{"id":5111,"date":"2019-04-17T10:57:09","date_gmt":"2019-04-17T08:57:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=5111"},"modified":"2023-10-07T14:08:20","modified_gmt":"2023-10-07T12:08:20","slug":"bericht-ueber-die-gemeinsame-kundgebung-zum-5-jahrestag-des-kriegs-gegen-den-donbass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.berlin.freidenker.org\/?p=5111","title":{"rendered":"Bericht \u00fcber die gemeinsame Kundgebung zum 5. Jahrestag des Kriegs gegen den Donbass"},"content":{"rendered":"<div class=\"l-wrap breakingnews\">\n<div class=\"b-header\">\n<div class=\"b-article__header\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"b-article__header-title \">\n<h5>Mit Dank an sputniknews und Tilo Gr\u00e4ser!<\/h5>\n<h4>Demo gegen Krieg im Donbass und deutsche Hilfe f\u00fcr Kiew \u2013 Wunsch nach Frieden<\/h4>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"l-main m-oh sticky-banner\">\n<div class=\"l-wrap m-clear\">\n<div class=\"l-maincolumn m-static\">\n<div class=\"b-article\">\n<div class=\"b-article__lead\">\n<p>Mit weltweiten Aktionen haben Friedensaktivisten am Sonntag gegen den von Kiew gef\u00fchrten Krieg im ostukrainischen Donbass protestiert. An die Verantwortlichen daf\u00fcr und die von westlicher Politik und Medien verschwiegenen Ursachen hat eine Demonstration in Berlin erinnert. Sie hat davor gewarnt, diesen Krieg zu vergessen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"b-article__text\">\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren, am 14. April 2014, begann der Krieg im ostukrainischen Donbass-Gebiet. Aber nicht Russland hat diesen Krieg begonnen und f\u00fchrt ihn, wie es \u2013 Ursache und Wirkung verdrehend \u2013immer wieder von Politik und Medien westlicher Staaten behauptet wird. Das gilt ebenso f\u00fcr jene, die die beiden \u201eVolksrepubliken\u201c Donezk und Lugansk ausriefen und sich gegen die Kiewer Truppen verteidigen.<\/p>\n<p>Gegen die Verdrehung durch Politik und Medien und gegen den Krieg im Donbass protestierte am Sonntag in\u00a0Berlin eine kleine Gruppe aus der Friedensbewegung. Neben den Berliner Landesverb\u00e4nden der Freidenker und der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) geh\u00f6rten die Gruppe <a href=\"https:\/\/alternativepresseschau.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">\u201eAlternative Presseschau\u201c<\/a>, die \u00fcber das Geschehen im Donbass informiert, sowie die <a href=\"https:\/\/www.fbko.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">\u201eFriedensbr\u00fccke-Kriegsopferhilfe\u201c<\/a>, die unter anderem Menschen im Donbass unterst\u00fctzt, zu jenen, die zur Demonstration Unter den Linden, zwischen Nachbau des Berliner Schlosses und Altem Museum aufgerufen hatten.<\/p>\n<p class=\"marker-quote1\">Im Aufruf dazu hie\u00df es: \u201eVor genau f\u00fcnf Jahren, am 14. April 2014, hat das durch einen Staatsstreich mit Unterst\u00fctzung der NATO und der EU an die Macht gekommene, von Faschisten gest\u00fctzte ukrainische Regime einen Krieg gegen den Donbass begonnen. Zuvor hatten sich die Menschen im Donbass gegen den Staatsstreich gewehrt und in\u00a0Referenden mit gro\u00dfer Mehrheit ihre Selbstbestimmung beschlossen.\u201c<\/p>\n<p>An diese Tatsachen und daran, dass im Fr\u00fchjahr 2014 die neuen Kiewer Machthaber <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=96U5U2WKtbM\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">die ersten Panzer<\/a> in\u00a0das Gebiet befahlen und den <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/anti-terror-operation-ukrainische-armee-rueckt-in-donezk-region-vor-12896719.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Krieg begannen<\/a>, erinnerte die kleine Demo am Sonntag. Sie war am Sonntag Teil von weltweiten Aktionen als Protest gegen diesen fortgesetzten Krieg der vom Westen unterst\u00fctzten ukrainischen F\u00fchrung. Es war ein Protest gegen das Vergessen dieses Krieges und seiner wirklichen Ursachen.<\/p>\n<p><strong>Die Verantwortung des Westens<\/strong><\/p>\n<p>Klaus Linder, Landesvorsitzender des Freidenkerverbandes, machte darauf aufmerksam, dass die \u201eVolksrepubliken\u201c des Donbass \u201et\u00e4glich von ukrainischen Truppen beschossen werden, mehr als 10.000 Menschen wurden get\u00f6tet, mehr als 40.000 H\u00e4user und soziale Einrichtungen, Schulen und Krankenh\u00e4user wurden zerst\u00f6rt.\u201c<\/p>\n<div class=\"b-inject m-inject-free\">Tag f\u00fcr Tag\u00a0 verhindere der mit politischer und finanzieller Unterst\u00fctzung auch der Bundesregierung weitergef\u00fchrte Krieg und die Wirtschaftsblockade von Seiten der Ukraine den Wiederaufbau. Darauf machte auch Barbara Majd-Amin von der DKP Berlin aufmerksam. Sie prangerte die anhaltende Unterst\u00fctzung des Westens und der Bundesregierung f\u00fcr die Kriegstreiber in Kiew an. Deren angeblicher \u201eAnti-Terror-Einsatz\u201c sei der wahre Terror.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der Westen, voran die USA und ebenso die Bundesregierung, sei verantwortlich f\u00fcr das Aufkommen der Faschisten in\u00a0der Ukraine sowie die gef\u00e4hrliche Konfrontation mit Russland, die mit den Ereignissen seit 2014 begr\u00fcndet wird. Die bundesdeutschen Medien w\u00fcrden den Krieg und dessen Folgen f\u00fcr die Menschen im Donbass verschweigen.<\/p>\n<p><strong>L\u00fcgen aus Berlin<\/strong><\/p>\n<p>Majd-Amin erinnerte daran, dass die USA ebenso wie die EU mit der Bundesrepublik bereits vor 2014 versuchten, die Ukraine mit allen Mitteln ins westliche Lager zu ziehen. Diese Politik sei verantwortlich f\u00fcr das Erstarken nationalistischer und faschistischer Kr\u00e4fte in\u00a0der Ukraine sowie f\u00fcr den Krieg im Donbass.<\/p>\n<p class=\"marker-quote1\">\u201eSie l\u00fcgen, wenn sie den Beginn der Ukraine-Krise mit der Unabh\u00e4ngigkeit der Krim und der angeblichen Annexion durch Russland datieren. Sie l\u00fcgen, wenn sie Russland f\u00fcr die Einhaltung des Minsker Abkommens verantwortlich machen.\u201c<\/p>\n<p>Dagegen werde kein Wort \u00fcber das sogenannte Donbass-Gesetz verloren, das die Kiewer Rada Anfang 2018 verabschiedete. Mit diesem wurden die \u201eVolksrepubliken\u201c Lugansk und Donezk als von Russland besetzte Gebiete eingestuft und ihre R\u00fcckeroberung zum Ziel gemacht. Damit habe Kiew dem Minsker Abkommen den Todessto\u00df versetzt, so die DKP-Vertreterin.<\/p>\n<p><strong>Merkels Hilfe f\u00fcr Wahlverlierer Poroschenko<\/strong><\/p>\n<p>Sie bezeichnete die Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel an den Kiewer Pr\u00e4sidenten Petro Poroschenko zum Besuch am Freitag als \u201eskandal\u00f6s\u201c. Das gelte auch f\u00fcr die Erkl\u00e4rung von Regierungssprecher Steffen Seibert, es handele sich dabei trotz der bevorstehenden Stichwahl in der Ukraine f\u00fcr das Pr\u00e4sidentenamt um einen \u201enormalen Arbeitsbesuch\u201c.<\/p>\n<p>Merkel hatte am Freitag auf einer Pressekonferenz mit Wahlverlierer Poroschenko diesen \u201eganz herzlich\u201c begr\u00fc\u00dft und <a href=\"https:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/bkin-de\/aktuelles\/pressekonferenz-von-bundeskanzlerin-merkel-und-dem-praesidenten-der-ukraine-petro-poroschenko-1600646\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">erkl\u00e4rt<\/a>: \u201eWir haben in\u00a0den letzten Jahren sehr enge Beziehungen aufgebaut, und gerade die Kooperation mit der Ukraine in\u00a0den schwierigen Zeiten, die jetzt auch schon f\u00fcnf Jahre andauern, gepflegt. Wir haben gesagt: Wir stehen fest an der Seite der Ukraine und zur Erhaltung der territorialen Integrit\u00e4t der Ukraine, was sowohl die Krim als eben auch die von Separatisten besetzten Gebiete einschlie\u00dft.\u201c<\/p>\n<p>Damit machte die Kanzlerin klar, dass die Bundesregierung ihren Kurs, den die Demonstranten am Sonntag kritisierten, nicht \u00e4ndern will. Merkels \u00c4u\u00dferungen widersprachen die Briefe von Kindern aus Donezk und Makejewka, die auf der Demo verlesen wurden, ebenso wie <a href=\"https:\/\/alternativepresseschau.wordpress.com\/2019\/04\/07\/fuenf-jahre-lvr-interview-mit-einem-vorstandsmitglied-der-gewerkschaftsfoederation\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Aussagen des Gewerkschafters Andrej Kotschetow<\/a> aus der Lugansker \u201eVolksrepublik\u201c und die aktuellen Meldungen aus dem Donbass, die die \u201eAlternative Presseschau\u201c zusammengetragen hatte.<\/p>\n<p>Auf einem gro\u00dfen Transparent wurden neben Briefen von Kindern aus dem Donbass auch ihre Bilder gezeigt, die bei einem Malwettbewerb j\u00fcngst entstanden. Auf ihnen war zu sehen und zu lesen, dass sie f\u00fcr sich, aber ebenso f\u00fcr alle Menschen und L\u00e4nder vor allem Frieden w\u00fcnschen. \u201eIch w\u00fcnsche der Welt Gesundheit, Gl\u00fcck, Freude, Liebe und Frieden\u201c, schrieb Anissja, Sch\u00fclerin an einer Musikschule in\u00a0Donezk. Und ihre Mitsch\u00fclerin Jekaterina schloss ihren Brief mit dem Satz: \u201eIch will, dass der Krieg bei uns aufh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Mit Dank an sputniknews und Tilo Gr\u00e4ser! Demo gegen Krieg im Donbass und deutsche Hilfe f\u00fcr Kiew \u2013 Wunsch nach Frieden Mit weltweiten Aktionen haben Friedensaktivisten am Sonntag gegen den von Kiew gef\u00fchrten Krieg im ostukrainischen Donbass protestiert. 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