Der Vorsitzende des italienischen Vereins `Vaterland und Verfassung´, Stefano Fassina, referiert beim nächsten Treffen der Berliner Freidenker im Sprechsaal über
`Die patriotische Linke für den Frieden – Demokratie und Arbeit in einem Europa der Zusammenarbeit zwischen Nationen´
Universitäts-Abschluß in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Bocconi in Mailand.
Von 2000 bis 2005 Tätigkeit beim Internationalem Währungsfonds (IWF).
Im nationalen Sekretariat der Demokratischen Partei Italiens (PD) war er von 2010 bis 2013 für Wirtschaft und Arbeit zuständig.
Mitglied der Abgeordnetenkammer Italiens in der 17. und 18. Legislaturperiode von 2013 bis 2022. Stellvertretender Minister für Wirtschaft und Finanzen im Kabinett Letta.
2015 verließ er die PD wegen Abweichungen mit dem damaligen Nationalsekretär Matteo Renzi bezüglich der Reformen des Arbeits- (“Jobs Act”) und Schulsystems.
Er hat 2018 den Verein “Patria e Costituzione” (Vaterland und Verfassung) mitgegründet, dessen Vorsitzender er ist und mit dem er unter anderem in Zusammenarbeit mit der Fünf-Sterne-Bewegung (Movimento 5 Stelle) politische Bildungsaktivitäten fördert.
Aktuell forscht er in der Wirtschaftsgeschichte an der Universität “Tor Vergata” in Rom.
Unter seinen Veröffentlichungen:
Il lavoro prima di tutto (“Die Arbeit steht an erster Stelle”, Verlag Donzelli, 2011); Il mestiere della Sinistra nel ritorno della Politica, Nachwort von Mario Tronti (“Die Aufgabe der Linken bei der Rückkehr der Politik”, Castelvecchi, 2022); L’autonomia differenziata fa male anche al Nord (“Die differenzierte Autonomie schadet auch dem Norden”, Vorwort von Pier Luigi Bersani, Castelvecchi, 2024).
Liebe Freunde,
Marxisten arbeiteten während des ersten imperialistischen Weltkonflikts heraus, wie die Bourgeoisie ihre Kriegsziele mit chauvinistischer Phrase schönfärbte: die imaginierte, durch immer neue, koloniale Eroberungszüge vergrößerte Nation diente diskursiv dem „militärischen Geist“ zur „Heiligsprechung des Offiziersrocks„, indem propagandistisch das „Gefühls- und Fantasieleben exaltiert“ wurde (Zitat K. Liebknecht).
Wie sieht das Potenzial für Frieden durch wahre Volkssouveränität vs. fremdbestimmte EU im komplexen Spannungsfeld von nationaler Frage und Klassenbewusstein gegenwärtig in Italien und Deutschland aus?
Deutsche ehemalige Minister haben zuletzt durch pompös-reaktionäre Auftritte geglänzt wie etwa Annalena Baerbock, die bei einem Gipfeltreffen à la Marie Antoinette verlautbarte, dass Brasilien der „Preis für Reis und Bohnen“ wichtiger sei als Ukraine-Aufrüstung.
Der frühere italienische Minister Fassina hingegen steht mit beiden Beinen fest auf eurasischem Boden und durchschaut die organischen wie kulturellen Zusammenhänge von Mensch, Nation, Natur und Arbeit im politischen, spätmodernen Gemeinwesen, dessen staatliche wie ökonomische Architektur unter Einwirkung der Überakkumulationskrise ins Wanken zu geraten scheint.
Im Strudel des derzeitigen universal-kapitalistischen Kataklysmus beschleunigt die westliche Projizierung des kollektiven Schattens sich erneut gegen Feindbilder vermeintlich unzivilisierter Völker des Ostens: Am 3. Dezember 2025 strich Kiew die russische Sprache aus der für das ukrainische Territorium anzuwendenden Liste der Europäischen Charta geschützter Regional- und Minderheitensprachen!
Diego Guardiani, Mitglied des Vorstands der Berliner Freidenker, überträgt das Referat konsekutiv ins Deutsche und übersetzt Fragen ins Italienische. Diskussion im Anschluss an das Referat: in Deutsch, Italienisch und ggf. Englisch. Eintritt frei, Spende gern gesehen.
Wir freuen uns auf eine kontroverse Diskussion,
herzliche Grüße
Euer Landesvorstand Freidenker Berlin
ANREISE( zur Vergrößerung auf das Bild klicken):
Mit der S-Bahn bis Friedrichstraße, Hinterausgang, über die Albrechtstraße vorbei an der „Ständigen Vertretung“ am Schiffbauer Damm ca. 150 m, dann links in die Marienstraße…
referiert Genossin Elke Zwinge-Makamizile zu „Chancen für Weltfrieden dank Multipolarität seit Beginn des neuen Jahrtausends“
Die Berliner Pädagogin Elke Zwinge-Makamizile, seit den 1970er Jahren in linken, friedensbewegten Bewegungen und antiimperialistischen sowie bewussten Zusammenhängen Berlins sowie international renommiert, berichtet von Ihrer Reise nach Russland und insbesondere Kazan im Oktober dieses Jahres, wo am Rande des Gipfeltreffens BRICS+ zahlreiche unmittelbare Eindrücke der neuen Ära sammelte. Hier der Link zu ihrem facettenreichen Reisebericht:
Artikel in der neuen Rheinischen Zeitung, NRhZ (nrhz.de)
um 18 Uhr wird Dr. Michael Brie referieren über die radikale ökologische Transformation in der Volksrepublik China.
`Projekt „Schönes China“.
Welche Chancen bietet die Politik der ökologischen Modernisierung der Volksrepublik?´
Euer Landesvorstand Berlin
Anreise:
Anmerkungen:
Wir spüren jeden Monat mehr wie wichtig es ist, alternative Medien wie teleSUR oder BRICS-tv zu sehen, um das gesamte Bild der neuen Ära erfassen zu können.
So war die Schwesterrepublik Nicaragua etwa im November 2024 Gastgeber des 17. Wirtschaftsgipfels China-Lateinamerika/Karibik („China-LAC„), wo 70 Delegierte aus Bolivien, Brasilien, Chile, Costa Rica, El Salvador, Ecuador, Guyana, Honduras, Jamaika, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Argentinien, Panama, Peru, Surinam, Uruguay und Venezuela vertreten waren.
Yang Zhen, Vizepräsident der „politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes“, vertrat die Volksrepublik China. Er wurde von mehr als 250 Geschäftsleuten aus der Volksrepublik begleitet. Der China-LAC-Gipfel hat sich als wesentliche Plattform für den Wissensaustausch und die Bildung strategischer Allianzen etabliert. Es ging bei dem diesjährigen Gipfeltreffen darum, neue Möglichkeiten zu nutzen, um die gemeinsame Entwicklung und integratives Wachstum, Investitionen, Logistik und weitere
Zusammenarbeit zu fördern.
Vor zehn Jahren wurde auf Vorschlag von Präsident Xi Jinping das China-Lateinamerika/Karibik-Forum gegrßndet. Seitdem nahm die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen China und Lateinamerika/Karibik enorm zu. Sie deckt immer mehr Bereiche ab und erreicht ein höheres Niveau. China behauptet seit vielen Jahren seine Position als zweitgrößlter Handelspartner Lateinamerikas und der Karibik. Lateinamerika und die Karibik sind zum zweitgrößlten Ziel für Investitionen chinesischer Unternehmen geworden. 22 Länder in der Region Lateinamerika/Karibik haben Vereinbarungen zum gemeinsamen Aufbau der Belt-and-Road-Initiative (BRI, Neue Seidenstraße) unterzeichnet.
In diesem Sinne steht unser Programm für den Jahresanfang ganz im Zeichen der Lehren aus dem globalen Süden mit Fokus auf Friedenspfade sowie die universale Bedeutung der Energiewende Chinas (Februar) und im März beleuchtet Carsten Hanke aus Rostock den bolivarisch-souveränistischen Pfad.
Liebe Freunde,
Volkswirt Cornelius Renkl referiert am 8.10.24 um 18 Uhr im Kieztreff Wedding (Stralsunder Straße 6, 13355 Berlin) zu
2024: 75 Jahre Volksrepublik China
Dr. Cornelius Renkl studierte Volkswirtschaftslehre, Geschichtswissenschaften und Philosophie in Mannheim, Regensburg und Cambridge/UK. Er war über 20 Jahre als Professor für Wirtschaftsinformatik an einer privaten Hochschule tätig. Dort war er Mitgründer eines Betriebsrats und 14 Jahre lang dessen Vorsitzender. Organisiert ist Herr Cornelius Renkl u.a. im Deutsch-Chinesischen Freundschaftsverein Ludwigsfelde, in der Freundschaftsgesellschaft Vietnam, in der VVN und bei Verdi. Außerdem ist er Mitglied im Council der World Association for Political Economy. Cornelius Renkl publiziert in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften unter anderem im World Marxist Review.
In seinem Vortrag wird er über Erreichtes in den 75 Jahren der Volksrepublik berichten und auf Unterschiede zu und Gemeinsamkeiten mit Deutschland eingehen.
Am 1. Oktober 1949 rief Mao die Volksrepublik China aus. Nach der Isolierung während der 1950er/60er Jahren brach Anfang der 1970er Jahre mit der Aufnahme in die Vereinten Nationen eine Periode der internationalen Anerkennung Beijings an, gefolgt von einem in der Menschheitsgeschichte wohl einzigartigen rasanten Aufstieg des Reichs der Mitte in seiner Form der sozialistischen Marktwirtschaft.
Dieses Jahr betrachten erstmals 60% der südostasiatischen Staaten China (und nicht mehr die USA) als wirtschaftlich und politisch einflussreichstes Land in der Region wie eine Umfrage des ASEAN Studies Center des Yusof Ishak Institute jüngst belegte.
Die Kräfteverhältnisse beginnen auch in Eurasia und Teilen Europas dank der Neuen Seidenstraße seit 2013 sich zu wandeln ungeachtet des sich intensivierenden Informationskriegs des NATO-Blocks.
Wir freuen uns auf die Diskussion.
Mit freidenkerischen Grüßen
Euer Landesvorstand Berlin

Prof. Dr. Annie Lacroix-Riz im Sprechsaal 17. Mai 2024 mit dem Vorsitzenden (LV Berlin) Tobias Baumann, der die laufende Übersetzung vom Französischen ins Deutsche übernahm und durch die Veranstaltung leitete.