{"id":4736,"date":"2017-12-08T21:18:40","date_gmt":"2017-12-08T19:18:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=4736"},"modified":"2017-12-08T21:18:40","modified_gmt":"2017-12-08T19:18:40","slug":"erfolg-vor-gericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=4736","title":{"rendered":"Erfolg vor Gericht"},"content":{"rendered":"<p>Urteil macht den Weg frei f\u00fcr die Verleihung des K\u00f6lner Karlspreises an Ken Jebsen am 14. Dezember im Babylon<\/p>\n<p>Das Amtsgericht Berlin-Mitte hat am Donnerstag, 7.12.2017, in der Sache NRhZ .\/. Babylon zugunsten des Antrags auf einstweilige Verf\u00fcgung geurteilt. Die auf Druck des Berliner Senats erfolgte Absage der Preisverleihungsveranstaltung am 14.12.2017 im Berliner Kino Babylon war rechtswidrig und muss zur\u00fcck genommen werden. Das hei\u00dft: die Neue Rheinische Zeitung wird den K\u00f6lner Karlspreis f\u00fcr engagierte Literatur und Publizistik am 14. Dezember ab 18 Uhr im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz im Rahmen einer dreist\u00fcndigen Festveranstaltung an Ken Jebsen verleihen.<\/p>\n<p>Die Absage der Veranstaltung seitens des Babylon war wie folgt begr\u00fcndet worden: \u201eAufgrund des ausge\u00fcbten Drucks des Berliner Senats musste meine Mandantin (Babylon) konsequenter weise Ihnen (NRhZ) gegen\u00fcber die Absage erkl\u00e4ren&#8230; Hervorzuheben ist dabei, dass der Senat seinerseits auf starken Druck von Presse und anderen Verb\u00e4nden reagierte und diesen Druck eben auf meine Mandantin (Babylon) \u00fcbertrug.\u201c Auch von anonymen Drohungen gegen das Babylon als Institution wie auch gegen seinen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer als Person ist in der Absagebegr\u00fcndung die Rede. Diese und weitere nachgeschobene Begr\u00fcndungen rechtfertigen laut Gericht die Absage nicht. Der Vertrag ist einzuhalten.<\/p>\n<p>Insofern ist das Urteil ein Pl\u00e4doyer, sich auf Zensur hinauslaufendem Druck aus Politik, Medien und Verb\u00e4nden nicht zu beugen. Demokratie und Meinungsfreiheit d\u00fcrfen nicht den Interessen der wenigen M\u00e4chtigen geopfert werden. Politik \u2013 insbesondere Politik, die sich als links versteht \u2013 darf sich nicht in deren Dienst stellen. In diesem Zusammenhang benutze diffamierende Begriffe sind keine Argumente. Oskar Lafontaine bezieht in Sachen Karlspreisverleihung aktuell Stellung und bringt es klar zum Ausdruck: \u201eBegriffe wie &#8218;Verschw\u00f6rungstheoretiker&#8216; oder auch &#8218;Querfront&#8216; stammen aus dem Arsenal der Geheimdienste.\u201c Sie sind dazu geschaffen, die Aufkl\u00e4rung imperialer Verbrechen und B\u00fcndnisse, die sich dagegen richten, zu torpedieren. Es ist geboten, sich jeglichen offenen oder verdeckten Ma\u00dfnahmen der Verleumdung zu widersetzen. Deshalb hei\u00dft es auf dem Berliner Rosa-Luxemburg-Platz am 14.12. ab 16 Uhr bei der von NRhZ in Kooperation mit KenFM veranstalteten Protest-Kundgebung: &#8222;Demokratie und Meinungsfreiheit verteidigen&#8220;.<\/p>\n<p>Wer sich nicht heute Diffamierung, Verleumdung und Denunziation widersetzt, kann schon morgen in noch \u00fcblerer Weise zur Zielscheibe werden.<\/p>\n<p>Pressemitteilung auch hier:<\/p>\n<p>NRhZ-Pressemitteilung: Urteil macht den Weg frei f\u00fcr die Verleihung des K\u00f6lner Karlspreises an Ken Jebsen am 14. Dezember im Babylon<br \/>\nErfolg vor Gericht<br \/>\nNRhZ 640 vom 07.12.2017<br \/>\nhttp:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=24420 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urteil macht den Weg frei f\u00fcr die Verleihung des K\u00f6lner Karlspreises an Ken Jebsen am 14. Dezember im Babylon Das Amtsgericht Berlin-Mitte hat am Donnerstag, 7.12.2017, in der Sache NRhZ .\/. 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