Landesverband Berlin im
Deutschen Freidenker-Verband e.V.

Rapoport- Gesellschaft in Berlin gegründet

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Am 14. August 2020 wurde an der Berliner Charité die „Ingeborg-Syllm-Rapoport-und-Samuel-Mitja-Rapoport-Gesellschaft“, kurz Rapoport- Gesellschaft gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Prof. Dr. K. Fuchs- Kittowski (Mitglied der Leibniz-Sozietät), Prof. H. Kreibich, Dr. Niemann ( IPPNW), Klaus Hartmann (Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, Dr. D. H. Rapoport, Dr. U. Schagen, Medizinhistoriker, Verband Demokratischer Ärzte und Ärztinnen sowie weitere Einzelpersönlichkeiten.

Eine Gründungsversammlung verabschiedete den Auftrag für einen gemeinnützigen Verein, der die wissenschaftlichen Leistungen und die gesellschaftliche Wirksamkeit von Prof. Dr. Ingeborg Syllm-Rapoport und Prof. Dr. Samuel Mitja Rapoport erforscht, um die Erinnerung und das Andenken an ihr Leben und Lebenswerk wachzuhalten und es für die Gegenwart produktiv und nutzbar zu machen.

Vorausgegangen war Ende 2019 eine wissenschaftliche Konferenz zum Wirken der Rapoports im Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf mit mehr als 150 Besuchern. Bei dieser Veranstaltung trafen sich die Rapoport Schüler und Mitstreiter, wie Frau Prof. G. Jacobasch, Dr. Niemann, Prof. Kreibich, Dr. Linke, Dr. Siems, Klaus Hartmann, Mitglieder der Familie Rapoport, die Leitung des Dekanats des UKE, Prof. Koch-Gromus sowie weitere interessierte Organisationen. Diese Veranstaltung verdeutlichte die große Anerkennung die Inge & Mitja Rapoport als Wissenschaftler, Antifaschisten, als Familie und Freunde, als Lehrer, erfahren haben.

Schon bei dieser Veranstaltung in Hamburg sowie in Reaktionen von Friedens- und Wissenschaftsverbänden wurde deutlich, dass die Würdigung der Rapoports als internationale Wissenschaftler, als „Jahrhundert – Persönlichkeiten“, die zugleich Nationalpreisträger der USA und DDR sind, Ärzte der IPPNW und Friedensaktivisten sind, für manche Deutschen fast eine Zumutung ist.

Diese auch aus der Ost-West-Spaltung resultierende Widersprüchlichkeit ist eine Motivation und ein Auftrag der neuen Rapoport-Gesellschaft, die durch gemeinsame Interessen beim Wissenschaftsbegriff, beim Antifaschismus, Humanismus und der Orientierung auf sozialistische Ideale bestehenden gemeinsamen Interessen und Überzeugungen zu fördern und zu vertiefen.

Dr. Daniel Rapoport, Vorstandsmitglied der Rapoport- Gesellschaft schreibt dazu: „Uns eint, dass wir etwas Vorbildhaftes und Nachahmenswertes in meinen Großeltern erblicken; etwas, von dem wir wünschen, dass es erhalten und weitergegeben werden möge. Dennoch scheint schwer, präzise auf eine Formel zu bringen, was genau dieses „Etwas“ sein soll.

Einige von Euch werden sicher die Wissenschaftlichkeit meiner Großeltern als zentral ansehen. Damit meine ich sowohl ihre Verdienste in der Wissenschaft, als auch ihren prinzipiellen methodischen Anspruch von Wissenschaftlichkeit in vielen Bereichen des Lebens. Anderen wird der humanistische Anspruch, den sie an alles, inklusive der Wissenschaft hatten, als Wichtigstes erscheinen. Wieder andere sehen in ihnen das Ideal eines kommunistischen Kämpfers angenähert. Es gibt auch welche, die in ihnen die besten Seiten eines — vorerst gescheiterten — sozialistischen Experimentes personifiziert finden.

Noch andere fühlen einfach eine starke Bindung zu den Menschen, die sie waren.. Ich möchte Euch bitten, über diese Dinge nicht zu streiten. Meine Großeltern stehen für all das und noch vieles mehr. Welche Lesart sich am Ende stabilisieren wird, ob es überhaupt zu einer „stabilen Lesart“ kommt, vermag niemand vorauszusagen. Wir wollen lediglich dafür Sorge tragen, dass die Auseinandersetzung darüber, wofür sie stehen können, auf gebührendem Niveau stattfindet“.

Die Gründungsversammlung beauftragte den Vorstand mit der Einberufung einer Mitgliederversammlung noch in diesem Jahr, damit in der Öffentlichkeit der Zweck der Gesellschaft wirksam werden kann. Wir wollen das Wissen über progressive Aufklärung fördern, um diese Tradition und Kultur für die Zukunft zu erhalten und wirksam werden zu lassen und eine „Rapoport- Kultur“ in den Lebenswissenschaften verankern.

Unterstützen, fördern, werben Sie für die Ziele der Rapoport- Gesellschaft. Werden Sie Mitglied, Förderer der Rapoport- Gesellschaft und gestalten Sie die kommende Mitgliederversammlung in Berlin mit. Wir sind für Fragen, Anregungen offen.

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Kontakt zum Gründungsvorstand der Rapoport- Gesellschaft Berlin

Rapoport.Gesellschaft@gmail.com

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 13. Oktober 2020 um 12:16 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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