Landesverband Berlin im
Deutschen Freidenker-Verband e.V.

Solidaritätserklärung von Esther Bejarano und Rolf Becker mit Moshe Zuckermann

Samstag, 10. Juni 2017 von Webredaktion

Konferenz „50 Jahre israelische Besatzung“

Deutscher Koordinationskreis Palästina Israel (KoPI)

am 9. und 10.6. 2017 in Frankfurt/Main

Sie nennen mich
Verräter an meinem Volk
Sie nennen mich
Jüdischer Antisemit
weil ich spreche von dem
was sie tun in Israels Namen
gegen Palästinenser
gegen Araber anderer Länder
und auch gegen Juden
die totgeschwiegen werden

Lieber Moshe,

»Zur Zeit der Verleumder« überschrieb Erich Fried vor einem halben Jahrhundert sein Gedicht – nicht ahnend, dass zu den Verleumdern heute die wissenden Ditfurths und ein offenbar unwissender Bürgermeister gehören könnten, die nicht in der Lage zu sein scheinen, zwischen der Kritik an der israelischen Regierung und der Verteidigung von menschlichen Rechten auf Leben zu unterscheiden, sich darüber hinaus anmaßen, als Deutsche darüber zu entscheiden, wer als Jude zu akzeptieren ist. Und das in der Stadt mit der Paulskirche, der »Wiege der deutschen Demokratie« (John F. Kennedy). Dich zitierend: »Wer meint, den Antisemitismus bekämpfen zu sollen, vermeide es vor allem, Israel, Judentum und Zionismus, mithin Antisemitismus, Antizionismus und Israel-Kritik wahllos in seinen deutschen Eintopf zu werfen, um es, je nach Lage, opportunistisch zu verkochen und demagogisch einzusetzen…«

Dir, den mit Dir Referierenden und den Euch zustimmenden Versammelten solidarische Grüße, herzlich

Esther Bejarano und Rolf Becker

Terror-Logik

Donnerstag, 08. Juni 2017 von Webredaktion

Der Rubikon bei Ravenna

Aus „Rubikon“, dem neuen Magazin für die kritische Masse:

„Terror-Logik – Mit den Waffen der Logik ist Terror oftmals besser beizukommen als mit Grundrechteabbau, Militarisierung und Krieg.“

von

Andreas Hauß

In unserer hochkomplexen Zeit scheint es an Wegen zu mangeln, Terrortaten aufzuklären. Die Darstellung eines „islamistischen“ Terrors trügt oftmals, merkte auch der gutwilligste BKA-Gläubige, als im Fall Amri wieder einmal die „Täterdokumente“ am Tatort gefunden wurden. Doch wie weiter? 

Man solle die Menschen an dem Bahngleis abholen, an dem sie stehen. Wohl wahr. Aber, um im Bild zu bleiben:

  • Was, wenn die Leute in dieser verharrypotterten Gesellschaft am Gleis neundreiviertel stehen?
  • Was, wenn sie erst eine Bahnsteigkarte lösen, bevor sie zur Revolution fahren?
  • Was, wenn sie gar nicht am Bahnhof erscheinen, weil sie nirgendwo hinwollen?
  • Was, wenn man keinen bequemen Zug anzubieten hat, sondern nur eine Draisine, bei der es nur mit der versammelten Kraft aller vorangeht?

X X X

„Die Hauptsache ist, plump denken lernen. Plumpes Denken, das ist das Denken der Großen….“

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Logik und Plausibilitäts-Prüfung ersparen Detailhuberei

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Charlie Hebdo: 7. Januar 2015

X

Amri und das Weihnachtsmärchen: 19. Dezember 2016

Und Vieles mehr.

Zu schade für den Papierkorb… Leserbrief vom 1.6.2017

Mittwoch, 07. Juni 2017 von Webredaktion

Uns erreichen immer wieder Leserbriefe, die eigentlich an die „junge Welt“ gerichtet sind aber nie das Licht derselben erblicken.

Offenbar landen sie im Papierkorb.

Diesen haben wir hervorgeholt:

„Kampftag gegen Faschismus“, von Gerhard Feldbauer, jW vom 31.5.2017

Hallo,

Vielleicht faende es der „Partigiano morto per la liberta“ ja ganz in Ordnung, aber wohl eher wuerde er sich unter seiner Grabesblume einfach rumdrehen – angesichts dieses Partisanenverbands-Praesidenten Smuraglia, der zu den Menschheitsuebeln NATO und Imperialismus nichts zu sagen weiss, um so mehr aber sich ueber Immigrationsverweigerer wie Ungarn, Wilders oder die NATO-Gegnerin Le Pen aufregt, und so den Antifaschismus zum Witz macht bzw. schlimmer noch ihn zu einem Instrument der Herrschenden pervertiert.

Mit freundlichen Gruessen

H. K.

Nachbemerkung der Webredaktion:

Mögen unsere Leserinnen und Lesern selbst beurteilen, ob es sich hier um Querulantengeschreibsel handelt, das jeder vernünftige Mensch ignorieren würde oder ob etwas Wichtiges öffentlich gemacht werden soll. Einen bedenkenswerten Einwand zu ignorieren, stellt eine Missachtung dar. Wir wissen nicht, was schwerer wiegt: Die Missachtung eines Feindes oder die Missachtung eines Partners.

Zu schade für den Papierkorb… Brief an Frank Tempel vom 22.5.2017

Mittwoch, 07. Juni 2017 von Webredaktion

Uns erreichen immer wieder Briefe an „Institutionen linken Vertrauens“ (beispielsweise die „junge Welt“) oder öffentliche „Personen linken Vertrauens“, die weder veröffentlicht noch beantwortet werden.

Offenbar landen sie im Papierkorb.

Diesen haben wir hervorgeholt:

Brief an Frank Tempel, Die Linke (Bundestag), 22.5.2017:

Sehr geehrter Herr Tempel,

Sie setzen sich für einen Untersuchungsausschuß zum Fall Amri ein. Der Ausschuß soll, wie ich verstehe, davon ausgehen, dass Amri der Täter des Anschlages am 19.12.2016 gewesen sei. Dies hat kein Gericht festgestellt. Auch die GBA hat für diese Behauptung keine Beweise vorgelegt. Bisweilen genießt Amri die Unschuldsvermutung. Soll nun in der Zukunft die Polizei befugt sein die Schuld einer Person in einer Straftat festzustellen und darauf, unter Umständen, den Beschuldigten hinzurichten, oder habe ich hier etwas falsch verstanden? Wie wollen Sie diese Aushöhlung des Rechtsstaats an Ihren Wähler erklären?

E. D.

Nachbemerkung der Webredaktion:

Mögen unsere Leserinnen und Lesern selbst beurteilen, ob es sich hier um Querulantengeschreibsel handelt, das jeder vernünftige Mensch ignorieren würde oder ob etwas Wichtiges öffentlich gemacht werden soll. Einen bedenkenswerten Einwand zu ignorieren, stellt eine Missachtung dar. Wir wissen nicht, was schwerer wiegt: Die Missachtung eines Feindes oder die Missachtung eines Partners.

Zu schade für den Papierkorb… diesmal in eigener Sache

Freitag, 02. Juni 2017 von Webredaktion

Uns erreichen manchmal Reaktionen auf Postings, die eigentlich als Kommentare mühelos das  Licht der Welt (bzw. unserer bescheidenen Webseite) erblicken könnten.

Offenbar werden sie aber nicht durch Aktivierung des Links: „Comment“ übermittelt und laufen so Gefahr im Nirwana zu verschwinden.

Diese Reaktion hat uns auf Umwegen doch erreicht:

Hallo Freidenkerfreunde

Wir zitieren in Auszügen:

„… Erlaubt mir jedoch eine Kritik an Eurer letzten Veröffentlichung des Geburtstagsgrußes für den Kabarettisten Dieter Hallervorden. Ist Euch eigentlich bekannt, dass Hallervorden Anhänger, vielleicht auch Mitglied, der neoliberalen FDP ist? Aus Wikipedia-Einträgen ist zu entnehmen, dass

„zu den Landtagswahl 1975 und zur Bundestagswahl 1976 Hallervorden mit den Wühlmäusen für die FDP unterwegs war. Zur Bundestagswahl 1980 warb er als Repräsentant der Liberalen Aktion in 36 Städten in NRW für die FDP. Auch 2016 war er Teil der FDP-Kampagne zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.“

„Bei der österreichischen Romyverleihung 2015 in Wien nahm Hallervorden den Preis als bester Schauspieler entgegen, bedankte sich und fügte hinzu: „Und morgen führe ich die Romy heim ins Reich.“ Mit der Parole Heim ins Reich hatten die Nationalsozialisten u. a. für den Anschluss Österreichs 1938 geworben.“

Sind die rechtslastigen Aussagen ein Grund, diesen Mann auf der Website der Freidenker zu veröffentlichen?

Wir sind überrascht und entsetzt, dass Ihr Euch mit Herrn Hallervorden identifiziert, bzw. den Eindruck erweckt, dass er zu den Freidenkern gehört. Diese Veröffentlichung könnte einige Mitglieder dazu bringen, ihren Austritt aus der Organisation zu erwägen ….

G. J.“

 

Die Zuschrift von G. J. enthält einen Satz mit Fragezeichen, der aber leider keine Frage ist, auf die wir ernsthaft antworten können. Wir können nicht glauben, dass G. J. tatsächlich meint, was er schreibt, nämlich, dass wir Aussagen auf unserer Webseite veröffentlichen, WEIL sie, wie er formuliert, „rechtslastig“ sind.

Auf den Fragesatz und die Folgesätze würde man unter Kumpels vielleicht antworten: „Komm mal runter, lieber G. J.!“

Statt mit Wikipedia FDP-Wahlkampfaktivitäten aus den Jahren 1975 und 1976 zu recherchieren oder eine kalkulierte Provokation eines Kabarettisten zur „rechtslastigen Aussage“ aufzublasen, könnte mensch sich einfach sein Video zu Gemüte führen. Ein neugieriger Mensch würde dann vielleicht einige bemerkenswerte, höchst aktuelle Wahrheiten entdecken. Und dabei sogar Vergnügen empfinden. Oder ist ein Song schon deshalb eine populistische Sünde oder „rechtslastig“ oder (laut Wikipedia) „antisemitisch“, „antiamerikanisch“ und „verschwörungstheoretisch“, weil er mehr als 900.000 mal abgerufen wurde?

Liebe Leserinnen und Leser,

wie immer (die Kommentarfunktion ist aktiviert) sind Sie zu Wortmeldungen eingeladen, gerne auch streitbaren!

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