Landesverband Berlin im
Deutschen Freidenker-Verband e.V.

Abrüsten statt Aufrüsten

Dienstag, 24. November 2020 von Webredaktion

Liebe Freundinnen und Freunde, Genossinnen und Genossen,

am 11. Dezember 2020 wird der Bundestag voraussichtlich den Bundeshaushalt 2021 abstimmen.

Aus diesem Anlass wird am 5. Dezember auch in Berlin eine Kundgebung im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages „Abrüsten statt Aufrüsten“ durchgeführt. Sie wird organisiert von der Berliner Friko und „Abrüsten statt Aufrüsten“.

Die Kundgebung beginnt um 13:30 vor dem Bundeskanzleramt. Anschließend wird es eine Menschenkette um den Bundestag geben.

Ein Aufruf der Friko ist über diesen Link zu finden:

http://www.frikoberlin.de/

Indem wir den Aufruf weiterleiten, möchten wir einige Gedanken anfügen, die in den letzten Monaten häufig in unseren Freidenkerveranstaltungen, aber auch mit befreundeten Organisationen zur Sprache kamen. (more…)

Halten wir an unserer Sprache fest!

Montag, 16. November 2020 von Webredaktion

Zur Problematik von „Coronaprotesten“ und „Gegenprotesten“

von Liane Kilinc

Viele von uns betrachten die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen mit Unbehagen. Letztes Wochenende wurde in Leipzig auf der Querdenker-Demonstration ein Transparent getragen, auf dem geschrieben stand:

„Das bösartigste Virus auf der Welt ist die Kommunistische Partei Chinas“.

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir alle haben die immer wiederkehrenden Vorwürfe im Ohr, die Grundrechtseinschränkungen, die durch die Pandemie begründet werden, seien ‚DDR 2.0‘, während gleichzeitig das Grundgesetz in den Himmel gehoben wird als sei es tatsächlich die beste aller deutschen Verfassungen. Maskenzwang ist Faschismus oder Stasi, egal, beides gleich böse…

Welch ein Durcheinander in den Köpfen, man weiß gar nicht, an welcher Stelle man anfassen kann, um diesen Knoten zu entwirren.

Und auf der anderen Seite? Da ist die Rede von Coronaleugnern und es fällt das vertraute ‚rechtsoffen‘. Und es denke keiner, da sei der Verstand klarer.

Wie kann es sein, dass Menschen auf die Straße gehen und erklären, sie glaubten nicht, was über die Pandemie in den Medien steht, aber dennoch unverbrüchlich glauben, was dieselben Medien, die selbe Regierung über die DDR erzählen?

Kann man wirklich die eine Erzählung so grundsätzlich in Frage stellen und die andere unüberdacht lassen? Und wie kann es sein, dass irgendwie in dem Ganzen die wirklichen, die sozialen Fragen gar nicht benannt werden? Weder von den sogenannten Leugnern, die sich am Grundgesetz festgebissen haben, noch von jenen, die meinen, der Regierung die Stange halten zu müssen, auch wenn viel für die Konzerne und wenig für die Menschen getan wird? (more…)

Rapoport- Gesellschaft in Berlin gegründet

Dienstag, 13. Oktober 2020 von Webredaktion

Am 14. August 2020 wurde an der Berliner Charité die „Ingeborg-Syllm-Rapoport-und-Samuel-Mitja-Rapoport-Gesellschaft“, kurz Rapoport- Gesellschaft gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Prof. Dr. K. Fuchs- Kittowski (Mitglied der Leibniz-Sozietät), Prof. H. Kreibich, Dr. Niemann ( IPPNW), Klaus Hartmann (Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, Dr. D. H. Rapoport, Dr. U. Schagen, Medizinhistoriker, Verband Demokratischer Ärzte und Ärztinnen sowie weitere Einzelpersönlichkeiten.

Eine Gründungsversammlung verabschiedete den Auftrag für einen gemeinnützigen Verein, der die wissenschaftlichen Leistungen und die gesellschaftliche Wirksamkeit von Prof. Dr. Ingeborg Syllm-Rapoport und Prof. Dr. Samuel Mitja Rapoport erforscht, um die Erinnerung und das Andenken an ihr Leben und Lebenswerk wachzuhalten und es für die Gegenwart produktiv und nutzbar zu machen.

Vorausgegangen war Ende 2019 eine wissenschaftliche Konferenz zum Wirken der Rapoports im Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf mit mehr als 150 Besuchern. Bei dieser Veranstaltung trafen sich die Rapoport Schüler und Mitstreiter, wie Frau Prof. G. Jacobasch, Dr. Niemann, Prof. Kreibich, Dr. Linke, Dr. Siems, Klaus Hartmann, Mitglieder der Familie Rapoport, die Leitung des Dekanats des UKE, Prof. Koch-Gromus sowie weitere interessierte Organisationen. Diese Veranstaltung verdeutlichte die große Anerkennung die Inge & Mitja Rapoport als Wissenschaftler, Antifaschisten, als Familie und Freunde, als Lehrer, erfahren haben. (more…)

Freidenker und das Vermächtnis der Rapoports

Dienstag, 13. Oktober 2020 von Webredaktion

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Genossinnen und Genossen.

Vermutlich stellen sich einige von Ihnen die Frage, was die Freidenker mit dem Inhalt dieser Veranstaltung im Allgemeinen zu tun haben, und was speziell mit Ingeborg und Mitja Rapoport. Daher werde ich etwas dazu sagen, was die Freidenker hierher führt und welche Inhalte uns dabei bewegen. Bitte erlauben Sie mir eine kurze Ausführung über die Entstehung und Entwicklung der organisierten Freidenkerbewegung.

Bei Gründung der ersten Freidenker-Organisation in Deutschland wurde Prof. Dr. Ludwig Büchner zum Vorsitzenden gewählt. Er war Bruder des Schriftsteller und Dramatikers Georg Büchner, der wegen der Herausgabe des „Hessischen Landboten“- v.a. bekannt: „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ verfolgt wurde.

Ludwig war – wie viele, die sich bei den Freidenkern organisierten – Teilnehmer der leider wenig erfolgreichen 1848er Revolution. Büchner war Arzt, Naturwissenschaftler und Philosoph und gemeinsam mit Carl Vogt und Jakob Moleschott führender Vertreter des naturwissenschaftlichen Materialismus. Sein Buch „Kraft und Stoff“ wurde zu einem Bestseller in der demokratischen und Arbeiterbewegung, aber auch zum Grund für den Entzug seiner Lehrbefugnis in Tübingen. (more…)

Hetze und Mobilmachung gegen China

Mittwoch, 30. September 2020 von Webredaktion
Wir laden ein zur nächsten Runde „Berliner Freidenker im Gespräch“.
Wo: Kieztreff Wedding, Stralsunder Straße 6
13355 Berlin
Wann: Mittwoch, 21. Oktober 2020, 19 Uhr

(Wir bitten zu beachten, dass wir uns derzeit jeden DRITTEN Mittwoch im Monat treffen und erst ab 19 Uhr. Maskenfrage: Mitbringen – Ja; Aufsetzen – falls zu voll oder erwünscht).

Thema: Hetze und Mobilmachung gegen China

Einleitungsreferat: Björn Schmidt (Deutscher Freidenker-Verband und DKP Hannover)

Die zunehmende Konfrontation der USA mit China wird üblicherweise mit dem Namen des aktuellen US-Präsidenten Trump verbunden. Doch bereits 2012 verkündete sein Amtsvorgänger Obama die neue geostrategische Orientierung „Pivot to Asia“, mit der sich der Schwerpunkt der US-Außenpolitik weg von Europa und dem Mittleren Osten stärker in Richtung der „Drehscheibe Asien“ verlagern solle. In den letzten Jahren wurden die Wirtschaftsbeziehungen der USA und China verschlechtert und zum Wirtschaftskrieg eskaliert, mit Absonderlichkeiten wie dem Amoklauf gegen Huawei oder Schadensersatzforderungen wegen des „Chinesischen Virus“. Die Bemühungen um wirtschaftliche Eindämmung werden mit einer verschärften militärischen Einkreisung ergänzt, mit einem Großaufgebot von US-Kriegsschiffen im Südchinesischen Meer, die „gefährliche Begegnungen“ provozieren. Begleitet wird die Entwicklung durch Dauerbeschuss an der Propagandafront: ob feudal-buddhistische Mönche in Tibet, die „Unterdrückung der Uiguren“, die „Demokratiebewegung“ in Hong Kong oder der wiederauferstandene „Totalitarismus“ – die Menschenrechtskämpfer des Wertewestens und ihre „grünen“ Speerspitzen machen auf alles einen antichinesischen Reim. NATO-Generalsekretär Stoltenberg warnt, dass der Aufstieg Chinas „fundamental die globale Machtbalance verändert“, und China immer stärker „vor die Haustür Europas“ komme. Kramp-Knarrenbauer fordert, Deutschland müsse helfen, Chinas Machtanspruch einzudämmen, „indem wir mit unseren Verbündeten Präsenz in der Region zeigen“: „die Region ist für Deutschland von herausragender strategischer Bedeutung“. Wird Chinas Ökonomie die USA überholen? Was bedeutet die „Dedollarisierung“? Wohin führt Chinas „Neue Seidenstraße“? Welche Rolle spielen die BRICS-Staaten, die Shanghai-Sicherheitskooperation, die wachsende Allianz zwischen Russland und China?

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