{"id":3043,"date":"2016-11-13T10:29:03","date_gmt":"2016-11-13T08:29:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=3043"},"modified":"2016-11-13T10:32:43","modified_gmt":"2016-11-13T08:32:43","slug":"wir-im-frieden-wir-fuer-den-frieden-rede-von-dr-friedrich-wolff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=3043","title":{"rendered":"&#8222;Wir im Frieden? Wir f\u00fcr den Frieden!&#8220; &#8211; Rede von Dr. Friedrich Wolff"},"content":{"rendered":"<h4><em>Auf einer <a href=\"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=3046\" target=\"_blank\">Friedensveranstaltung in Bernau<\/a> am 10.11.16 unter dem Motto:<b>&#8222;Wir im Frieden? Wir f\u00fcr den Frieden!&#8220;<\/b> hielt der nunmehr 94-j\u00e4hrige Jurist und Friedensaktivist Dr. Friedrich Wolff die folgende Rede:<\/em><\/h4>\n<p class=\"western\"><em>&#8222;Liebe Freunde, liebe Genossen,<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>gestatten Sie mir zun\u00e4chst eine Vorbemerkung: Was ich sagen werde, ist meine Meinung und nur meine Meinung. Ich spreche hier f\u00fcr keine Partei und keine Organisation. Nun zur Sache:<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Wir wollen Frieden, wir haben Angst vor dem III. Weltkrieg, wir wollen nicht in Atombunker, wir wollen leben. Unsere Angst ist nur zu begr\u00fcndet. Wir wissen, was der II. Weltkrieg angerichtet hat. In Oranienburg werden noch jetzt Fliegerbomben gefunden und entsch\u00e4rft. Ein Brief meiner Mutter, einer einfachen Frau, aus Berlin-Neuk\u00f6lln an ihre Mutter nach Dresden, geschrieben am 29. Juni 1945, schildert die Atmosph\u00e4re dieser Zeit besser als ich es tun kann. Es gab noch keine Post. Auf einem Zettel an einem Baum hatte sich ein Mann zur Bef\u00f6rderung von Post nach Dresden angeboten. Das klappte. In dem Brief hie\u00df es u.a.:<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>\u201e Meine liebe, liebe Mutter!<br \/>\nWir leben! Es f\u00e4llt mir sehr schwer diesen Brief zu schreiben, aus seelischen u. k\u00f6rperlichen Gr\u00fcnden. \u2026 beim schreiben dieser Zeilen kommt mir das namenlose Elend wieder zum Bewu\u00dftsein was wir durchgemacht haben, 6 Wochen, ehe der Russe hier war, Nacht f\u00fcr Nacht bombardiert &#8211; Berlin hatte 700 Angriffe. Dann kam der Kanonendonner der Front langsam aber sicher n\u00e4her. Wir haben gezittert wenn er aufh\u00f6rte, wir glaubten der Russe w\u00fcrde wieder zur\u00fcck gedr\u00e4ngt. Wir hatten wohl Angst vor dem Stra\u00dfenkampf u. dessen Folgen, vor Brand am meisten, aber wir hofften u. w\u00fcnschten die Befreiung. Dann war sie da Am 25. April 2 \u00bc Uhr kamen 2 Russen durch unseren Garten wir raus aus der Wohnung ihnen entgegen. Ich habe geweint und ihnen die Hand gedr\u00fcckt, andere haben sich versteckt. Ich hatte keine Angst. Die zwei sahen sehr gut aus u. sagten: \u201cRuski tut keinen Zivilpersonen etwas\u201d. 10 Minuten vorher waren noch 4 S.S. Soldaten bei uns im Haus, die setzten sich ohne zu schie\u00dfen G.s.D. ab. In der Luft war eine tolle Schie\u00dferei, die Granaten flogen \u00fcber den H\u00e4usern, die Stalinorgel orgelte ihre Granaten aus allen Rohren, es war ein H\u00f6llenl\u00e4rm. 15 Mieter aus unserem Haus wir nat\u00fcrlich mit, hatten uns vollkommen Tag u. Nacht im gut abgest\u00fctzten Keller eingerichtet.\u201c Soweit der Brief.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Ich habe auch erlebt, wie der II. Weltkrieg von Hitler vorbereitet wurde. In der Schule, im Erdkundeunterricht, sahen wir auf Schautafeln, wie Deutschland von feindlichen Kampfflugzeugen von allen Seiten bedroht wurde, Polen provozierte angeblich an unserer Grenze, Luftschutzkeller wurden eingerichtet usw. Hitler log, er betonte seinen Friedenswillen, bis es am 1. September 1939 hie\u00df: Es wird zur\u00fcckgeschossen. Immer war es der andere der anfing.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Heute klingt es in meinen Ohren \u00e4hnlich: Die Russen annektieren die Krim, die Russen f\u00fchren Krieg in der Ost-Ukraine, die Russen bombardieren Krankenh\u00e4user in Syrien, die Russen schie\u00dfen ein Passagierflugzeug ab, die Russen haben Schuld, dass das Morden in Syrien nicht endet. Klingt das nicht wie Kriegsvorbereitung? Die NATO ist bis an die Grenzen Russlands vorger\u00fcckt, sie hat den Sozialismus besiegt, will sie jetzt Russland besiegen? Wer ist der Aggressor? Was w\u00fcrden die USA sagen, wenn die Russen an ihren Grenzen, etwa in Mexiko, ihre Truppen stationieren und Man\u00f6ver veranstalteten?<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Viele dachten, als das sozialistische Lager in Europa verschwunden und der Kalte Krieg beendet war, das friedlichere Zeiten anbrechen w\u00fcrden. Das war ein Irrtum. Kriege brachen im Nahen Osten, in Asien, in Afrika und selbst in Europa aus. Ein neuer Kalter Krieg entstand. Ich sehe mich daher best\u00e4tigt in meiner Auffassung: Kapitalismus, Imperialismus bedeuten Krieg.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Diese unsere Auffassung ist alt. Wir sind alt, die Welt hat sich ver\u00e4ndert seit Marx und Engels aber auch seit Lenin lebte. Der Kapitalismus ist sich im Kern gleich geblieben, aber drei industrielle Revolutionen, die Globalisierung ver\u00e4nderten die Welt, ver\u00e4nderten die Akteure im Klassenkampf, ver\u00e4nderten Kapitalisten wie Arbeiter.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Sozialisten, Kommunisten haben eine furchtbare, eine historische Niederlage erlitten. Wir haben uns davon noch nicht erholt. Wir kennen noch nicht wirklich die Ursachen unserer Niederlage. Wir m\u00fcssen uns bem\u00fchen, sie zu erkennen. Ich bin nicht berufen, dazu einen Beitrag zu leisten, aber ich glaube, ich habe das Recht \u00fcber diese Niederlage, die auch meine Niederlage ist nachzudenken. Wenn wir die Ursachen erkannt haben, wird es auch wieder vorw\u00e4rts gehen.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Wir sind davon ausgegangen, dass die Arbeiterklasse die Tr\u00e4gerin des gesellschaftlichen Fortschritts ist. Meine Partei war eine Partei der Arbeiterklasse. Sehen wir uns heute an, wer nach dem Zusammenbruch an unserer Seite geblieben ist. Wie viel Prozent der Mitgliedschaft der Linken, wie viele der DKP-Mitglieder sind Arbeiter? Ich wei\u00df es nicht, meine Partei hat mich nicht informiert, sie fand das wohl unwichtig. Ich f\u00fcrchte, der Prozentsatz ist nicht hoch. Wir haben Bahro, Harich, Janka, um nur einige zu nennen, als Feinde es Sozialismus zu hohen Strafen verurteilt, nach der Konterrevolution, als viele uns verlie\u00dfen, standen sie jedoch an unserer Seite.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Wir waren gegen Dogmatismus, aber waren wir nicht doch Dogmatiker?<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Wir waren f\u00fcr innerparteiliche Demokratie, doch in Wirklichkeit vertrauten wir darauf, dass die Partei, d.h. der Generalsekret\u00e4r, das Politb\u00fcro immer Recht haben.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Wir m\u00fcssen uns intensiver damit besch\u00e4ftigen, was wir richtig und was wir falsch gemacht haben. Die marxistische Wissenschaft darf nicht auf dem Stand des beginnenden 20. Jahrhunderts stehen bleiben.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><!--more--><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Ein anderes Thema: Schon im II. Weltkrieg sprach man von ideologischer Kriegf\u00fchrung. Das war erst der Anfang. Heute, nach der 3. Industriellen Revolution, nach Fernsehen, Internet, Iphone usw. sind das die Kampfmittel, werden Staaten mit ihrer Hilfe destabilisiert, werden Regierungen gest\u00fcrzt. Wir haben das in der Ukraine erlebt, in Georgien. Es klappt nicht immer, aber wir erleben Versuche dieser Art wohl auch in Russland, China, Venezuela Brasilien, Chile und anderswo. B\u00fcrgerkriege wie in Syrien werden auch mit diesen Mitteln entfacht und, wo das nicht hilft, wird einmarschiert wie im Irak.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Der Imperialismus ist geblieben, was er war, nur seine Methoden haben sich ge\u00e4ndert, so wie sich die Wissenschaft und die Technik fortentwickelt haben.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Ich bin ein alter Mann und meine Freunde sind auch alt, wir m\u00fcssen das Neue erlernen. Die DDR ist untergegangen und ihre europ\u00e4ischen sozialistischen Verb\u00fcndeten ebenso. Wir m\u00fcssen fragen warum, wenn wir neue Kriege verhindern, den Imperialismus besiegen wollen. Ich denke, die DDR, also wir, waren nicht, wie man heute sagt, up to date. Wir waren gewappnet, den imperialistischen Feind milit\u00e4risch zur\u00fcckzuschlagen, unsere NVA, sagt man, war schlagkr\u00e4ftiger als die Bundeswehr, unser Geheimdienst informierte uns zuverl\u00e4ssig \u00fcber die Absichten unseres Gegners. wir glaubten, der Sozialismus habe endg\u00fcltig gesiegt. Und dann das Resultat: die Bundeswehr, sprich NATO, kassierte ohne einen Schuss die Waffen der NVA und verkaufte sie an Feinde des Fortschritts.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Warum kam das so? Es gab viele Ursachen. Aber eine war: Wir wurden im psychologischen Krieg besiegt. Der Gegner hatte mit Radio und Fernsehen aber auch mit Schlagern, Mode und Technik die Hirne und Herzen sehr vieler DDR-B\u00fcrger erobert. Wir, die Fortschrittlichen, vertrauten nicht unseren Argumenten, sondern unseren bewaffneten Organen. Das Volk wendete sich von uns ab, es glaubte RiaS und der Tagesschau. Unsere Waffen kamen nicht zum Einsatz. Sollten wir gegen unser Volk k\u00e4mpfen?<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Wir sehen die Kriegsgefahr. Wir streiten f\u00fcr den Frieden. Doch wir sind von gestern. Marx, Engels und Lenin sind unsere Lehrmeister, doch sie kannten keinen Mercedes, kein Fernsehen, kein Internet, kein Facebook, keine entwickelte Wissenschaft der Psychologie, keine Soziologie. Unsere Gegner nutzen die neuen Erkenntnisse. Heute k\u00f6nnen Politiker mit Umfragen jederzeit feststellen, was das Wahlvolk denkt, sie k\u00f6nnen danach mit Hilfe der Psychologie \u00fcber die Medien Einfluss auf die politische Meinung der Massen nehmen. Es ist wie ein Karussell: Die Medien beeinflussen die \u00f6ffentliche Meinung etwa so: di Russen sind schuld. Die Umfragen best\u00e4tigen das mit einer gestiegenen Tendenz, dann wieder die Medien und so geht das weiter. Das ist Demokratie heute. Die DDR hat Umfragen verschm\u00e4ht, die Klassiker kannten sie nicht, die Soziologie, die die Grundlagen daf\u00fcr schuf, war noch nicht entwickelt. Die DDR brauchte sie nicht, da die Klassiker sie nicht gebraucht hatten, also schloss sie das einzige Leipziger Institut, das Soziologie betrieb. MfS berichtete, aber zu mir sagte Honecker dar\u00fcber, da kann ich ja gleich Westfernsehen sehen. Die Politiker blieben also uninformiert. Ich denke, wir waren Dogmatiker.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Die Macht der Medien, zur politischen Verf\u00fchrung ist gro\u00df aber nicht unbegrenzt. Als beispielsweise Brandenburg und Berlin vereint werden sollten, konnten die Medien sagen und schreiben, was sie wollten, das Wahlvolk sagte nein. Die Ossis trauten den Wessis nicht und umgekehrt. Heute sagen die Umfragen trotz aller russlandfeindlichen Propaganda, die Deutschen wollen Frieden. Sie wollen nicht Deutschland am Hindukusch verteidigen. Viele glauben auch nicht, dass Putin an allem schuld ist, da k\u00f6nnen die Medien sagen und schreiben, was sie wollen &#8211; aber noch mehr glauben es.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Das Wahlvolk glaubt auch nicht in seiner Gesamtheit, dem \u201eDeutschland geht\u2019s gut\u201c der Kanzlerin und auch nicht ihrem \u201eWir schaffen das\u201c. Das politische Unbehagen erfasst weite Teile der Bev\u00f6lkerung. Pegida und AfD profitieren davon, sie rufen \u201eL\u00fcgenpresse\u201c, Das gab es bisher nicht. Die Medien galten als unabh\u00e4ngig. Erinnerungen an die letzten Tage der Weimarer Republik werden wach. Doch sie tr\u00fcgen: es ist schlimmer, es gibt keine antifaschistische Bewegung, die so stark ist, wie es damals SPD und KPD waren<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Es gibt aber eine wachsende Erkenntnis, dass es so, wie es ist, nicht weitergehen kann. Die Menschen beginnen sich zu wehren, manchmal verkennen sie die Ursachen ihrer Unzufriedenheit. Das erinnert mich wieder an die Nazizeit, an das \u201eDie Juden sind an allem schuld\u201c. Heute sind die Fl\u00fcchtlinge die Schuldigen. Aber warum sind sie gefl\u00fcchtet? Wer hat das zu verantworten? Die ungehemmte Marktwirtschaft, der ungefesselte Kapitalismus, hat den Afrikanern die Lebensgrundlage genommen. Die Kriege im Irak, in Libyen, in Afghanistan und in Syrien haben Millionen vertrieben. Wer hat das zu verantworten? Waren das nicht die USA? Und wer bedroht die USA? Glauben wir: Die Russen wollen Krieg? Die UdSSR beklagte 1945 27 Millionen Tote, Deutschland 7.661.186, die USA 407.326. Der zweite Weltkrieg war furchtbarer als der erste, der dritte wird vielleicht die Welt unbewohnbar machen. Wer will das?<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Warum gehen 30.000 zur Revolution\u00e4ren Maidemonstration, warum protestierten 250.000 in Berlin gegen TTIP? Ich denke, wir leben in einer vorrevolution\u00e4ren Situation. Die Machthaber wissen das anscheinend besser als wir und m\u00f6chten deshalb die Bundeswehr im Innern einsetzen. Auch Wissenschaftler warnen, so sagt z.B. Marcel Fratzscher, Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung: \u201eAuch f\u00fcr unsere derzeit anscheinend (er sagte \u201eanscheinend\u201c)so stabile und bl\u00fchende Volkswirtschaft stellt eine wachsende Ungleichheit ein gro\u00dfes Dilemma dar: Sie teilt das Land immer st\u00e4rker in zwei auseinander driftende Gruppen, unter denen der Verteilungskampf immer st\u00e4rker toben wird. Langfristig treibt sie das Land \u2013 wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzen sollten \u2013 auf die Zerrei\u00dfprobe zu\u201c (Marcel Fratzscher, Verteilungskampf, S,72). Im nd wurde zum selben Thema die Meinung von den \u00d6konomieprofessoren Guy Kirsch und Volker Grossmann, von der Schweizer Universit\u00e4t Fribourg so wiedergegeben: \u201eMit der Ungleichheit, wie sie heute herrscht, kann es auf die Dauer nicht gut gehen\u201c (ND v. 14\/25.9.2016). Die Autoren weisen darauf hin, dass sich Reichtum wie Armut vererben. Sie sprechen von \u201efeudal-tribalen Gebr\u00e4uchen\u201c (nd a.a.O.). Das ist neu und fordert eine Reaktion heraus. Es bedeutet u.a., dass intellektuelles Potenzial eines Volkes ungenutzt bleibt, Kapitalist bleibt Kapitalist, Arbeiter bleibt Arbeiter. Wie einst Adel und Bauer.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Die Arbeiter- und Bauernfakult\u00e4ten der DDR haben gezeigt, welche Kr\u00e4fte erschlossen werden k\u00f6nnen und welche ungenutzt verschwendet wurden und werden.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Der Frieden kann nicht allein mit marxistischer Theorie verteidigt werden. Die Theorie wird bekanntlich nur dann zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift. Anders gesagt, die beste Theorie nutzt nichts, wenn sie den Massen nicht unterbreitet wird, wenn sie von ihnen nicht verstanden, nicht aufgegriffen wird. Die junge Welt zeigt heute, wie das geht. Sie allein gen\u00fcgt aber nicht. Wir m\u00fcssen die BILD-Leser erreichen. Schwer, aber anders wird es nicht gehen. Bis dahin bleibt nur die Mundpropaganda von uns allen.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Was also k\u00f6nnen wir f\u00fcr den Frieden tun? Wenn die Friedensfreunde nicht zu uns kommen, m\u00fcssen wir zu ihnen gehen, d.h. konkret zu Campact, zu Attac, zu Blockupy, eben zu den Massenbewegungen der heutigen Zeit. Sie k\u00f6nnen f\u00fcr uns ein Kraftquell sein und wir f\u00fcr sie.<\/em><\/p>\n<p class=\"western\"><em>Die Feststellung, unsere Zeit \u00e4hnelt dem Ende der Weimarer Republik ist be\u00e4ngstigend, zumal es keine KPD mehr gibt. Sie fordert zur Aktion auf. Ich hoffe, wir sind bereit.&#8220;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf einer Friedensveranstaltung in Bernau am 10.11.16 unter dem Motto:&#8222;Wir im Frieden? Wir f\u00fcr den Frieden!&#8220; hielt der nunmehr 94-j\u00e4hrige Jurist und Friedensaktivist Dr. Friedrich Wolff die folgende Rede: &#8222;Liebe Freunde, liebe Genossen, gestatten Sie mir zun\u00e4chst eine Vorbemerkung: Was ich sagen werde, ist meine Meinung und nur meine Meinung. 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