Die am 3. März veröffentlichte Absage des Leitungskollektivs der Berliner Freidenker die öffentliche Diskussion betreffend, die mit Ken Jebsen zu dem Thema „Die drohende Kriegsgefahr und was wir dagegen tun können“ geführt werden sollte, verlangt nach Begründung, Erläuterungen und, wie wir meinen, auch Schlussfolgerungen.
1. Unsere Absage ist nicht freiwillig erfolgt. Es sind keinerlei bisher unbekannte Argumente aufgetaucht, die uns zu neuen Einsichten verholfen und in der Folge zur Änderung unserer Position bewogen hätten. Es ist in keiner Weise argumentiert worden, stattdessen wurde Druck aufgebaut.
2. Der Druck wurde organisiert auf der bekannten Webseite „indymedia“. Das Startposting strapazierte reflexartig aber offenbar frei von Sachkenntnis den Begriff „Querfront“. An dieses Posting schlossen sich 29 Kommentare an, 28 davon anonym. Aus der Anonymität heraus zu kommunizieren, genauer: Druck aufzubauen, gilt dort offensichtlich als normale Verhaltensweise.
3. Wir standen vor der Frage, der angedrohten Verhinderung der Veranstaltung entgegen zu treten. Sicherheitsmaßnahmen jedoch, die üblich sein mögen, wenn ein Enkel etwa von Frau v. d. L. durch die Muskauer Strasse gefahren wird, hatten für uns keinen Reiz. Das eigentliche Ziel der Veranstaltung wäre im Tumult auf der Strecke geblieben. Ganz abgesehen von den Belastungen für unsere Mitglieder und Gäste.
4. Am großen Thema und Ziel der nun abgesagten Veranstaltung halten wir gegen alle Widerstände mit aller Energie fest. Es sei hier noch einmal hervorgehoben:
„Thema: „Die drohende Kriegsgefahr und was wir dagegen tun können“
Diskussionsfragen: – „Grundlinien der US-amerikanisch-deutschen Mobilisierung gegen Russland“ – „Wer, was, wo ist die deutsche Friedensbewegung?“ – „Was können wir tun für den so notwendigen Aufschwung der Friedensbewegung?“
Alle unsere Diskussionen stellen wir in engen Zusammenhang mit den Aufruf:
„Sagt NEIN, ächtet Aggressionen, bannt die Weltkriegsgefahr!“ (Nein zur NATO) und den dringenden Appell:
„Multipolare Welt gegen Krieg“ (Für eine multipolare Koalition des Friedens)
Wir wünschen uns eine intensive, streitbare und auf die praktische Förderung der Friedensinitiativen gerichtete Diskussion.“
5. Diese unsere politische und Diskussionsorientierung vor Augen, sollte sich keiner der anonymen Eiferer (die sich „linksunten“ sehen) nunmehr als Sieger fühlen. Sie mögen glauben, für diesmal eine Diskussion verhindert zu haben, eine Diskussion, die sie eigentlich aus tiefstem Herzen begrüßen sollten. Ob der Eine oder die Andere bei all dem kämpferischen Gebaren nicht einmal ein Gefühl von Leere oder gar Schwäche erlebt? Ein Gefühl, gegen das der ruhige Austausch mit vernünftigen Menschen, die Linke sind oder auch mit vernünftigen Menschen, die keine Linken sind, hilfreich sein könnte?
6. Wir meinen nicht, dass „Anonyme“ und „Freidenker“ Kanonen aufeinander richten sollten. (Wenn Spatzen das machen, haben Andere ihr Gaudi.) Wir sollten miteinander reden, je zeitiger, je offener, je öffentlicher, umso besser. Wir haben oben unseren Themenvorschlag noch einmal hervorgehoben. Wir sind aber auch für andere Themenvorschläge offen.
Machen wir also aus der Absage mehr – ein Angebot, das sich auf die Zukunft richtet.
Wir wollen doch alle Zukunft oder?
Das Leitungskollektiv der Berliner Freidenker
Das für den 9. März 2016 geplante öffentliche Gespräch der Berliner Freidenker zum Thema
„Die drohende Kriegsgefahr und was wir dagegen tun können“
mit Ken Jebsen als Referent und Diskussionspartner ist hiermit abgesagt.
Erläuternde Informationen hier auf dieser Webseite.
Das Leitungskollektiv der Berliner Freidenker
Liebe Freidenkerin, lieber Freidenker, liebe Freunde,
wir laden ein zu unserer nächsten „Berliner Runde – Freidenker im Gespräch“
am Mittwoch, den 10. Februar 2016, 18.00 Uhr
im Klub der Volkssolidarität Torstr. 203 – 205, 10115 Berlin*
„Juristische und praktische Probleme der Menschenrechte“
Referent: Prof. Dr. Erich Buchholz
Moderation: Elke Zwinge-Makamizile
Reichern wir den Begriff „Menschenrechte“, der z.T. missbraucht wird, mit Inhalt an! Wir erwarten Euch zu einer spannenden und fundierten Diskussion zu folgenden Schwerpunkten und Fragestellungen:
Erich Buchholz, Jurist, war langjährig an der Humboldt-Universität tätig. Mit zahlreichen Publikationen setzte er seine Tätigkeit als streitbarer Rechtswissenschaftler auch seit 1990 fort. Nähere biografische Angaben siehe beim Kai-Homilius-Verlag sowie bei Wikipedia.
Mit solidarischen Grüßen
Uta und Edi Mader
im Auftrag des Leitungskollektivs
(*S1-, S2-, S25-Oranienburger Str., U6-Oranienburger Tor)
Liebe Freidenker_innen, liebe Freunde,
wir freuen uns, dass Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes e.V. im Januar 2016 auch zur „Berliner Runde – Freidenker im Gespräch“ kommt und laden Euch herzlich zu seinem Vortrag und anschließender Diskussion ein.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 13. Januar 2015, 18 Uhr statt.
Thema: Der ‚Faktor Islam‘ und sein Nutzen für Kriegstreiber wie Rassisten
Ort: im Klub der Volkssolidarität Torstr. 203 – 205, 10115 Berlin
Freidenker setzen sich aus Tradition mit Religionen und deren Institutionen auseinander. Dem Islam wurden wiederholt „Freidenker“- Hefte gewidmet (jeweils Dezember 1994, 2004, 2015).
Worin besteht der Unterschied zwischen Religionskritik und der (bereits seit über zehn Jahren andauernden) Anti- Islam – Hetze?
Gibt es den „Zusammenprall der Kulturen“ (Samuel Huntington) und ist das die Grundlage für die neuen Weltordnungskriege oder eher der Vorwand?
Sind islamistische Gruppen stets der Feind des Imperialismus oder auch teilweise eng mit diesem verbunden?
Bürgerkrieg? Religionskrieg? – Wer kämpft gegen wen in Syrien?
Wie weit haben die Erfahrungen der Kriegsvorbereitung gegen Jugoslawien, Irak, Libyen und Syrien zum Nachdenken in der Bevölkerung beigetragen?
Die Saat der jahrelangen Anti-Islamhetze geht jetzt gerade auf, wie die dumpfe islam- und ausländerfeindliche Volksbewegung (Pegida u.ä.) in der BRD u.a. EU-Staaten zeigt.
Diese Bewegung lenkt von den berechtigten Sorgen der Bevölkerung, aber auch von den Ursachen und Schuldigen der neuen Kriege ab.
Diskutieren wir mit Klaus Hartmann über diese aktuellen Fragen.
Mit herzlichen und Freidenkergrüßen
Das Leitungskollektiv des Landesverband Berlin
im Deutschen Freidenker-Verband e.V.
Liebe Freidenkerin, lieber Freidenker, liebe Freunde,
wir laden ein zu unserer nächsten „Berliner Runde – Freidenker im Gespräch“ am Mittwoch, den 11. November 2015, 18.00 Uhr im Klub der Volkssolidarität Torstr. 203 – 205, 10115 Berlin*
„Freies Denken und Wissenschaft, vor allem Rechtswissenschaft“
Referent: Prof. Dr. Erich Buchholz
Moderation: Hans Bauer
Freies Denken, das frei von religiösen und anderen ideologischen Dogmen sein will, bedarf der Aneignung eines Minimums der Wissenschaften.
Die Astronomen Galilei, Kepler und Kopernikus konnten sich dank ihrer astronomischen Erkenntnisse vom kirchlichen Dogma, nach dem sich die Sonne um die Erde bewege, befreien
Ohne wissenschaftliche Grunderkenntnisse können Freidenker nicht frei denken.
Nur bei den Geisteswissenschaften bedarf es besonderer geistiger Anstrengungen, weil diese Disziplinen den Herrschenden dienen und demgemäß entstellt oder verfälscht sein können. (more…)