{"id":4905,"date":"2018-07-12T11:46:27","date_gmt":"2018-07-12T09:46:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=4905"},"modified":"2018-07-12T11:46:27","modified_gmt":"2018-07-12T09:46:27","slug":"anmerkungen-zur-kampagne-berufsverbote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=4905","title":{"rendered":"Anmerkungen zur Kampagne &#8222;Berufsverbote&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Wir geben hier eine Stellungnahme unseres Mitglieds im Berliner Freidenker Verband Beate Brockmann \u00fcber die Wanderausstellung zu Berufsverboten in der BRD wieder. Beate begr\u00fcndet, warum sie ihren Bekannten den Besuch dieser Wanderausstellung nicht empfiehlt. Dabei wird die Ausstellung differenziert gew\u00fcrdigt und zugleich auch der ungeheure gesellschaftspolitische Druck anschaulich gemacht, unter dem sie zustande kam. Wohlgemerkt: Beate fordert keinesfalls dazu auf, diese Ausstellung nicht zu besuchen oder gar dem Anliegen die Solidarit\u00e4t zu entziehen \u2013 wie auch, ist sie doch selber von Berufsverboten infolge des Radikalenerlasses schwer betroffen und gesch\u00e4digt worden.<\/p>\n<p>Mit diesem \u201eRadikalenerla\u00df\u201c zeigte die \u201eOstpolitik\u201c von Brandt und Bahr ihr wahres Gesicht: Es ging dabei nicht nur um den versch\u00e4rften Antikommmunismus im eigenen Landesteil, sondern es sollte mit diesem Angriff insbesondere die DDR delegitimiert und ihre Ausstrahlung in die BRD geschw\u00e4cht und unterbunden werden.<\/p>\n<p>Die Praxis der Berufsverbote zeigt, da\u00df die Konterrevolution keineswegs nur \u201eauf Filzlatschen\u201c daherkam, sondern mit dem Einsatz entschiedenster Repression verbunden war.<\/p>\n<p>Und hier liegt genau der wunde Punkt, auf den Beate Brockmann \u2013 als Betroffene! &#8211; vollkommen zu Recht den Finger legt: Solidarit\u00e4t mit den von Berufsverboten Betroffenen w\u00fcrde fast grotesk, wenn sie nicht die Solidarit\u00e4t mit den B\u00fcrgern der DDR einschlie\u00dft, die seit 1990 millionenfach von Berufsverboten und Diskriminierungen auf jeder Eben ihres Lebens betroffen sind. Denn die Liquidierung des sozialistischen deutsches Staates, die Enteignung und Kolonisierung seiner Bev\u00f6lkerung war letztlich das Ziel der ganzen Operation.<\/p>\n<p>Dieses Thema und die wertvolle Stellungnahme von Beate haben f\u00fcr uns als Berliner Landesverband der Freidenker besondere Bedeutung: Ein gro\u00dfer Teil unserer Mitglieder in der Hauptstadt ist als DDR-B\u00fcrger von dieser Diskriminierung, bis zu den Strafrenten, betoffen. Ein anderer Teil, aus dem Westteil der Stadt und des Landes stammend, ist vom \u201eRadikalenerla\u00df\u201c betroffen.<\/p>\n<p>Deshalb danken wir der Autorin f\u00fcr diesen Text, der nach unserer Meinung s\u00e4mtlichen Mitgliedern unseres Landesverbandes aus dem Herzen spricht!<\/p>\n<p>F\u00fcr den Landesvorstand der Berliner Freidenker<\/p>\n<p>Klaus Linder<\/p>\n<p>Betr.: Berufsverbote &#8211; Wanderausstellung &#8211; homepage<br \/>\n<a href=\"https:\/\/deref-1und1.de\/mail\/client\/NMz4lu9jv88\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fberufsverbote.de%2Findex.php%2Fenglisch.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/berufsverbote.de\/index.php\/englisch.html<\/a><\/p>\n<p>Anmerkungen zur Kampagne &#8222;Berufsverbote&#8220;<\/p>\n<p>Als ehemals Berufsverbotsbetroffene und &#8211; was die Auswirkung auf meine<br \/>\nRentenh\u00f6he heute betrifft- Berufsverbotsgesch\u00e4digte lebe ich seit zwei<br \/>\nJahrzehnten nicht mehr in Deutschland. Um hier im Ausland von den<br \/>\ndeutschen Berufsverboten zu erz\u00e4hlen, guckte ich mir die<br \/>\nWanderausstellung genauer an. &#8222;Mit diesen Informationen d\u00fcrften eine<br \/>\nganze Menge Fragen zu beantworten sein&#8220; schrieb mir Klaus Lipps am<br \/>\n17. M\u00e4rz 2018. Mit dem ersten Augenschein stellte ich fest, dass die<br \/>\nenglische Version keine eins zu eins \u00dcbersetzung aus dem Deutschen<br \/>\nist, was ich zun\u00e4chst als harmlos abtat. Doch beim genaueren Studieren<br \/>\nder beiden Ausstellungsversionen beantworteten sich keine Fragen<br \/>\nmeiner Gespr\u00e4chspartner hier im Ausland, im Gegenteil warfen sich mir<br \/>\nGrundsatzfragen auf, und ich beschloss aus meinem Unbehagen heraus,<br \/>\nniemandem -nweder Bekannten in Deutschland noch im Ausland- diese<br \/>\nWanderausstellung zu empfehlen.<\/p>\n<p>Die Ausstellung &#8211; besonders in Tafel 7 \/deutsch zu sehen &#8211; geht stark<br \/>\nvon einer verschrobenen Totalitarismustheorie aus, als wenn sie auf<br \/>\nStaaten zutr\u00e4fe, nur nicht auf Ideologien. (Das w\u00e4re einen<br \/>\nphilosophischen Streit wert.) Ich denke, dass solch ein<br \/>\nGrundsatzdiskurs &#8211; wie auch immer gef\u00fchrt &#8211; historisch nicht der<br \/>\nHintergrund von Berufsverboten nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland<br \/>\n&#8211; einschliesslich der alten westlichen BRD &#8211; war. In der englischen<br \/>\nVersion stiftet Tafel 7 geradezu Verwirrung: Dort wird dargelegt, dass<br \/>\nin der Sowjetunion unter Stalin mehr als 1 Million Kommunisten<br \/>\numgebracht wurden &#8211; da fragt sich der Poster-Schauer doch, warum<br \/>\nemp\u00f6ren \u00fcber deutsche Berufsverbote? In Deutschland wurde ja niemand<br \/>\numgebracht, weil er Kommunist ist.<\/p>\n<p>Was uns allen fehlt, glaube ich, ist eine heisse strittige Diskussion<br \/>\n\u00fcber unsere deutsche Geschichte ohne Ber\u00fchrungstabus, was aus ihr zu<br \/>\nlernen ist. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, die w\u00fcrde gerade von uns<br \/>\nBerufsverbotsbetroffenen angstfrei ausgehen. Was haben wir zu<br \/>\nbef\u00fcrchten, die wir schon einmal unseren Kopf hingelegt haben?<br \/>\nVielleicht k\u00f6nnte man eine breite Auseinandersetzung anstossen \u00fcber<br \/>\ndie Erfahrungen der Vergangenheit und wie man die in Beziehung setzt<br \/>\nzur gegenw\u00e4rtigen Realit\u00e4t?<\/p>\n<p>In der Ausstellung f\u00e4llt mir desweiteren auf, dass das zugrunde<br \/>\ngelegte Material f\u00fcr Schlussfolgerungen und Beweise hauptseitig von<br \/>\n&#8222;Die Zeit&#8220;, &#8222;Die Welt&#8220; und anderen Mainstream-Quellen beliefert ist.<br \/>\nKann auf diese Weise ein korrektes komplexes Bild der Berufsverbote in<br \/>\nDeutschland entstehen?<\/p>\n<p>Bemerkenswert die Antwort von Klaus Lipps am 25. M\u00e4rz 2018: &#8222;Die Texte<br \/>\nder Ausstellung sind Kompromisse, auf die sich die Ausstellungsmacher<br \/>\nin langen und z\u00e4hen Diskussionen geeinigt haben. (\u2026.)Soweit wir die<br \/>\nBerufsverbots-Betroffenen vertreten, sind wir selber auch ein<br \/>\nKompromiss &#8211; ein B\u00fcndnis eben aus Betroffenen, die ja bekanntlich aus<br \/>\nsehr verschiedenen Richtungen kommen. (\u2026) Und im Grossen und Ganzen<br \/>\nist es erfreulich zu sehen, dass Leute aus den verschiedenen Gruppen<br \/>\ndie alten Streitigkeiten ruhen lassen k\u00f6nnen und gemeinsam gegen das<br \/>\nUnrecht angehen.&#8220;<\/p>\n<p>Ich frage mich, worum geht es der Berufsverbote-Kampagne, diesem<br \/>\nfragilen B\u00fcndnis? Das erlittene Unrecht &#8211; vollstreckt in alten Zeiten &#8211;<br \/>\nanprangern und f\u00fcr die pers\u00f6nliche<br \/>\nReputation\/Wiedergutmachung\/finanzielle Entsch\u00e4digung k\u00e4mpfen? Sollten<br \/>\nnicht vielmehr gerade wir &#8211; sei es nur wenige mit politischem Anspruch<br \/>\nund Gewissen &#8211; \u00f6ffentlich aufstehen und uns f\u00fcr die heutigen<br \/>\ndringlichsten Forderungen engagieren als Menschen, die aus alter<br \/>\nErfahrung mit dem gesellschaftlichen System Deutschlands, n\u00e4mlich als<br \/>\nBerufsverbotsbetroffene, wissen, was sie tun m\u00fcssen f\u00fcr hier und heute<br \/>\nnotwendig &#8211; \u00e4hnlich wie die Whistleblower weltweit, von denen einige<br \/>\nmit langen Haftstrafen im Gef\u00e4ngnis sitzen, im Exil ausharren, die nie<br \/>\ndie ihnen zugef\u00fcgten disziplinierenden entw\u00fcrdigenden Massnahmen in<br \/>\nden Mittelpunkt stellen, sondern sich zusammengetan haben (jedenfalls<br \/>\neinige wenige bzw. soweit es ihnen m\u00f6glich ist), um immer wieder<br \/>\n\u00f6ffentlich mit ihren Kommentaren den Finger in die neuen Wunden zu<br \/>\nlegen. Ich meine, bei uns Berufsverbotsbetroffenen (sei es nur wenige<br \/>\nvon uns) sollte es weniger vorrangig um die Bew\u00e4ltigung, den Ausgleich<br \/>\nunserer besch\u00e4digten Biografien gehen, als vielmehr um heutiges<br \/>\npolitisches Wirken. Dabei spielt selbstverst\u00e4ndlich die Betroffenheit<br \/>\nvon Berufsverboten unterschwellig eine Rolle. Gemeinsam gegen Unrecht<br \/>\nangehen und alte Streitigkeiten ruhen lassen &#8211; wie die Devise der<br \/>\nBerufsverbote-Kampagne lautet -, ist kein Wert an sich, wenn es dabei<br \/>\nzu einer Vereinbarung f\u00fchrt, die auf Antikommunismus (Linie<br \/>\nRosa-Luxemburg-Stiftung) hinausl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Als ersten Punkt, f\u00fcr den wir bzw. einige wenige<br \/>\nBerufsverbotsbetroffene \u00f6ffentlich auftreten k\u00f6nnten heute, w\u00e4re zum<br \/>\nBeispiel gegen die Russophobie bei gleichzeitiger Militarisierung der<br \/>\nGesellschaft und massiver Aufr\u00fcstung. Das erfordert Mut, das haben wir<br \/>\nBerufsverbotsbetroffenen doch schon mal gezeigt und durchgestanden.<br \/>\nIch k\u00f6nnte mir in Anlehnung an ein ber\u00fchmtes Plakat vorstellen: ALLE<br \/>\nREDEN VON RUSSISCHEN DISSIDENTEN &#8211; WIR SIND DIE DISSIDENTEN VON<br \/>\nDEUTSCHLAND\u2026. und dann machen wir in einem kurzen Text aufmerksam auf<br \/>\ndie Kriegsch\u00fcrung und das uralte Feindbild. Mir gef\u00e4llt nicht, wenn<br \/>\nwir Berufsverbotsbetroffene nur um unseren eigenen Nabel kreisen und<br \/>\naus Sorge um Streit, der vielleicht zu Abspaltungen (von was<br \/>\neigentlich: der Nabelschau?) f\u00fchren k\u00f6nnte, eine politische Diskussion<br \/>\nvermeiden. Das bedeutet f\u00fcr mich, wir sind erfolgreich mundtot<br \/>\ngemacht, haben uns zu einem Burgfrieden vereinbart: War das nicht der<br \/>\nZweck der Berufsverbote? Das war doch das Perfide an der<br \/>\nBerufsverbots-Verteilungspraxis : Es konnte jeden treffen, ob<br \/>\nFunktion\u00e4r oder kleiner Sympathisant. Die Wirkung war wie ein<br \/>\nDamoklesschwert: Unabh\u00e4ngig vom konkreten Tun eines Einzelnen sch\u00fcrte<br \/>\ndie Drohung eines Berufsverbots allgemeine Angst. Deshalb sind auch<br \/>\nMenschen indirekt vom Berufsverbot betroffen, denen nie ein<br \/>\nBerufsverbot erteilt wurde: Ich kenne Einige, die aus Furcht vor<br \/>\nm\u00f6glichem Berufsverbot ihr Studium auf Lehramt wechselten hin zu einer<br \/>\nanderen Kariere zum Beispiel, andere mischten sich nicht mehr in<br \/>\ngesellschaftliche Konflikte ein, unterschrieben zum Beispiel keine<br \/>\nSolidarit\u00e4tsaufrufe mehr. Eine Rehabilitation der<br \/>\nBerufsverbotsbetroffenen kann nur in einer politischen Atmosphaere des<br \/>\nWiderstands erfolgreich sein, die zu grundlegenden Ver\u00e4nderungen in<br \/>\nRichtung Demokratie gef\u00fchrt hat. Eine finanzielle Abspeisung unter den<br \/>\nheutigen Bedingungen \/ juristischen Beschr\u00e4nkungen w\u00fcrde uns bloss<br \/>\nzus\u00e4tzlich den Mund stopfen.<\/p>\n<p>Und haben wir eigentlich mal dar\u00fcber nachgedacht, dass es der<br \/>\nStrategie der neuen Bundesrepublik mit ihren imperialistischen<br \/>\nAmbitionen als F\u00fchrerin einer westlichen Wertegemeinschaft und Europa<br \/>\nin ihr Propaganda-Image passt, wenn der Makel der Berufsverbote nicht<br \/>\nmehr ihr Selbstbild beschmutzt? Daf\u00fcr gilt es, aufkommenden Unmut<br \/>\nwegen der Altlast Berufsverbote in ungef\u00e4hrliche Gew\u00e4sser zu<br \/>\nkanalisieren, d.h. in antikommunistisches, mit Totalitarismus<br \/>\nbegr\u00fcndetes Fahrwasser abzudr\u00e4ngen, ohne dass Gesinnungsschn\u00fcffelei<br \/>\neingestellt worden ist. Wollen wir uns wirklich f\u00fcr ein Schweigegeld<br \/>\neinkaufen lassen, nur damit der Export-Meister Deutschland vor der<br \/>\nWelt sauber da steht?<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Wanderausstellung. Sie geht detailliert auf geschichtliche<br \/>\nStr\u00f6mungen ein, die von Unrecht, Ungerechtigkeit, politischer<br \/>\nOpposition und mutigen Einzelpers\u00f6nlichkeiten erz\u00e4hlen. Doch ich<br \/>\nvermisse einen emp\u00f6renden Fakt aus der j\u00fcngsten Zeitgeschichte, der<br \/>\nbis heute nachwirkt: Die Darstellung der riesigen Welle der<br \/>\nBerufsverbote, die ehemalige B\u00fcrger der DDR betraf.<br \/>\nDazu erl\u00e4utert Klaus Lipps am 28.M\u00e4rz 2018: &#8220; Den Gedanken, uns mit<br \/>\nden Berufsverboten in und nach der DDR zu besch\u00e4ftigen, haben wir 2012<br \/>\nmit grosser Mehrheit abgelehnt. (\u2026) Unser Thema war der<br \/>\nRadikalenerlass von 1972 in der Bundesrepublik. Den und seine<br \/>\npers\u00f6nlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen kannten und kennen<br \/>\nwir bis ins Detail. Und wir hatten nicht die Kraft und nicht gen\u00fcgend<br \/>\nWissen, uns fundiert mit \u00e4hnlichen Ereignissen in und nach der DDR zu<br \/>\nbefassen.&#8220;<\/p>\n<p>Wieso werden ausf\u00fchrlichst alle m\u00f6glichen historischen Ereignisse<br \/>\n&#8211; dargestellt wie angebliche Vorl\u00e4ufer des Radikalenerlass- in der<br \/>\nAusstellung aufgezeigt, aber angeblich liegt keine Kenntnis \u00fcber die<br \/>\nabgewickelten Staatsbediensteten der abgewickelten DDR vor! Was soll<br \/>\ndie hintersinnige Anspielung von Berufsverboten &#8222;in&#8220; der DDR? (Das<br \/>\nweist auf die Tiefengr\u00fcndung der Berufsverbots-Kampagne hin:<br \/>\nTotalitarismus und Antikommunismus, nur mit diesen Kriterien kann man<br \/>\nsich erfolgreich beim Deutschland von heute einschleichen, siehe<br \/>\noben.) Kennt die Kampagne wirklich den Radikalenerlass und dessen<br \/>\nAuswirkungen bis ins Detail? Bei meinen Anh\u00f6rungen (bei der ersten<br \/>\nging es um Ausbildungsverbot in Hamburg, bei der zweiten um<br \/>\nBerufsverbot in Baden-W\u00fcrttemberg) wurde meine Gesinnung gepr\u00fcft mit<br \/>\nFragen, welche Haltung ich zu Reisen in die DDR, B\u00fcchern und<br \/>\nSchulsystem der DDR habe, mir wurden Zitate aus dem philosophischen<br \/>\nW\u00f6rterbuch der DDR vorgehalten und wie ich dazu st\u00fcnde, kurz gesagt,<br \/>\nbei mir sass die DDR damals mit am Tisch als Vorwurf und als Verbot,<br \/>\neine sozialistische Alternative \u00fcberhaupt zu denken.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen uns Solidarit\u00e4t f\u00fcr unsere Berufsverbotsbetroffenheit,<br \/>\nwas ist mit unserer Solidarit\u00e4t mit den entlassenen B\u00fcrgern der<br \/>\nEx-DDR?<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnten wir Berufsverbotsbetroffene uns in die Ver\u00e4nderung des<br \/>\npolitischen Klimas in Deutschland einmischen, dadurch auch<br \/>\n\u00fcberzeugender sein besonders in Bezug auf die J\u00fcngeren in unserem<br \/>\nLand?<\/p>\n<p>Ich bin nicht bereit, mich meines Berufsverbotes wegen vor den Karren:<br \/>\nAntikommunismus\/Totalitarismus\/Stasi-Hysterie\/Russophobie spannen zu<br \/>\nlassen &#8211; wer auch noch!?<\/p>\n<p>BEATE BROCKMANN<\/p>\n<p>verhinderte Volks- und Realschullehrerin wegen Berufsverbot,<br \/>\nMuseumsp\u00e4dagogin, Stadtplanerin, Szenenbildnerin, vorzeitig berentet<br \/>\nwegen chronischer Krankheit, lebt seit dem in London und Italien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir geben hier eine Stellungnahme unseres Mitglieds im Berliner Freidenker Verband Beate Brockmann \u00fcber die Wanderausstellung zu Berufsverboten in der BRD wieder. 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