Universitäts-Abschluß in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Bocconi in Mailand.
Von 2000 bis 2005 Tätigkeit beim Internationalem Währungsfonds (IWF).
Im nationalen Sekretariat der Demokratischen Partei Italiens (PD) war er von 2010 bis 2013 für Wirtschaft und Arbeit zuständig.
Mitglied der Abgeordnetenkammer Italiens in der 17. und 18. Legislaturperiode von 2013 bis 2022.
Stellvertretender Minister für Wirtschaft und Finanzen im Kabinett Letta.
2015 verließ er die PD wegen Abweichungen mit dem damaligen Nationalsekretär Matteo Renzi bezüglich der Reformen des Arbeits- (“Jobs Act”) und Schulsystems.
Er hat 2018 den Verein “Patria e Costituzione” (Vaterland und Verfassung) mitgegründet, dessen Vorsitzender er ist und mit dem er unter anderem in Zusammenarbeit mit der Fünf-Sterne-Bewegung (Movimento 5 Stelle) politische Bildungsaktivitäten fördert.
Aktuell forscht er in der Wirtschaftsgeschichte an der Universität “Tor Vergata” in Rom.
Unter seinen Veröffentlichungen:
Il lavoro prima di tutto (“Die Arbeit steht an erster Stelle”, Verlag Donzelli, 2011);
Il mestiere della Sinistra nel ritorno della Politica, Nachwort von Mario Tronti (“Die Aufgabe der Linken bei der Rückkehr der Politik”, Castelvecchi, 2022);
L’autonomia differenziata fa male anche al Nord (“Die differenzierte Autonomie schadet auch dem Norden”, Vorwort von Pier Luigi Bersani, Castelvecchi, 2024).
Dienstag, 10. März um 18 Uhr im Kieztreff Wedding.Vernetzungs- und Diskussionstreffen KUBA mit der lateinamerikanischen Wissenschaftlerin Lucía MURIEL
Liebe Freunde, queridos amigos:
die subversiv-militärische Verschleppung des souveränen Staatsoberhaupt Nicolás Maduro am 3. Januar hat die Bolivarische Allianz der Völker Unseres Amerika (ALBA-TCP), welche Caracas und Havanna vor gut zwei Jahrzehnten gegründet hatten, torpediert; am 14. Februar fand ein bundesweiter Aktionstag statt (https://www.unblock-cuba.org/veranstaltungen/aktionstag-fuer-die-verwirklichung-der-un-charta-und-das-selbstbestimmungsrecht-der-voelker-gegen-den-staatsterrorismus-der-usa), um aufmerksam zu machen auf die Lage des kubanischen Volks, wo Stromausfälle von bis zu mehr als zwanzig Stunden pro Tag vorkommen, wodurch die Kühlkette unterbrochen und die Gesundheit des kubanischen Volks massiv gefährdet wird. Auch Wasser/Abwasser-Systeme sind ohne Strom zunehmend beeinträchtigt, von der Lebensmittelproduktion und dem Verkehr ganz zu schweigen. Was tun?
Du bist herzlich eingeladen zum Vernetzungs- und Diskussionstreffen KUBA mit der lateinamerikanischen Wissenschaftlerin Lucía MURIEL am Dienstag, 10. März um 18 Uhr im Kieztreff Wedding, Stralsunder Str. 6 (U 8 Bernauer Str.), 13355 Berlin (mehr Info: siehe unten).
Eintritt frei.
Wir wären sehr dankbar, wenn Du die Einladung in Deinem Netzwerk teilst, um möglichst viele Mitstreiter in Berlin und Umland zu erreichen und gemeinsam ein kollektives Spenden- oder ähnliches Solidaritätsprojekt zu lancieren.
Beste Grüße
Euer Landesvorstand Freidenker
M.A.G.A. („Make America great Again“) entpuppt sich seit dem 3. Januar dieses Jahres als Herrschaftsystem, mit welchem die USA, die Monroe Doktrin reinterpretierend, den unweigerlichen
Abstieg der USA zu bremsen versuchen. Schon die Zerstörung von Nord Stream 2022 und folglich die intraimperiale Unterwerfung der EU als erzwungener LNG-Absatzmarkt Nordamerikas, deutete diese neue Hierarchisierung im transatlantischen Gefüge an. Wie sieht die Lage in Kuba nun aus? Was tun? Kuba hat nahe bei Matanzas eigenes Schweröl, welches wegen des hohen Schwefelgehalts in Kuba nicht raffiniert und hauptsächlich in thermischen Kraftwerken verwendet wird. Infolge dessen gibt es nun in Kuba praktisch kein Benzin, Diesel und Kerosin mehr. Auch Hilfsgüter, etwa aus Mexiko oder China geliefert, können daher schwerlich im Land effizient verteilt werden.
Lucía Muriel, die selbst Projekte in Kuba zu erneuerbaren Energien über die vergangenen Jahrzehnte vorantrieb, spricht mit uns über praktische Solidarität mit dem kubanischen Volk. Vernetzungsund Diskussionstreffen am Dienstag, 10. März um 18 Uhr im Kieztreff Wedding.
Liebe Freunde,
am Dienstag, 10. Februar um 18 Uhr im Kieztreff Wedding (Stralsunder Str. 6, 13355 Berlin) wird 晓斌 Xiaobin erneut mit seiner typisch chinesischen Erhu uns verzaubern, nachdem sein Auftritt im Januar im Kieztreff Anklang fand.
Außerdem wird Xiaobin diesmal zwei Passagen aus seinem neuen Werk lesen: patriotische Heimatliebe von Beijing bis Berlin ist der Tenor; er betont darin eine tellurische Verbindung zwischen der Volksrepublik China und Deutschland, indem er seinen Heimatfluss mit dem Harzer Brocken dichtend in Bezug setzt. Mehr Information über den Künstler: www.bingbingministry.de
Der marxistische Philosoph Domenico Losurdo schrieb eins seiner Bücher gezielt in Deutsch, weil er der deutschen Linken nahelegen wollte, den nationalen Nihilismus zu überwinden. Nur wenn die gesamtgesellschaftliche, nationale Ebene positiv integriert wird, also konkret mit der Revision der fremdbestimmten Regionalinstitutionen wie EU sowie der Aufarbeitung einhundertjährigen Amerikanisierung Deutschlands (als Resultat der US-Industrieexpansion und des Dawes-Plans wurde aus Deutschland vor einhundert Jahren der wichtigste Anlageort US-amerikanischen Kapitals in Europa, was mit einer kulturellen und politischen Annäherung koinzidierte: Bsp. Henry Ford), dann ist wahre Volkssouveränität und ganzheitliche Emanzipation als gleichwertiges Volk im Konzert der Nationen sowie im Einklang mit Eurasia erreichbar.
Überdies besteht stets ein Wechselverhältnis zwischen nationaler Kultur und internationalistischer Ausrichtung. Das heißt, wie Marx einst formulierte: „Eine Nation, die eine andere knechtet, ist selbst nicht frei.“ Zudem gilt die entsprechende Logik, dass nur ein sich selbst wertschätzendes und emanzipierendes Volk auch anderen Völkern effektiv hilft ihre Befreiung zu erlangen: Beispiel die Unterstützung sozialistischer Nationen zugunsten afrikanischer Unabhängigkeitsbewegungen in den 1960er und 1970er Jahren.
Wir freuen uns auf diesen musikalischen Abend mit Euch wenige Tagen vor dem chinesischen Neujahrsfest gemäß traditionellem Mondkalender.
Mit freundlichen Grüßen
Euer Landesvorstand
Veranstaltungshinweis OKTOBER 2025
weitere Informationen unter „Termine & Veranstaltungen“
Dienstag, 14. Oktober um 18.30 Uhr im Kieztreff Wedding (Stralsunder Str. 6)
Friedensgesang-Soirée mit Gina Pietsch (http://www.ginapietsch.de/) anlässlich 100. Geburtstag von Mikis Theodorakis
Mikis Theodorakis – „Weil ich mich Gesetzen nicht beugte“
Zu Mikis Theodorakis wenige Wochen zurückliegendem 100. Geburtstag: ein Abend über ein Leben in Liedern mit der
Sängerin und Schauspielerin Gina Pietsch und Fabio Costa (https://www.fabiocosta.info/).
Die Premiere dieser klangmächtigen, von der Presse (u.a. Augsburger Zeitung) gerühmten Friedensmusik-Soirée startete vor zwei Dekaden.
Das Programm wird vor Ort ausgehändigt.
Liebe Freunde,
am 9. September um 18 Uhr wird Leonora Arriagada Peters, Dr. phil. der Geschichts- und Kulturwissenschaften sowie erfahrene Architektin und Stadtplanerin, für uns im Kieztreff Wedding (Stralsunder Str. 6) das Geheimnis der Inkaknoten-Kommunikation (je nach Sprache und Transkription „Kipuhs“ bzw. „quipux“ genannt) lüften. Mehr Information zu Ihrer interkulturellen Erfahrung und wissenschaftlichen Arbeit befindet sich im Anhang (siehe weiter unten).
Wie ihr diese Woche den Medien entnehmen konntet, hat Kiew die deutsche Tageszeitung jW auf den nationalen Index gesetzt, nachdem Ende Februar 2022 bereits die EU russische Medien mit einem Bann überzog. Diese Form der staatlich bzw. supranational verordneten Verdrängung ist eine spezifische Zensurmethode zur Beschränkung der Wahrnehmung und folglich für die Blockade der Entwicklung des kollektiven Bewusstseins in der Tradition des mittelalterlichen Index am Heiligen Stuhl. Im Kontext von Kolonialismus ist die holistische Kenntnis des vormordernen, hochentwickelten „Fühldenken“ (dreidimensionale Knoten statt bloß Bücher zur Informationsübertragung) zentral – diese tiefere Bedeutung tragende Kommunikation steht nach wie vor auf dem Index librorum prohibitorum.
Interkulturalität in Verbindung mit gruppensubjektiver Wahrnehmungserweiterung ermöglicht hingegen das Überwinden kollektiver „ideologischer Schließungsprozesse“ (Louis Althusser), welche im Kolonialismus wie im Faschismus eine zerstörende Dynamik entfesselt haben.
Der herausragende Historiker Michael Hudson zeigte, dass 25 Prozent der bisherigen Zivilisationen im Bronze-Zeitalter, d.h. bis 1.500 vor Christus existierten. Überdies zeigte er auf, dass ein westlicher Sonderweg mit dem Alten Griechenland und Rom aufkam, denn im Unterschied zu China und Mittelasien gab es plötzlich in Südeuropa keine zentrale Kreditregulierungsinstitution mehr; Seneca lobte daher die Bronzezeit sowie die traditionalen, weiterhin Schuldenvergebung praktizierenden Zivilisationen etwa Chinas und Mesopotamien/Babylons als „solidarische Ära“. Hudson konstatierte, dass die Mesopotamier, die die Buchhaltung erfanden, im Unterschied zu den Römern nicht in fremde Nationen einfielen, sondern Außenhandel friedvoll entwickelten mit Preisregulierung und zentral gesteuerter Profitreduzierung.
In Südamerika wiederum hatten die Inka bereits mit dem Konzept „pacha“ einen Begriff, der Albert Einsteins „Raumzeitkontinuum“ entsprach und eine ähnliche Weltsicht antizipierte: vierdimensionale Raumzeit als verwobene Einheit, die in interdependenter Wechelwirkung zur Materie steht. Bis heute dauert glücklicherweise die von Indigenen gesprochene und zunehmend auch geschriebene Inkasprache Quichua fort, in der ein konzeptueller Fokus auf hohe Kohärenz besteht. So bedeutet das Wort „atau“ etwa „günstiges Schicksal in organisierten Einheiten“.
Während 2008 die Pleite einer US-Großbank eine Weltfinanzkrise auslöste, ist in China unlängst der Immobilienriese Evergrande Group von der Börse klanglos entfernt worden in Folge von mehrjähriger, intensiver Regulierung durch die Zentralbehörden, sodass eine von westlichen Medien lautstark befürchtete, planetare Finanzkrise aufgrund der chinesischen Immobilienspeklationsblase ausblieb – dank zentralistisch effizient umgesetzter Kreditregulierung mit Weitblick.
Wir freuen uns auf das Referat von Dr. Leonora Arriagada Peters, die zahlreiche eigene Beispiele der südamerikanischen Hochkultur präsentiert, von denen wir heute viel lernen können bei der anstehenden epochalen, friedlichen Überwindung des fünfhundertjährigen, westlich-kolonialen Sonderwegs, dessen Wurzeln in puncto Kredit- und Verschuldungswesen bis in die westliche Antike zurückreichen (vgl. Hudson).
Viele Grüße
Euer Landesvorstand
ANHANG:
EVENTBESCHREIBUNG
Der Vortrag „KHIPU-Knoten, die vereinen“, bietet einen Einblick in die quasi unbekannte Welt der 3D-Manuskripte, die vermutlich 2500 v. Chr. im vorspanischen Südamerika in der Stadt Caral verwendet wurden. KHIPUS sind 3D-Schriftsysteme die mittels Knoten Informationen wiedergeben.
Knoten, als Informationsträger gab es auch in China, Indien, Deutschland. Neue Forschungsergebnisse der südamerikanischen Knotenwissenschaft zeigen, dass KHIPUS viel mehr als 3D-Schriftsysteme oder 3D-Bücher sind. Sie sind Instrumente, die den Willen, die Gesellschaft miteinander zu vereinen, widerspiegeln. So gesehen, bietet dieser Vortrag Einblicke in andersartige Denkmodelle sowie ungeahnte Lebensformen.
ist Amaunta, Großmeisterin der Wissenschaft der Andenhochkultur, Dr. phil. der Geschichts- und Kulturwissenschaften, Altamerikanistin, sowie eine erfahrene Architektin & Stadtplanerin. Frisch nach dem Universitätsabschluss, beschäftigte sie sich bei IBM mit „future and smart thinking“ und darüberhinaus mit „past and smart knowledge“ in der Atacama Wüste. Ihre 2 Jahrzehnte währenden Forschungen deuten darauf hin, dass die Wissenschaft über die Anden in Südamerika hochwertige Beiträge bei der Zukunftsgestaltung liefern kann.
Ihre langjährige KHIPU-Forschung & Neuentdeckung ist das Ergebnis einer interdiziplinären und internationalen Studie, die akademische Erkenntnisse mit den Kenntnissen der einheimischen Weisen zusammenfügt, die rund um den Titikakasee das geistige Erbe ihrer Ahnen bis heute bewahren.
Dr. Arriagada Peters ist Autorin verschiedener Bücher, darunter “Wie uraltes Wissen Wissenschaft beflügelt. Einblicke in die Anden-Philosophie, Anden-Mathematik und Anden-Architektur“ und „Chakana. A compass for troubles times“. Ihre Expertisen, die sie in Vorträgen, Kursen und Seminaren weitergibt, sind global gefragt.