Landesverband Berlin im
Deutschen Freidenker-Verband e.V.

Rede von Bruno Mahlow – Hetze gegen Russland – Nicht in unserem Namen! Kundgebung Berlin 22.6.18

Dienstag, 26. Juni 2018 von Webredaktion

Nach dieser bewegenden und zutreffenden Rede kann man nur sagen: Wer es hört und immer noch nicht versteht – wie wäre dem zu helfen?

http://www.frikoberlin.de – Bruno Mahlow, Jahrgang 1937, in Moskau als Kind kommunistischer Emigranten geboren. Seit 1947 in Berlin lebend. Nach Abitur und sechs Jahren Studium am Institut für Internationale Beziehungen in Mos­kau Eintritt in den diplomatischen Dienst der DDR, u. a. Erster Sekretär der Botschaft in Peking. Seit 1967 im Apparat des ZK der SED tätig, von 1973 bis 1989 stellvertretender Leiter der Abteilung Internationale Verbindungen, danach bis zum Ende deren Leiter. Ab 1990 war er Berater der Internationalen Kommission beim Parteivorstand der PDS, heute gehört er dem Ältestenrat der Partei Die Linke an.
Antikrieg TV

Eindrücke von der Kundgebung: Hetze gegen Russland – Nicht in unserem Namen! 22.6.18 in Berlin

Dienstag, 26. Juni 2018 von Webredaktion

Moderation von Jutta Kausch: Hetze gegen Russland – nicht in unserem Namen! Am 22. Juni 1941 überfiel das faschistische Deutschland die Sowjetunion. Ein Raub- und Vernichtungskrieg begann, dem 27 Millionen Sowjetbürgerinnen und -bürger zum Opfer fielen. Niemand hat zur Befreiung Europas vom Faschismus so viel beigetragen wie die Völker der Sowjetunion. Heute wird Russland in unverantwortlicher Weise wieder als Feind dämonisiert und als Bedrohung aufgebaut. Doch wer bedroht wen? Unter Missachtung aller Zusagen ist die NATO – und mit ihr die Bundeswehr – mit schwerem Kriegsgerät und regelmäßigen Manövern bis an die russische Westgrenze vorgedrungen. Ein NATO-Großmanöver in unmittelbarer Nähe Russlands ist für den Herbst geplant. Obwohl Russland letztes Jahr seine Rüstungsausgaben um 20 Prozent auf 66 Mrd. Dollar gesenkt hat und noch weiter senken will, plant die NATO ihre jetzigen Ausgaben von 900 Mrd. Dollar noch weiter zu erhöhen. Mit unbewiesenen Behauptungen, Vorverurteilungen und sich anschließenden Sanktionen hebelt die „westliche Wertegemeinschaft“ Völkerrecht und rechtsstaatliche Grundsätze aus und verschärft die Spannungen. Krieg in Europa – auch auf deutschem Boden – ist wieder denkbar geworden. Unser Land trägt eine besondere historische Verantwortung für den Frieden mit Russland und in Europa. Deswegen verlangen wir von der Bundesregierung, der dringenden Entspannungspolitik mit Russland von westlicher Seite den Weg zu bereiten und der „Vergiftung des Denkens“ (Günter Verheugen) Diskussionsprozesse entgegen zu setzen, die mit Vernunft und Sachlichkeit geführt werden. http://www.frikoberlin.de/aktuell.html

Ein Video ist hier zu sehen:

Zum 77. Jahrestag des Überfalls des faschistischen Deutschland auf die Sowjetunion:

Montag, 18. Juni 2018 von Webredaktion

Der folgende Aufruf konnte dank der Berliner Friedenskoordination (Friko) als großformatige Zeitungsanzeige geschaltet werden.

Solche Anzeigen sind teuer.

Der Friko ist es gelungen, eine beeindruckende Zahl von Unterstützerinnen und Unterstützern für die Verwirklichung dieses Anliegens zu versammeln. Wir Berliner Freidenker sind dabei.

Zugleich ist der Anzeigentext der Aufruf für die Kundgebung unter gleicher Losung, die

Freitag, den 22. Juni

ab 18 Uhr

Unter den Linden 4 (an der Neuen Wache)

stattfinden wird.

Kommt alle!

Hände weg von Rußland – Frieden mit Rußland – den Kriegstreibern Paroli bieten!

Der Aufruf:

Hetze gegen Russland – nicht in unserem Namen!

Am 22. Juni 1941 überfiel das faschistische Deutschland die Sowjetunion. Ein Raub- und Vernichtungskrieg begann, dem 27 Millionen Sowjetbürgerinnen und -bürger zum Opfer fielen. Niemand hat zur Befreiung Europas vom Faschismus so viel beigetragen wie die Völker der Sowjetunion. Heute wird Russland in unverantwortlicher Weise wieder als Feind dämonisiert und als Bedrohung aufgebaut.

Doch wer bedroht wen? Unter Missachtung aller Zusagen ist die NATO – und mit ihr die Bundeswehr – mit schwerem Kriegsgerät und regelmäßigen Manövern bis an die russische Westgrenze vorgedrungen. Ein NATO-Großmanöver in unmittelbarer Nähe Russlands ist für den Herbst geplant. Obwohl Russland letztes Jahr seine Rüstungsausgaben um 20 Prozent auf 66 Mrd. Dollar gesenkt hat und noch weiter senken will, plant die NATO ihre jetzigen Ausgaben von 900 Mrd. Dollar noch weiter zu erhöhen. Mit unbewiesenen Behauptungen, Vorverurteilungen und sich anschließenden Sanktionen hebelt die „westliche Wertegemeinschaft“ Völkerrecht und rechtsstaatliche Grundsätze aus und verschärft die Spannungen. Krieg in Europa – auch auf deutschem Boden – ist wieder denkbar geworden.

Unser Land trägt eine besondere historische Verantwortung für den Frieden mit Russland und in Europa. Deswegen verlangen wir von der Bundesregierung, der dringenden Entspannungspolitik mit Russland von westlicher Seite den Weg zu bereiten und der „Vergiftung des Denkens“ (Günter Verheugen) Diskussionsprozesse entgegen zu setzen, die mit Vernunft und Sachlichkeit geführt werden.

Kundgebung am 22. Juni 2018 • 18.00 Uhr • Berlin, Neue Wache, Unter den Linden 4

Unterzeichner/innen des Aufrufs:
Camille Acot; AG Frieden i.d.GEW Berlin; Siegfried Alt; Eckhard Althaus; Dietrich Antelmann; Sibylle Arians; Johanna Arndt; Dr. Martin Arnold; Aschaffenburger Friedenstrommler; AWC Deutschland e.V. – Weltbürgerinnen & Weltbürger; Gertrud Baier; Albina Barth; Andreas Barth; Peter Bäß; Erika Baum; Dr. Wolfgang Baumeier; Borwin Beer; Meike Berkman Kwapisz; Berliner Freidenkerverband; Berliner VVN-BdA e. V.; Armin Bernhard; Edgar Betz; Hugo Beuttler; Gabi Bieberstein; Dr. Detlef Bimboes; Karl-Heinz Bingen; Antonie Brinkmann; Peter Brodkorb; Jens Bruckner; Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder; Dr. Almuth Bruder-Bezzel; Heinrich Bücker; Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V.; Bürgerinitiative OFFENe HEIDe; Siegfried Burmester; Rainer Butenschön; Hannah Butenschön; Ole Chmilewski; Christliche Friedenskonferenz in Deutschland; Frank Ciazynski; Hasso Ciazynski; Thomas Culemann; Günther Dähne; Helga Dähne; Marianne Dallmer; Dr. Diether Dehm; Dr. Christoph Dembrowski; DFG/VK Bochum/Herne; Klaus Dick; Joachim Dillinger; Brigitte Dillinger; DKP Berlin; DKP Tempelhof-Schöneberg; Wolfgang Dockhorn; Dipl.Ing. Dietrich Döpping; Helmut Dunkhase; Elke Dunkhase; Hans Dunkhase; Helga Ebel; Dr. Gottfried Eberle; Frank Ehrhardt; Dr. med. Winfrid Eisenberg; Nicole Enke-Kupffer; Jost Eschenburg; Dr. Said Essaid; Hermann Falk; Dr.med.Katharina Féaux de Lacroix; Dipl.-Psych. Theo Fehr; Gerd Fischer; Ursula Forner; Freunde des Hendrik-Kraemer-Hauses e.V.; Friedensbündnis Gera; Friedensforum Düsseldorf; Friedensgruppe Heidenheim; FriedensnetzSaar; Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg; Friedensplenum Bochum; Friedenswerkstatt Wedel; Helma Fries; Alfred Fritz; Ingrid Fröhlich-Groddeck; Wolfram Frommlet; Marie-José Frossard; Brigitte Gärtner-Coulibaly; Birgit Geier; Josefine Geier, Gudrun Genschow; Klaus Geppelt; Anne Gerdum; Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. (GBM); Silvia Gingold; Prof. Dr. med. Ernst Gleichmann; Prof. Dr. med. Helga Gleichmann; Gisela Gnoss; Wolf Göhring; Alexandra Goldbeck; Dr. Edgar Göll; Dr. Irmgard Gollwitzer; Rudolf Gottfried; Victor Grossman; Jürgen Günther; Gute Nachbarschaft mit Russland; Dr. Angelika Haas; Rainer Hammerschmidt; Jochen Hanisch; Christian Harde; Günter Hartmann; Ralph Hartmann; Volker Hegmann; Hannelore Heinrich; Lühr Henken; Dr. med. Manfred Herpich; Walter Hilbig; Dr. phil. Sibylle Hinze; Dr. med. Kurt-Achim Hinze; Kurt Hoeke; Willi Hoffmeister; Lothar Höfler; Dr.Elvira Högemann-Ledwohn; Kurt Hohmann; Richard Höhmann-Rölle; Hartwig Hohnsbein;; Helga Hohnsbein; Jürgen Hölzinger; Benedikt Hopmann; Helga Hörning; Gidon Horowitz; Andrej Hunko; Dipl.-Psych. Hildegard Huschka; Initiative: Kein Militär mehr; ISOR e.V; Otto Jaenisch; Gabriele Jäger; Martina Jahn; Michael Jahn; Horst Jäkel; Volker Jansen; Brigitte Jaschke; Wolfram Jasker; Irmgard Jasker; Matthias Jochheim; Jean-Theo Jost; Gerd Julius; Regine Kaatz; Anne Kahn; Richard Kallok; Dieter Kaltenhäuser; Elisabeth Kaltenhäuser; Dr. rer. soc. Heinz Kapp; Heinz D. Kappei; Jutta Kausch-Henken; Sabine Kebir; Alfred Keienburg; Keine Waffen Vom Bodensee (kwvb) e.V.; Paul Keller; Winfried Kern; Cornelia Kerth; Inge Ketzer; Antje Kirchner; Renate Kirstein; Dr. Wolfgang Kirstein; Gisela Klein; Margret Kleinmanns; Dr. med. Mechthild Klingenburg-Vogel ; Dr. Sigrid Klose-Schlesier; Lühr Koch; Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda; Dr. Bernd Kolkwitz; Werner Köpp; Christoph Krämer; Elfriede Krutsch; Jörg Kuhle; Christiane Künzel; Helmut Kupffer; Marion Küpker; Dr. Alexander Kwapisz; Doris Kyanowski-Brandt; Michael Landmann; Leipzig-gegen-Krieg.de; Dagmar Lembeck; Ekkehard Lentz; Ina Lenzner; Andreas Liegl; Gisela Lingenberg; Maria Francesca Lingua; Christina Lipps; Klaus Lipps; Hanne List-Weidler; Dr.med. Dietrich Loeff; André Lohmar; Dr. Manfred Lotze; Michael Maercks; Bruno Mahlow; Dr. Edgar Mahnke; Johannes Maier; Ahmad Majd Amin; Barbara Majd Amin; Renate Maurer-Hein; Bernd Meimberg; Lore Meimberg; Irmela Mensah-Schramm; Christiane Messerschmidt; Susanne Misere; Wolfgang Mix; Dagmar Müller; Inken Müller; Stefan Nendel; Hans-Helmut Neumann; Sonja Newiak; Andreas Nolte; Hans Norden; Dr. med. Marie-Luise Oebel-Horowitz; Gundula Orth; Dr. Christof Ostheimer; Nicolas Pampuch; Detlef Peikert; Erik Pieck; Gina Pietsch; Eva Politt; Susanne Politt; Cornelia Praetorius; Dr. Heinz Preuß; Doris Pumphrey; George Pumphrey; Prof.; Dr. Gregor Putensen; Dr. Ulrich Randolf-Weiß; Andrej Reder; Marlies Reder; Matthias Reichelt; Peter Reichl; Andreas Reinicke; Bettina Restat; Ulrich Restat; Jürgen Reuter; Wera Richter; Jutta Richter; Hans Ripper; Reinhard Röhring; Silvia Rölle; Udo Rzadkowski; Ulrich Sander; Gert Sauer; Rodtraud Sauer; Ilse Schäfer; Horst Schäfer; Prof. Dr. Elke Scherstjanoi; Prof. Dr. Gregor Schirmer; Klaus Schittich; Volker Schmid; Angelika Schmitt-Rößer; Ulrike Schmitz; Helmut Schmitz; Frieder Schöbel; Jochen Scholz; Renate Schönfeld; Mechthild Schreiber; Anne Schreiner; Prof. Dr. med. Michael Schulte; Conny Schulz; Heinrich Schulz; Dr. Dietrich Schulze; Margot Schur-Dunkhase; Elke Schuster; Heike Schwarz; Barbara Schwegler; Lisa Seebacher ; Heinz-Peter Seidel; Waltraud Seidel; Helmut Semmelmann; Wolfgang Seyfert; SiDat! Simon Dach Theater Wittig & Steinhäuser; Monika Sieveking; Prof. Dr. Richard Sorg; Toni Speier; Friederike Speitling; Lydia Spoo; Benno Stahn; Klaus Steinitz; Dr. Hans W. Steisslinger; Jürgen Stelzner; Detlef Stoklossa; Barbara Stoller; Dr.Dietmar Stoller; Rose Stotz; Ulrich Straeter; Jörg Tiedjen; Dr. Paul Tiefenbach; Ursula Tornau; Klaus Tornau; Theresa Giancotti Trautvetter; Bernhard Trautvetter; Helle Tuxen; Christine Uhlmann; Dr. Hans-Joachim Uth; Dodo van Randenborgh; Detlef Vitzthum; Regina Vitzthum; Urte von Bremen; Laura von Wimmersperg; Reinhard Wagner; Ilse Wangerin; Peter Wegner; Prof. Dr. Manfred Weißbecker; Ute Welke; Bernhard Werner; Walburga Werner; Margot Wichniarz; Margrid Wiede; Bärbel Wihstutz; Hartmut Wihstutz; Dr. Susanne Willems; Cornelia Wimmer; Günter Wimmer; Carsten Wölk; Gunnar Zessin; Guni Zürcher; Elke Zwinge-Makamizile

16. Juni: 90. Geburtstag von Che!

Donnerstag, 14. Juni 2018 von Webredaktion

Der Brandenburgische Freidenker-Verband lädt recht herzlich

am 16. Juni 2018 um 10 Uhr

zur Feierstunde anlässlich des 90. Geburtstages von Ernesto Che Guevara

ins Thalia-Kino in Potsdam Babelsberg (Rudolf-Breitscheid-Straße 50, 14482 Potsdam) ein.  Weitere Informationen sind auch auf der Webseite des Brandenburgischen Freidenkerverbands nachzulesen. Dort ist auch der Veranstaltungs-Flyer zu finden:

www.brandenburger-freidenker.de/cms/wp-content/uploads/2018/05/FlyerChe90_2s.pdf

Das Thalia-Kino in Potsdam Babelsberg ist bequem zu erreichen mit den Straßenbahnlinien 94 und 99, sowie aus Berlin kommend mit der S-Bahn-Linie 7 (Station Babelsberg).

Eine gemeinsame Veranstaltung von Cuba Si, Netzwerk Cuba, Friedenskoordination Potsdam, KarEn, Freundschaftsgesellschaft BRD – Kuba, RotFuchs und Brandenburgischen Freidenker-Verband, mit finanzieller Unterstützung von DIE LINKE BRANDENBURG.

Kommt zahlreich vorbei und vergeßt nicht Eure Freunde und Familie mitzubringen!

13. Juni: Unterstützt die Mahnwache gegen die Anschaffung von Drohnen!

Freitag, 08. Juni 2018 von Webredaktion

Wir treffen uns ab 11:30!

Pressemeldung und Einladung

Bewaffnungsfähige Drohnen für Deutschland?

Protest gegen Kampfdrohnen am 21. Juni 2017, Foto: IPPNW

07.06.2018

Am 13. Juni 2018 werden der Verteidigungsausschuss und der Haushaltsausschuss im Bundestag voraussichtlich über ein umstrittenes Rüstungsprojekt entscheiden: Die erstmalige Anschaffung von bewaffnungsfähigen Drohnen für die Bundeswehr. Das Verteidigungsministerium hat dem Haushaltsausschuss eine Vorlage zur Bewilligung eines neunjährigen Airbus-Leasingvertrages für fünf bewaffnungsfähige Drohnen des Typs Heron TP der staatlichen Firma Israel Aeronautics Industries präsentiert. Zum ersten Mal würden deutsche Soldaten Drohnen erhalten, die Waffen tragen können. Anschließend lädt die  bundesweite „Drohnen-Kampagne“, die von 150 Organisationen getragenen wird, zu einer Veranstaltung „Bewaffnungsfähige Drohnen für Deutschland?“ ein. Sie findet von 12 bis 13 Uhr zwischen dem Paul-Löbe-Haus und dem Platz der Republik statt.

Pressemeldung und Einladung

Bewaffnungsfähige Drohnen für Deutschland?

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 13. Juni 2018 werden der Verteidigungsausschuss und der Haushaltsausschuss im Bundestag voraussichtlich über ein umstrittenes Rüstungsprojekt entscheiden: Die erstmalige Anschaffung von bewaffnungsfähigen Drohnen für die Bundeswehr.

Das Verteidigungsministerium hat dem Haushaltsausschuss eine Vorlage zur Bewilligung eines neunjährigen Airbus-Leasingvertrages für fünf bewaffnungsfähige Drohnen des Typs Heron TP der staatlichen Firma Israel Aeronautics Industries präsentiert. Zum ersten Mal würden deutsche Soldaten Drohnen erhalten, die Waffen tragen können. Die Kosten für das Leasing und die Wartung der neuen Drohnen betragen über eine Milliarde Euro. Die Kosten einer Bewaffnung sind noch nicht bekannt.

Die Beratung am 13. Juni wird um 9 Uhr in einer Sitzung des Verteidigungsausschusses beginnen. Etwa um 14 Uhr erfolgt die Sitzung des Haushaltsausschusses, die über die Vorlage für den Leasingvertrag der Heron TP Drohnen abstimmen soll.

„Diese Waffen haben in den Ländern, in denen sie eingesetzt wurden, nur Hass geschürt und keinen Frieden gebracht. Sie sind besonders im Rahmen von Völkerrechtsverletzungen wie sogenannte ‚gezielte’ Tötungen bekannt geworden,“ erklärt Elsa Rassbach, eine Sprecherin der US-Friedensorganisation CODEPINK und Vertreterin von Attac und DFG-VK. “Wir lehnen Kampfdrohnen auch deswegen ab, weil ihr Einsatz die Schwelle zu bewaffneten Aggressionen weiter senkt, eine neue Rüstungsspirale in Gang setzt und die Entwicklung von noch schrecklicherer Kriegsführung durch autonome Killer-Roboter fördert,“ fügt sie hinzu.

Die Moderatorin der Friedenskoordination Berlin, Laura von Wimmersperg, betont: „Kampfdrohnen und Drohnenkrieg gehören zu den wichtigsten Themen der Friedensbewegung, weil mit der Automatisierung und der Digitalisierung der Waffensysteme ein sehr gefährliches neues Paradigma in der Kriegsführung begonnen hat. Hiermit wird sich die Menschheit vermutlich lange auseinandersetzten müssen.“

Aufgrund der wichtigen Entscheidung im Bundestag am 13. Juni stehen Ihnen Vertreter*innen und Drohnenexperten der deutschen und US-Friedensbewegungen ab 8:30 Uhr vor dem Südeingang des Paul-Löbe-Hauses für Interviews zur Verfügung, wo wir die zur Sitzung eintreffenden Bundestagsabgeordneten an ihre Verantwortlichkeit erinnern wollen. Durch eine visuell kreative Aktion wird die Besorgnis der Bevölkerung und vielen politischer Vertreter*innen über die rasche internationale Entwicklung und Verbreitung von automatisierten und digitalisierten Waffensystemen sowie über den oftmals völkerrechtswidrigen Einsatz zum Ausdruck gebracht.

Anschließend lädt die Friedenskoordination Berlin im Auftrag der bundesweiten „Drohnen-Kampagne“, die von 150 Organisationen getragenen wird, zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Bewaffnungsfähige Drohnen für Deutschland?“ ein. Sie findet von 12 bis 13 Uhr zwischen dem Paul-Löbe-Haus und dem Platz der Republik statt.

Nach einer Begrüßung von Vertreter*innen von Friedens- und Menschenrechtsorganisationen werden folgende Bundestagsabgeordnete zwischen 12:15 und 12:45 Uhr kurze Redebeiträge halten:

  • Dr. Karl-Heinz Brunner, Mitglied der SPD im Verteidigungsausschuss, im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und Obmann des Unterausschusses „Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung“;
  • Andrej Hunko, Mitglied des Parteivorstandes DIE LINKE und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, europapolitischer Sprecher der Fraktion im Bundestag;
  • Katja Keul, Mitglied des Verteidigungsausschusses, Obfrau des Unterausschusses „Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung“ und Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für Abrüstungspolitik.

Mitglieder der CDU/CSU und der FDP Bundestagsfraktion im Unterausschuss „Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung” sind ebenfalls angefragt worden.

Das Verteidigungsministerium hat in diesem Jahr dem Haushaltsausschuss nun fast dieselbe Vorlage zur Bewilligung eines Airbus-Leasingvertrages für fünf bewaffnungsfähige Heron TP Drohnen vorgelegt, die die SPD im letzten Jahr noch mit der Begründung abgelehnt hatte, dass das Verteidigungsministerium die Bewaffnung bereits mitgeordert habe. Laut dem Koalitionsvertrag von 2018 sollen die bewaffnungsfähigen Drohnen vorerst ausschließlich für Aufklärungszwecke eingesetzt werden. Nach einer weiteren Vorlage des Verteidigungsministeriums könnte jedoch eine Bewaffnung der Drohnen erfolgen.

Wie schon im Frühling 2017 haben viele Bürger*innen in den letzten Wochen ihre Sorge über den Kampfdrohnen-Beschaffungsplan durch Schreiben an Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen zum Ausdruck gebracht.

Kontakt:
Lühr Henken, Sprecher, Bundesausschuss Friedensratschlag, Mobil: 0160 – 40 666 30
Elsa Rassbach, Sprecherin CODEPINK, Vertreterin von Attac und DFG-VK, Mobil: 0170 – 738 14 50
Wiltrud Rösch-Metzler, pax christi, Tel 0711/2626720
Angelika Wilmen, IPPNW, Tel. 030 – 698074-15

Herausgeber:
IPPNW
Attac Deutschland
DFG-VK
pax christi

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