, dem leitenden und koordinierenden Gremium der II. Internationale, gew\u00e4hlt. Demselben geh\u00f6rten zu der Zeit \u00fcber 70 Delegierte aus 26 L\u00e4ndern an. Es wurde von E. Vandervelde als Vorsitzendem und Camille Huysmans (1871 &#8211; 1968) geleitet. Vertreten waren in ihm solch bekannte Pers\u00f6nlichkeiten wie der \u00d6sterreicher Victor Adler (1852 &#8211; 1918), August Bebel, die Schweizer Herman Greulich (1842 &#8211; 1925) und Robert Grimm (1881 &#8211; 1958), die Franzosen Jules Guesde (1845 &#8211; 1922) und Jean Jaur\u00e8s (1859 &#8211; 1914), der Finne Otto Kuusinen (1881 &#8211; 1964), W. I. Lenin (1870 &#8211; 1924) und Rosa Luxemburg. A.B. sicherte durch ihre intensive \u00dcbersetzungs- und Protokollarbeit ma\u00dfgeblich die Funktionsweise des B\u00fcros ab, was ihr viel Beifall von Bebel und Jaur\u00e9s einbrachte.<\/p>\n<p>Als im Sommer 1914 nach dem Attentat auf den \u00f6sterreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand (1863 &#8211; 1914) und der Kriegserkl\u00e4rung \u00d6sterreich-Ungarns an Serbien ein akuter Ausbruch des Weltkriegs drohte, kam am 29.\/30. Juli das ISB entsprechend den Beschl\u00fcssen aller Internationalen Sozialistenkongresse zu einer au\u00dferordentlichen Sitzung zusammen, um \u00fcber Kampfma\u00dfnahmen der internationalen Arbeiterklasse zu beraten. Die Mehrheit der angereisten Delegierten vertraute jedoch den Friedensbeteuerungen ihrer Regierungen, berief einen au\u00dferordentlichen Sozialistenkongress f\u00fcr den 23. August nach Wien ein, der konkrete Beschl\u00fcsse beraten sollte. Ein Vorschlag A. Balabanoffs, gleich in Br\u00fcssel \u00fcber international abgestimmte konkrete Aktionen zu beraten (seit 1907 war auf allen Sozialistenkongressen festgelegt worden, dass eine durch einen &#8222;Krieg herbeigef\u00fchrte wirtschaftliche und politische Krise zur Aufr\u00fcttelung&#8220; der V\u00f6lker auszunutzen sei &#8222;und dadurch die Beseitigung der kapitalistischen Klassenherrschaft zu beschleunigen&#8220; w\u00e4re <strong>(7)<\/strong>, blieb fast ohne Resonanz.<\/p>\n<p>Nur Rosa Luxemburg &#8211; als zweite Frau im ISB &#8211; unterst\u00fctzte sie, orientierte aber auch in einem Resolutionsentwurf, der dann einstimmig angenommen wurde, auf den durchzuf\u00fchrenden Kongress. &#8222;Nur die wenigsten unter den Anwesenden, so Jaur\u00e8s und Rosa Luxemburg&#8220;, erinnerte sich Angelica Balabanoff sp\u00e4ter, &#8222;schienen sich Rechenschaft davon zu geben, was der Arbeiterklasse harrte.&#8220; <strong>(8)<\/strong><\/p>\n<p>Der Kongress kam nicht zustande. Die Ereignisse \u00fcberschlugen sich. Die Mehrheit der sozialdemokratischen Parteien lief offen in das imperialistische Lager \u00fcber, bewilligte die Kriegskredite. Nationalbewusstsein, Chauvinismus und Hurrapatriotismus herrschten vor, die II. Internationale war zusammengebrochen. Die Bolschewiki und einige kleinere Parteien blieben auf internationalistischen Positionen. Auch die Mehrheit der ISP-F\u00fchrung begr\u00fc\u00dfte Italiens Neutralit\u00e4tspolitik. Nur Mussoloni ging eigene Wege, forderte den Kriegseintritt Italiens. Das f\u00fchrte zu seinem Parteiausschluss.<\/p>\n<p>Angelica Balabanoff blieb ihren \u00dcberzeugungen treu, ging Anfang 1915 wieder in die Schweiz, um von neutralem Boden aus den Antikriegskampf zu organisieren. Gemeinsam mit Clara Zetkin bereitete sie eine Frauenkonferenz vor, die im M\u00e4rz 1915 in Bern stattfand. Es war die erste internationale Zusammenkunft seit Beginn des Weltkrieges und endete mit einem im Wesen von C. Zetkin ausgearbeiteten Manifest, das sich vor allem an die Frauen wandte. W\u00f6rtlich hie\u00df es dort: &#8222;Um eurer und eurer Lieben Zukunft willen rufen sie [die Versammelten &#8211; G.B.] euch zum Friedenswerke auf. Wie \u00fcber die Schlachtfelder hinweg sich ihr Wille zusammenfand, so m\u00fc\u00dft auch ihr euch aus allen L\u00e4ndern zusammenschlie\u00dfen, um den einen Ruf zu erheben: Friede! Friede!&#8220; Und weiter: &#8222;Das Volk der Arbeit aller L\u00e4nder ist ein Volk von Br\u00fcdern. Nur der einige Wille kann dem Morden Einhalt gebieten.&#8220; <strong>(9)<\/strong> Im Auftrag der ISP-Linken war A.B. ma\u00dfgeblich neben dem Schweizer Robert Grimm auch an der Vorbereitung der Konferenz von Zimmerwald (September 1915) beteiligt, lernte Lenin n\u00e4her kennen, schloss sich der von ihm gef\u00fchrten Zimmerwalder Linken an, wurde in die konstituierte vierk\u00f6pfige Internationale Sozialistische Kommission mit Sitz in Bern gew\u00e4hlt, war wie zuvor schon im ISB wieder f\u00fcr Protokoll- und \u00dcbersetzungsfragen zust\u00e4ndig. Entschieden unterst\u00fctzte sie den bolschewistischen Resolutionsentwurf, der die Umwandlung des Krieges in den B\u00fcrgerkrieg forderte. Derselbe wurde jedoch mit 19 gegen 12 Stimmen abgelehnt.<\/p>\n<p>A.B. nahm auch an den Nachfolgetagungen von Zimmerwald im April 1916 in Kiental und im August 1917 in Stockholm teil, war seit 1917 Leiterin des Sekretariats der ISK, wurde Mitglied der SDAPR (B). Bald nach der Oktoberrevolution kehrte sie Anfang 1918 nach Russland zur\u00fcck. Ma\u00dfgeblich war sie an den Vorbereitungsarbeiten zur Gr\u00fcndung der III., Kommunistischen, Internationale beteiligt, war Delegierte ihres I. Weltkongresses im M\u00e4rz 1919, wurde in das von Grigori Jewsejewitsch Sinowjew (1883 &#8211; 1936) geleitete Exekutivkomitee der Komintern berufen. In ihrer Eigenschaft als Au\u00dfenministerin der Ukraine reiste sie durch verschiedene L\u00e4nder Westeuropas, um f\u00fcr die Komintern zu werben. In der Schweiz wurde sie sogar als bolschewistische Agitatorin ausgewiesen. Erst nach dem II. Weltkrieg wurde dieses Verbot aufgehoben.<\/p>\n<p>In einem f\u00fcr &#8222;Avanti&#8220; geschriebenen Artikel zum zweiten Jahrestag der Oktoberrevolution erl\u00e4uterte sie den Italienern das Wesen der Sowjetmacht, verteidigte den &#8222;Roten Terror&#8220; gegen den &#8222;Wei\u00dfen Terror&#8220; der alten Klassen in Russland und die Interventen von au\u00dfen. Sie wies auf die Bedeutung der Wissenschaften, von Kunst und Volksbildung f\u00fcr die Erziehung der Massen im Sinne des Sozialismus hin. Ma\u00dfgeblich wirkte sie in der sowjetrussischen Gottlosenbewegung mit , trat f\u00fcr die Verbreitung der Werke von Marx und Engels sowie anderer Marxisten ein. <strong>(10)<\/strong><\/p>\n<p>Noch Teilnehmerin und Rednerin auf dem II. Weltkongress der Komintern 1920 trat sie mit dem \u00dcbergang Sowjetrusslands zur Neuen \u00d6konomischen Politik im Fr\u00fchjahr 1921 f\u00fcr die strikte \u00c4nderung der staatlichen Methoden ein, lehnte auch das Vorgehen w\u00e4hrend des Kronst\u00e4dter Matrosenaufstandes ab. Schon im Januar des gleichen Jahres vertrat sie bei Gr\u00fcndung der IKP zentristische Auffassungen, war gegen den Austritt des linken Fl\u00fcgels um <strong>Antonio Gramsci (1897 &#8211; 1931) <\/strong>aus der ISP und damit der Trennung von den Reformisten, um die Einheit der Partei zu wahren. Als 1922 <strong>J. W. Stalin (1879 &#8211; 1953)<\/strong>, mit dem sie schon vorher in Fehde lag, Generalsekret\u00e4r der KPR(B) wurde, verlie\u00df sie Sowjetrussland. Sie sah in ihm nicht die Gew\u00e4hr, dass der Parteigrundsatz &#8222;Lauterkeit im Ziel und Ehrlichkeit in den Methoden&#8220; bei ihm in guten H\u00e4nden lag.<\/p>\n<p>Ein Versuch <strong>Lenins<\/strong>, sie von ihrem Weg abzuhalten, scheiterte. Schlie\u00dflich stimmte er der Ausreise sogar zu. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Stockholm reiste sie nach Wien weiter, verdiente sich ihren Lebensunterhalt durch Sprachunterricht, nahm Kontakt zu Friedrich Adler (1879 &#8211; 1960), dem Austromarxisten und Sekret\u00e4r der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Sozialistischer Parteien (der sogenannten Internationale II 1\/2) auf. Aber dieselbe scheiterte, wurde im Mai 1923 aufgel\u00f6st, denn zwischen der Sozialdemokratie und der kommunistischen Weltbewegung hatte sie keine Existenzberechtigung.<\/p>\n<p>Mehrmals versuchte die sowjetische Regierung noch 1923, getreu dem Leninschen Gedanken, internationale Autorit\u00e4ten in der kommunistischen Weltbewegung zu halten, A.B. zur R\u00fcckkehr in die UdSSR zu bewegen. Dies scheiterte aber. Kurz nach Lenins Tod wurde sie aus der KPR(B) wegen &#8222;einer b\u00f6swilligen Kampagne&#8220; gegen Partei und Staat ausgeschlossen <strong>(11)<\/strong>, n\u00e4herte sich wieder der ISP an. 1924\/25 war A.B. als Vertreterin der Freidenker Italiens Mitglied der vorl\u00e4ufigen Exekutive und so ma\u00dfgeblich an der Herausbildung der proletarischen Freidenker- Internationale beteiligt. 1926 \u00fcbersiedelte A.B. nach Paris, wo sie neben Filippo Turati (1857 &#8211; 1932)  leitend innerhalb der italienischen sozialistischen Emigration den Kampf gegen das sich seit 1922 an der Macht befindende faschistische Mussolini-Regime organisierte. Auf Kundgebungen, Versammlungen in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern sowie in verschiedenen schriftlichen Beitr\u00e4gen warnte sie davor, den Faschismus \u00fcberhaupt zu untersch\u00e4tzen, war er doch neben Italien auch in anderen L\u00e4ndern an der Macht. Vor allem konzentrierte sie sich in ihrer Propaganda auch auf Deutschland, war oftmals in Berlin.<\/p>\n<p>Vor allem \u00fcber Max Sievers (1887 &#8211; 1944), den Vorsitzenden des DFV, versuchte sie Einfluss auf den sozialdemokratischen Teil der Arbeiterbewegung zu nehmen, sie f\u00fcr den antifaschistischen Kampf zu mobilisieren. Daran erinnerte sich Sievers&#8216; Tochter Margarethe Krause (1911 &#8211; 1991) noch nach fast 50 Jahren sehr intensiv.  Wichtig war f\u00fcr A.B. in dem Zusammenhang, wie sie 1930 in ihrer extra verfassten Schrift <strong>&#8222;Marx und Engels als Freidenker in ihren Schriften&#8220; <\/strong>hervorhob, die verst\u00e4rkte Verbreitung des Marxismus der &#8222;materialistischen Weltanschauung&#8220;, denn der Weltkrieg und die Nachkriegsperiode h\u00e4tten &#8222;nicht nur physisch, sondern auch geistig verheerend gewirkt&#8220;. Und die herrschenden Klassen versuchten, dies auszunutzen, sie wollten die Arbeiterklasse um ihre geistigen Errungenschaften bringen, ganz wie sie auf politisch-sozial\u00f6konomischem Gebiete bestrebt seien, ihr die im Klassenkampfe m\u00fchsam erworbenen sozialen Errungenschaften wieder zu entrei\u00dfen. Vor allem gehe es f\u00fcr die Arbeiterklasse darum, die &#8222;reaktion\u00e4re Kirchenpolitik, die ihren Gipfel im faschistischen Italien erreicht hat&#8220;, zu bek\u00e4mpfen (S. 5).<\/p>\n<p>Das Buch ist in folgende zehn Kapitel gegliedert: Idealistische und materialistische Weltanschauung; der franz\u00f6sische Materialismus des 18. Jahrhunderts; der dialektische Materialismus; die dialektische Auffassung der Natur; die dialektisch-materialistische Auffassung der Geschichte; Nutzanwendungen des historischen Materialismus (hier wird u. a. auf die Ideengeschichte, den Unterschied von idealistischer und materialistischer Geschichtsauffassung, das Wesen von Parteien und Organisationen in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung eingegangen); Ursprung und Entwicklung der Religionen; Kritik der Religion; Feudalismus und Geistlichkeit  (skizziert wird hier, wie die Aufl\u00f6sung des Feudalsystems die Geistlichkeit in zwei Klassen teilte); Religion als Mittel der Unterdr\u00fcckung.<\/p>\n<p>In den von Sievers geschriebenen Schlussbemerkungen unterstrich er neben der damals aktuellen Bedeutung vor allem die Langzeitwirkung der Gedanken von Marx und Engels. Und w\u00f6rtlich: &#8222;Ohne dieses R\u00fcstzeug wird die Freidenkerbewegung weder ihren Kampf f\u00fchren noch ihr Ziel erreichen k\u00f6nnen.&#8220; (S. 110) Die Wirkung der Schrift war so gro\u00df, dass im Jahr 1931 eine zweite Auflage herauskam, 1979 brachte der Landesverband Nordrhein-Westfalen des DFV einen Nachdruck heraus, der heute auch nicht mehr greifbar ist. Bei Nachforschungen konnte er nur im Katalog der Nationalbibliothek nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Schon in der Pr\u00e4ambel der Schrift erl\u00e4uterte A.B., was der Beschluss des Erfurter SPD-Parteitages von 1891 &#8222;Religion ist Privatsache&#8220; <strong>(13)<\/strong> hei\u00dfe. W\u00f6rtlich schrieb sie: Die Formel &#8222;hatte in keinerlei Weise den Zweck, die Einstellung der Sozialisten zur Religion als eine Neben- bzw. Privatsache zu erkl\u00e4ren. Auch bezog sich diese Formel  keineswegs auf das Gebiet der Weltanschauung. Sie war nichts anderes als eine knappe Zusammenfassung jener Forderungen, die die Arbeiterklasse durch ihre Vertreter dem Staate gegen\u00fcber erheben sollte. Dem b\u00fcrgerlichen Staat sollte es versagt werden, Kirche und Religion als Staatsangelegenheit zu betrachten, dem Staat sollte die M\u00f6glichkeit genommen werden, Religionszwang auszu\u00fcben, die Bev\u00f6lkerung zu Kirchenbesuch oder Kirchensteuerabgabe zu zwingen.&#8220; Und Marx und Engels zitierend, schrieb sie weiter: Die Arbeiterpartei habe die Pflicht, &#8222;die Gewissen vom religi\u00f6sen Spuk zu befreien&#8220; und alle &#8222;religi\u00f6sen Gemeinschaften ohne Ausnahme werden vom Staate als Privatgenossenschaften behandelt&#8220;(S. 8).<strong>(14)<\/strong><br \/>\nNach der Errichtung des Naziregimes in Deutschland versuchte A.B., gemeinsam mit Leo Trotzki (1879 &#8211; 1940), die zuvor in einigen L\u00e4ndern von kommunistischen und sozialdemokratischen Parteien entstandenen rechten bzw. linken Abspaltungen zu einer neuen Internationale zusammenzuschlie\u00dfen. Zwar kam es im August 1933 in Paris, wo beide lebten, zu einer Konferenz der Internationalen Arbeitsgemeinschaft linkssozialistischer Parteien, aber wegen gro\u00dfer politischer Differenzen kam es nicht zum Zusammenschluss. Vor allem <strong>Jacob Walcher (1887 &#8211; 1970)<\/strong>, der erst kurz zuvor illegal aus Deutschland gekommen war, trat dem entgegen. Erst 1938 erfolgte die Gr\u00fcndung der sogenannten 4. trotzkistischen Internationale. Daran nahmen aber beide nicht teil. A.B. \u00fcbersiedelte bereits 1936 nach New York, zog sich von dem Unternehmen ganz zur\u00fcck. Sie hatte wohl richtig erkannt, auch nach ihrem Fiasko von 1922\/23, dass eine &#8222;Zwischeninternationale&#8220; nur Fiktion sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p>In den USA lie\u00df sie sich &#8222;naturalisieren&#8220;, d.h. als Ausl\u00e4nderin einb\u00fcrgern, stand der opportunistischen &#8222;Elitepartei&#8220; um die Zeitung &#8222;Call&#8220; nahe, entwickelte sich nach und nach zur offenen Antikommunistin. Zwar sch\u00e4tzte sie bis zum Lebensende Lenin als Person, lehnte aber den Leninismus ab, kollidierte wegen ihrer orthodoxen Marxismusauffassungen in Staatsfragen mit der Verfassung der UdSSR von 1936. Vor allem wandte sie sich gegen das angebliche &#8222;Prinzip&#8220;, dass der &#8222;Zweck die Mittel heiligt&#8220;, wie sie bereits in ihrer 1938 erschienenen Autobiografie und der sp\u00e4ter erschienenen Arbeit \u00fcber Lenin schrieb.15 Im Januar 1947 kehrte A.B. nach Italien zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Sie schaltete sich gleich in die von den Rechtssozialisten um <strong>Giuseppe Saragat (1898 &#8211; 1988) <\/strong>betriebene Spaltung der ISP und die Gr\u00fcndung der Sozialdemokratischen Partei ein, wandte sich gegen die um Generalsekret\u00e4r <strong>Pietro Nenni (1891 &#8211; 1980)<\/strong> gescharten Kr\u00e4fte, die seit 1946 mit der IKP in einem Pakt eng verbunden waren, dessen Grundlagen sich im Kampf gegen den italienischen und deutschen Faschismus herausgebildet hatten. Auf sozialdemokratischen Versammlungen und Kongressen in Italien und dem Ausland, vor allem auch der Sozialistischen Internationale sowie in unz\u00e4hligen Artikeln propagierte sie einen Demokratischen Sozialismus. In der Katholischen Kirche und der kommunistischen Weltbewegung sah sie ihre politischen Hauptgegner. Zeitweilig war sie sogar Anh\u00e4nger der Totalitarismustheorie, Ma\u00df der Gemeinschaft sozialistischer L\u00e4nder im Kampf f\u00fcr die Erhaltung des Weltfriedens aber entscheidende Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann eingesch\u00e4tzt werden, dass A.B. eine sehr widerspr\u00fcchliche Pers\u00f6nlichkeit war. Ihre Hauptbedeutung f\u00fcr die Arbeiter- und damit auch Freidenkerbewegung liegt eindeutig in der Zeit des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Gernot Bandur<\/p>\n<p>F\u00fcr Materialbeschaffung danke ich verschiedenen Mitarbeitern des Archivs der Sozialdemokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn, der Staatsbibliothek Preu\u00dfischer Kulturbesitz Berlin und der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv sowie dem Archiv der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkungen<\/strong><\/em><br \/>\n1 In allen von mir durchgesehenen Quellen finden sich unterschiedlichste Angaben \u00fcber Geburtsdatum und \\ufdd3ort Angelica Balabanoffs. Ich st\u00fctze mich auf deren eigne Eintragung in die Gasth\u00f6rerliste im Wintersemester 1900\/01 an der damaligen Berliner Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t, die im Archiv der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin aufbewahrt wird.<br \/>\n2 Zitiert nach Heinz Abosch: Angelica Balabanoff: Weltb\u00fcrgerin im Dienste des Proletariats.<br \/>\n3 Max Walter Weber im Gespr\u00e4ch mit Angelica Balabanoff. In: Volksrecht, Z\u00fcrich, 25. Febr. 1947.<br \/>\n4 Abosch, Heinz, a.a.., S. 204\/205.<br \/>\n5 Vgl. Gernot Bandur: Freidenker und Sozialist.  Max Sievers &#8211; eine politische Biografie. In: Freidenker, K\u00f6ln, 63 (2004), 3, S. 30.<br \/>\n6 Vgl. SAPMO im Bundesarchiv, NY 4001\/38 (Nachlass Karl Liebknecht). Dort ist Postkarte von A.B. \u00fcberliefert, die auf diese Fakten hinweist.<br \/>\n7 Internationaler Sozialistenkongress zu Stuttgart, 18. bis 24. August 1907. Zitiert nach: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in acht B\u00e4nden, Bd. 2, Berlin 1966, S. 370.<br \/>\n8 Zitiert nach: Laschitza, Annelies: Im Lebensrausch, trotz alledem. Rosa Luxemburg: Eine Biographie, Berlin 1996, S. 460.<br \/>\n9 Zitiert in: Zetkin, Clara: Ausgew\u00e4hlte Reden und Schriften, Bd. 1, Berlin 1957, S. 671.<br \/>\n10 Ob A. Balabanoff offiziell aus den israelitischen Gemeinden ausgetreten ist, konnte ich nicht feststellen. Wahrscheinlich ist, dass sie sich wie viele Juden von der Religion abwandte, also die Grenzen des Judentums zu \u00fcberschreiten suchte, ohne dessen kulturelles Erbe zu verleugnen, sich als &#8222;nichtj\u00fcdische&#8220; J\u00fcdin bezeichneten im Geist der j\u00fcdischen &#8222;Rebellen&#8220; von Benedikt Spinoza (1632 &#8211; 1677)  \u00fcber Heinrich Heine (1797 &#8211; 1856) bis Rosa Luxemburg (vgl. dazu auch ND-Artikel vom 31.3.\/1.4.2007 zum 100. Geburtstag von Isaac Deutscher).<br \/>\n11 Sovetskaja istoriceskaja Enziklopedija, Bd. 2 (russ.), Moskau 1962, S. 70.,<br \/>\n12 Vgl. Freidenker-Magazin, Berlin [W], 4 (1984) 1.<br \/>\n13 W\u00f6rtlich hei\u00dft es im Erfurter Programm: &#8222;6. Erkl\u00e4rung der Religion zur Privatsache. Abschaffung aller Aufwendungen aus \u00f6ffentlichen Mitteln zu kirchlichen und religi\u00f6sen Zwecken. Die kirchlichen und religi\u00f6sen Gemeinschaften sind als private Vereinigungen zu betrachten, welche ihre Angelegenheiten vollkommen selbst\u00e4ndig ordnen.&#8220; Abgedruckt in Protokolle \u00fcber die Verhandlungen der Parteitage der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Halle 1890 und Erfurt 1891. Mit e. wissenschaftl. Einltg. von Marga Beyer, Reprint der Originalausgaben, Zentralantiquariat der DDR, Leipzig 1983. Zitiert nach: GeschichtsKorrespondenz, hrg. v. Marxist. Arbeitskreis z. Geschichte d. dt. Arbeiterbew. bei d. PDS, Berlin, 9 (2003) 3, S. 23.<br \/>\n14 Siehe dazu: Marx, Karl: Kritik des Gothaer Programmentwurfs. In: Marx, Karl\/Engels, Friedrich: Ausgew\u00e4hlte Werke in sechs B\u00e4nden, Bd. IV, Berlin 1971, S. 400; Engels, Friedrich: Zur Kritik des sozialdemokratischen Programmentwurfs. In: Marx, Karl\/Engels, Friedrich, Ausgew\u00e4hlte Werke, Bd. VI, Berlin 1972, S. 377.<br \/>\n15 Vgl. Brugel u. Abosch, a.a.O. Ferner: The New York Times vom 26. Oktober 1965.<\/p>\n<p><em><strong>Werke (Auswahl)<\/strong><\/em><br \/>\nIz licnych Vospominanij Zimmerval&#8217;dca, Leningrad, Moskva: Kniga 1925, 194 S. [Russ.] Dt.: Die Zimmerwalder Bewegung 1914 &#8211; 1919, Leipzig: Hirschfeld 1928, 160 S. Nachdruck: Frankfurt\/M: Verl. Neue Kritik (1969) [Archiv sozialistischer Literatur; 16]\nErinnerungen und Erlebnisse, Berlin: Laub 1927, 299 S.<br \/>\nErziehung der Massen zum Marxismus: Psychol.-p\u00e4dag. Betrachtungen, Berlin: Laub 1927, 164 S.<br \/>\nMarx und Engels als Freidenker in ihren Schriften: ein Hand- u. Kampfesbuch, zsgest. u. eingel. v. A.B., Berlin, Der Freidenker 1930, 110 S., 2. Aufl.: Jena, Urania-Freidenker-Verl. 1931, 111 S. Nachdruck: Schwerte, Verl. Freist\u00fchler 1979, 110 S. [Philos. u. Religion; 3].<br \/>\nWesen und Werdegang des italienischen Fascismus, Wien, Leipzig: Hess 1931, 286 S.<br \/>\nSozialismus als Weltanschauung, Jena: Th\u00fcringer Verlangsanst. [1932], 31 S. [Freidenkerschulung;  3]\nMy Life as a Rebel, New York: Harper &amp; Brothers sowie London, Hamish Hamilton ,1938, 358 S.<br \/>\nLenin: Psychologische Beobachtungen und Betrachtungen, Hannover: Verl. f. Literatur u. Zeitgeschichte, 1959, 183 S. [Autoris. \u00dcbers. Aus d. Ital.], 2.Aufl., ebenda 1961, 183 S.<\/p>\n<p>Literatur (Auswahl)<br \/>\nAngelica Balabanowa. In: Internatonales Biographisches Archiv (Munzinger-Archiv), 1951, Lfg 14<br \/>\nAbosch, Heinz: Angelica Balabanoff: Weltb\u00fcrgerin im Dienste des Proletariats, in: Sie waren die ersten Frauen in der Arbeiterbewegung, hrsg. v. Dieter Schneider, Frankfurt (M);:B\u00fcchergilde Gutenberg 1988, S. 201 &#8211; 210.<br \/>\nBrugel, J[ohann] W[olfgang]: In memoriam Angelica Balabanoff. In. Rote Revue, Z\u00fcrich, 45 (1966) 1, S. 1 &#8211; 8.<br \/>\nK[owalski], W[erner]: Balabanowa, Angelika. In: Biographien zur Weltgeschichte &#8211; Lexikon, hrsg. v. Heinz Tillmann u.a., Berlin 1989, Verl. d. Wissenschaften, S. 61.<br \/>\nAngelika Isaakovna Balabanova. In: Sovetskaja istoriceskaja Enziklopedija, Bd. 2 (russ.), Moskau 1962, S. 70.<br \/>\nVuilleumier, Marc: Balabanoff, Angelica. In: www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D27588.php [Aus: Historisches Lexikon der Schweiz].<br \/>\nAngelica Balabanova. In: www.de.wikipedia.orgniki\/Angelica_Balabanova.<br \/>\n[Bandur, Gernot]: Balabanoff, Angelica. In: www.berliner-freidenker.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Balabanoff, Angelica (eigentlich Anzelika Isaakovna Balabanova), geb. 07.06.1875 Cernigov (1), gest. 25.11.1965 Rom. Die Journalistin und Politikerin Angelica Balabanoff wurde am 7. Juni 1875 in einer wohlhabenden j\u00fcdischen Kaufmannsfamilie geboren. Sie wuchs auf in der ehemaligen russischen, damals rund 15 000 Einwohner z\u00e4hlenden Gouvernementshauptstadt Cernigov (heute Teil der Ukraine), in der es erst wenig Industrie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":108,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"class_list":["post-149","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/Py5dN-2p","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=149"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":648,"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/149\/revisions\/648"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=149"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}